Vernissage am Freitag, 16. Januar, 19:00 Uhr
Die Ausstellungsdauer wird sich im Zeitraum zwischen dem 16. Januar bis 7. März 2026 erstrecken: Vom Licht zur Struktur, vom Augenblick zur Form, so beschreibt Polina Zinoveeva ihren künstlerischen Prozess, bei dem es um die allmähliche Wandlung von Emotion zu Logik, von Zufall zu Ordnung geht. In ihrer neuen Ausstellung „Vom Impressionismus zum Konstruktivismus“ führt die ukrainische Künstlerin die Besucher:innen hinein in diesen Transformationsprozess, der zugleich Rückschau und Neubeginn ist.
Für Zinoveeva bilden Impressionismus und Konstruktivismus keine Gegensätze, sondern zwei Pole einer Einheit. Das eine steht für Inspiration, Vielfalt und Farbreichtum, das andere für Konzentration, gedankliche Präzision und ein Minimum an Ausdrucksmitteln – und doch für größtmögliche Freiheit des kreativen Spiels. Es ist gerade dieser Wechsel zwischen emotionaler Wahrnehmung und rationaler Struktur, der ihre Arbeiten unverwechselbar macht.

Auf der Suche nach dem Verlorenen, 2024, Öl u. Collagenelemente auf Leinwand, 100 x 100 cm. Foto: Polina Zinoveeva
Zinoveeva, eine bedeutende zeitgenössische Künstlerin der Ukraine, arbeitet in Öl und Ölpastellkreide auf Leinwand. Ihre Werke, die Landschaften, Stillleben und Stadtansichten umfassen, entstehen teils vor Ort, teils im Atelier und aus der Erinnerung heraus. Typisch sind Helligkeit und Zartheit, eine fast schwebende Leichtigkeit des Pinselstrichs, in der sich Diffusität und Bestimmtheit begegnen. Das Licht in ihren Bildern hat keinen erkennbaren Ursprung, und gerade das macht die Motive unwirklich und zugleich zutiefst real. Ihre Malerei bleibt still, doch sie fordert die Betrachter:innen heraus. Jedes Werk wird zur Einladung, seelische Landschaften zu ergründen – Orte von Freude und Fragilität, von Schmerz und Hoffnung.













