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Sonntag, 22. Februar 2026

Aktion NOZkritisch findet zunehmend Gleichgesinnte

Stellungnahme der ANK zum „neuen“ redaktionellen Konzept der NOZ

Am Freitag, dem 13. Februar, wurde es veröffentlicht: das „neue“ redaktionelle Konzept der NOZ. Die Aktion NOZkritisch sieht darin eine Zusammenstellung voller Widersprüche und Ungereimtheiten. Im Folgenden wurden dazu die folgenden kritische Anfragen formuliert.

Wie verträgt sich das Bekenntnis der Chefredaktion des Zeitungsverbundes von NOZ und SHZ zur journalistischen „Vielfalt“ mit der Tatsache, dass der Mantelbogen der NOZ nun von immer mehr kleineren Regionalzeitungen übernommen wird („20 Standorte“) – zu Lasten der dort bisher selbständig arbeitenden Redaktionen? Aus unserer Sicht bedeutet das eben nicht nur geschäftlichen Erfolg, sondern ebenso Verdrängung, Arbeitsplatzabbau und Uniformität statt der öffentlich beschworenen „Vielfalt“! Auch das inzwischen erfolgte Schließen der „Kommentarspalten“ der NOZ dient nicht der „Vielfalt“, sondern bedeutet eine redaktionelle Kanalisierung der ehemals offenen Debatte mit der Leserschaft!

Wie verträgt sich das Bekenntnis der „sieben publizistischen Leitlinien“ der NOZ zu einem Wertesystem, das auf der „freiheitlich-demokratischen Grundordnung“, auf der „sozialen Marktwirtschaft“ sowie einem „humanistischem Weltbild“ fußt, zu der erklärten Absicht des Chefredakteurs Burkhard Ewert, in Zukunft auch „rechten Meinungen“ eine Bühne in der NOZ zu bereiten?

Was bedeutet die Ankündigung: „Wir ordnen ein und setzen uns kritisch mit dem politischen Mainstream auseinander“? Welcher „Mainstream“ ist denn hier gemeint? Der erkennbare Trend zu rechten Ansichten und Geschichtsdeutungen in Deutschland und Europa? Oder geht es hier doch wieder nur um die Fortsetzung des Kulturkampfs gegen alles angeblich „links-grün-woke“, dem sich die Redakteure Ewert, Clasen und Ebert so offensichtlich verschrieben haben?

Wie verhält sich die dreifache Ankündigung: „Wir filtern, wir erklären, wir ordnen ein“ zur versprochenen 360Grad Perspektive? Und was bedeutet in diesem Zusammenhang das fehlende Bekenntnis der Chefredaktion zu einem klar wissenschafts- und faktenbasierten Journalismus?

Entscheiden Meinung und persönlicher Blickwinkel der Chefredaktion in Zukunft darüber, was den Leserinnen und Lesern der NOZ noch zugemutet werden darf? (Wie stark die Grenze zwischen Meinungsbeiträgen und faktenbasierter Berichterstattung in der NOZ inzwischen verschwimmt, zeigt nicht zuletzt das häufig zu beobachtende Framing von faktenbasierten Artikeln durch die alarmistischen Überschriften der Chefredaktion, die den Artikeln dadurch immer wieder einen konträren Spin verleiht.)

Maximilian Hempel, Petra Voss-Schnare, Stefan Rümmele, Annette Rümmele, Christoph Schnare, Stephanie Hempel
Initiator*innen des ersten Treffens im Grünen Jäger: Maximilian Hempel, Petra Voss-Schnare, Stefan Rümmele, Annette Rümmele, Christoph Schnare, Stephanie Hempel. Foto: OR


Unser Verdacht ist der folgende:

Die Chefredaktionen des Zeitungsverbundes von NOZ und SHZ möchten sich mit ihrem „neuen“ Zeitungskonzept am geschäftlichen Erfolg der sozialen Netzwerke wie TikTok, Facebook oder Instagram orientieren. Dadurch droht jedoch der Anteil von klassischem, faktenbasierten Journalismus zu Lasten von polarisierenden Meinungsbeiträgen immer stärker ins Hintertreffen zu geraten.

Das plakative Bekenntnis zur „Meinungspluralität“ und zur „360Grad-Perspektive“ erscheint uns daher eher wie ein trojanisches Pferd, um in Zukunft noch mehr rechtspopulistische Meinungsbeiträge als bisher schon in der NOZ unterbringen zu können.

Das am 13.Februar 2026 veröffentlichte Bekenntnis der NOZ zu humanistischen Werten, zur sozialen Marktwirtschaft und zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung ist letztlich nichts wert, wenn deren Chefredakteur Burkhard Ewert seine Ankündigung wahrmacht, nun auch dezidiert „rechten“ Meinungen eine Bühne in der „neuen“ NOZ zu verschaffen.

Eine freiheitliche Demokratie lebt nämlich nicht nur vom Diskurs, sie lebt ebenso von dem Konsens, dass jeder demokratische Diskurs auf einer faktenbasierten und von liberalen Werten geprägten Grundlage zu erfolgen hat – was zum Beispiel bei der AfD mit ihrem Hang zum illiberalen, autoritären, völkisch-nationalistischem und antihumanistischem Agitieren nicht gegeben ist. Daher kann eine Partei wie die AfD unseres Erachtens nicht denselben Anspruch auf Repräsentanz ihrer Meinung in der NOZ erheben, wie diejenigen politischen Akteure, die sich innerhalb des Spektrums einer offenen und liberalen Demokratie bewegen!


Aktion ruft zur Mitarbeit auf

Was soll man von einer Tageszeitung halten, deren Herausgeber zum Vorwurf des Rechtspopulismus schweigen? Deren Chefredakteur sich für Trump als Friedensnobelpreisträger stark macht und Bundeskanzler Merz zuruft, er solle mehr Musk und Milei wagen. Deren Kommentare auffällig oft eine fragwürdige Begeisterung für Autokraten an den Tag legen.

Unsere Initiative – ANK Aktion NOZ-kritisch – hält diese Entwicklung der NOZ für gefährlich.
Wer das ähnlich sieht, ist herzlich zu unserer zweiten öffentlichen Veranstaltung eingeladen. Wir möchten die NOZ so begleiten, dass sie ihrem selbstgewählten Anspruch eines faktenbasierten Journalismus und einer fairen Abbildung gesellschaftlicher Wirklichkeit gerecht wird.


Treffen am Dienstag, 24. Februar 2026 um 19 Uhr in der Lagerhalle

Dazu treffen wir uns am Dienstag, 24. Februar 2026 um 19 Uhr in der Lagerhalle (Spitzboden), wollen eure Meinungen hören und Kräfte bündeln. In einem ersten öffentlichen Teil, zu dem auch PressevertreterInnen eingeladen sind, ist Zeit für ein Resümee und für Stellungnahmen und Erfahrungsberichte aus dem Plenum. Nach einer kurzen Pause stehen künftige Projekte und neue Aktionen auf der Agenda. Dieser zweite Veranstaltungsteil findet ohne Pressebeteiligung statt. Wer Lust hat, sich zu informieren, besser noch bei uns mitzuarbeiten, ist herzlich willkommen.
Wir sind viele! Und freuen uns auf deinen Besuch!
ANK – Aktion NOZkritisch
https://osna.social/@Aktion_NOZ_kritisch

 

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