Jahresbericht zeigt positive Entwicklungen im Jahr 2025: Handwerkswirtschaft erweist sich im Vergleich zur gesamten Konjunktur als robust
„Das Handwerk in der Region Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim trotzt der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Lage und zeigt sich weiterhin als robuste Säule der Wirtschaft zwischen Ems und Vechte“, so das Fazit von Andreas Nünemann, Präsident der Handwerkskammer. Im Jahr 2025 stieg die Zahl der eingetragenen Betriebe in Stadt und Landkreis Osnabrück, dem Emsland sowie der Grafschaft Bentheim, berichtet die Handwerkskammer in ihrem Jahresbericht. Sie vermerkte zum Jahresabschluss 50 Unternehmen mehr als zum Vorjahreszeitpunkt.
In der Stadt Osnabrück waren bis Jahresende insgesamt 1.693 Betriebe in der Handwerksrolle eingetragen, hier blieb die Anzahl nahezu gleich. Im Landkreis stieg die Zahl um 18 auf 4.276. Die Grafschaft Bentheim verzeichnete einen leichten Rückgang um sechs Unternehmen auf nun 1.583. Besonders im Emsland wurden mehr Neugründungen erfasst, hier zählt die HWK-Statistik jetzt 3.978 Betriebe – 37 mehr als im Jahr zuvor.
Trotz der stabilen Betriebszahlen sehen viele Unternehmer mit gemischten Gefühlen auf ihre aktuelle Lage und die Entwicklung in den kommenden Monaten. Die Konjunkturumfrage, die die Kammer zuletzt im Herbst 2025 durchgeführt hat, zeigt einen leichten Abwärtstrend: Der Geschäftsklimaindex sank im Vergleich zum Frühjahr um sieben Punkte auf 109, blieb damit aber weiterhin leicht positiv. Die nächste Umfrage findet im Frühjahr dieses Jahres statt.
Als aktuelle Herausforderungen nannten die Betriebe rückläufige Auftragszahlen, Investitionsstau sowie zu hohe und stark schwankende Preisen für Rohstoffe, Vorprodukte und Energie. Das größte Problem der Handwerkswirtschaft bleibt aber der Fachkräftemangel, von der Suche nach Auszubildenden über das Finden und Binden von erfahrenen Kräften bis hin zur Nachfolge bei Betriebsübergaben.
Diese Herausforderung schlägt sich nur bedingt in den Ausbildungszahlen wieder: Erfreulicherweise blieb die Zahl der neugeschlossenen Lehrverträge stabil und sank über den gesamten Kammerbezirk nur um elf Ausbildungsverhältnisse auf 2.394 (ein Minus von 0,5 Prozent). Insgesamt nahm die Zahl der Handwerks-Azubis in der Region um 388 ab und beläuft sich nun auf 6.191, was einem Rückgang von 5,9 Prozent entspricht.
Alle Zahlen, Daten und Fakten zur Handwerkswirtschaft lassen sich dem Jahresbericht sowie dem Überblicksflyer entnehmen. Hier ist außerdem festgehalten, in welchem Umfang die Beratungs- und Bildungsangebote der jeweiligen Fachbereiche und Dezernate wahrgenommen wurden, und welche Ereignisse die Handwerkskammer schwerpunktmäßig bewegt haben.
Link zum digitalen Jahresbericht 2025.
Link zum Flyer „Zahlen | Daten | Fakten“ 2025.














