Erinnerung, Gerechtigkeit, Aufklärung, Konsequenzen, aber wie?
Am kommenden Montag, 18. November, lädt das Osnabrücker „Bündnis 19. Februar“ zu einer Diskussionsveranstaltung ein. Ihr Titel lautet: 5 Jahre nach den Morden von Hanau – Erinnerung, Gerechtigkeit, Aufklärung, Konsequenzen, aber wie? Die Veranstaltung wird um 18 Uhr in Raum 15/105 des Gebäudes 15 der Universität Osnabrück beginnen. Das Gebäude befindet sich am Campus am Schloss.
Am 19. Februar 2020 hatte ein 43-jähriger Deutscher in Hanau neun junge Menschen aus rassistischen Motiven erschossen. Die Opfer: Gökhan Gültekin, Sedat Gürbüz, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Hamza Kurtović, Vili Viorel Păun, Fatih Saraçoğlu, Ferhat Unvar, Kaloyan Velkov. Noch immer besteht zu dieser rassistischen Gewalttat Aufklärungs- und Handlungsbedarf.
Mindestens vier Teilnehmende werden sich in Raum 15/105 des Gebäudes 15 der Universität austauschen, um die Ausgangsfrage nach Gerechtigkeit, Aufklärung und Konsequenzen zu stellen. Für Kompetenz und Engagement in der Sache ist gesorgt: Emma Brahm ist Mitarbeiterin im Verbundprojekt „Räume der Migrationsgesellschaft“ beim Deutschen Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung. Tuğba Uysal zählt zum Verein „Generation Postmigration“ und arbeitet in der politischen Bildung.
Außerdem ergänzen Mitglieder zweier Initiativen die Runde: Dabei ist die Initiative „Hogir Alay“. Jene hatte sich aufgrund des ungeklärten Todes von Hogir Alay, einem geflüchteten Kurden, gegründet, um für Aufklärung seines Ablebens zu kämpfen. Mitglieder der Initiative hatten seinerzeit unter anderem vermutet, dass er in den Suizid getrieben worden sei. Die ebenfalls vertretene Bildungsinitiative „Ferhat Unvar“ ist bestrebt darum, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, wie erläutert wird „eine Raum zu geben, sich selbst auszudrücken, um eigene Bedürfnisse zu benennen und Chancengleichheit einzufordern.“ Die Initiative ist eine gemeinnützige Anlaufstelle für Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und deren Eltern, die im Alltag oder in der Schule mit Rassismus konfrontiert sind. Die Bildungsinitiative leistet, wie sie schreibt, „Empowerment- und Aufklärungsarbeit gegen Rassismus“.















