Karitative Träger warnen: Wegfall der Altkleidersammlung gefährdet soziale Infrastruktur in Stadt und Landkreis Osnabrück

Ablehnung des gemeinsamen Antrags trifft Ehrenamt, soziale Projekte, Nachhaltigkeit und Arbeitsplätze

Die karitativen Organisationen Deutsches Rotes Kreuz Osnabrück-Nord, Kolping Diözesanverband Osnabrück, Heilpädagogische Hilfe Osnabrück (HHO), DLRG Fürstenau, Malteser Hilfsdienst Osnabrück und der Caritasverband für Stadt und Landkreis Osnabrück zeigen sich enttäuscht über die ablehnende Entscheidung zur finanziellen Absicherung der Altkleidersammlung in der Region.

Die Verbände hatten gemeinsam einen Antrag gestellt, um die zunehmend instabile Marktsituation abzufedern und die seit Jahrzehnten bestehenden Sammelstrukturen zu erhalten.


„Die Altkleidersammlung ist systemrelevant.“

Durch den globalen Preisverfall können Textilien kaum noch vermarktet werden; teilweise garantieren Verwerter nicht einmal mehr die Abnahme. Die Folge: Die wirtschaftliche Grundlage der Sammlung bricht weg. Viele Träger mussten bereits Container abbauen oder stehen kurz vor dem Ausstieg.

„Wenn die Sammlung wegfällt, verlieren nicht nur soziale Organisationen eine wichtige Einnahmequelle, es verliert die ganze Region ein funktionierendes System aus Nachhaltigkeit, Ehrenamt und Solidarität“, betont die gemeinsame Arbeitsgemeinschaft der Träger.


Soziale Folgen für die Region

Erlöse aus Altkleidersammlungen finanzieren u. a.:

  • Jugend- und Freiwilligenarbeit
  • Rettungsdienste und Katastrophenschutz
  • soziale Projekte der Caritas und Kolping
  • Arbeitsplätze für Menschen mit Beeinträchtigungen in der HHO

Bei einem Wegfall müssten Stadt und Landkreis nicht nur die Entsorgung übernehmen, sondern auch deutlich höhere Kosten für alternative Sammelsysteme tragen.


Hohe Belastungen und zunehmende Vermüllung

Bereits jetzt kämpfen die Organisationen mit Kosten durch illegal abgelegten Müll an Sammelstellen. Dieser Aufwand ist ohne kommunale Unterstützung nicht mehr tragbar.


Appell an Politik und Öffentlichkeit

„Wir stehen bereit – aber wir brauchen ein klares politisches Bekenntnis, um die Strukturen zu erhalten, die seit Jahrzehnten zuverlässig funktionieren“, heißt es aus dem Verbund.

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