Stellungnahme der Initiative „Haus des Wissens“ zur Planung der Stadt Osnabrück für die Kinder- und Jugendbibliothek
Soll, wie von OB Katharina Pötter angekündigt, eine Kinder- und Jugendbibliothel in Räumlichkeiten des traditionellen „Prelle-Hauses“ ziehen? Die OR dokumentiert folgend die Stellungnahme der Initiative „Haus des Wissens“ im Wortlaut.
Eine Verlagerung der Kinder- und Jugendbibliothek in die Krahnstraße 43 kann nur eine zeitlich begrenzte Zwischenlösung sein.Wir sehen es positiv, dass die Stadt Osnabrück bereit ist, für die äußerst wichtige Bibliotheksarbeit für Kinder und Jugendliche Geld in die Hand zu nehmen.
Wir freuen uns auch, dass die Stadt dabei einige Argumente übernimmt, mit denen wir als bürgerschaftlicher Initiativkreis die hohe Bedeutungeines zeitgemäßen Konzeptes für das „Haus des Wissens“ begründen. Wir möchten aber auch deutlich machen, dass eine Unterbringung der Kinder- und Jugendbibliothek in der Krahnstraße 43 sich höchstens als zeitlich begrenzte Zwischenlösung eignet, bis eine zeitgemäße Stadtbibliothek als „Haus des Wissens“ für Menschen allen Alters verwirklicht ist. Eine dauerhafte Ansiedlung der Kinderbibliothek in der Krahnstraße 43 ist aufgrund einer Reihe von Nachteilen keine langfristige Lösung: Der Standort ist durch ein kommerzielles Umfeld und intensiven Einkaufsverkehr geprägt.
Er hat daher kein geeignetes Umfeld, in dem sich Kinder und Jugendliche auch außerhalb des Hauses in einer verkehrsberuhigten Umgebung gesellig und spielerisch aufhalten können. Auch mit einer Flächenentlastung von 500 qm ist die Stadtbibliothek am jetzigen Standort nicht zukunftsfähig. Die Bibliothek braucht für ihre gute Arbeit das Dreifache der Fläche, dieam jetzigen Standort und in der jetzigen Kinderbibliothek vorhanden ist. In Zukunft sind ca.7000 qm anzusetzen.
Die Potenziale einer Kinder- und Familienbibliotheksarbeit können mit einem isolierten Standort für die Kinderbibliothek nicht ausgeschöpft werden. Nur das Konzept für das „Hausdes Wissens“ bietet für Familien mit Kindern in verschiedenen Altersstufen einen Ort mit Angeboten für die ganze Familie und mit großer familiärer Bindungszeit. Das Ziel, sich mit einem Dritten Ort als lernende Stadt weiter zu entwickeln, kann nur mit einem umfassenden neuen Raumangebot wie es an der Hakenstraße möglich ist, erreicht werden.
Das „Haus des Wissens“ wird dort für Kinder, Familien und Besucher aus allen Altersklassen sehr gut mit dem ÖPNV und allen anderen Verkehrsmitteln erreichbar sein. Der Standort Krahnstraße ist per Bus deutlich ungünstiger zu erreichen. Außerdem bietet er nicht dien ötigen Flächen für den zu erwartenden hohen Fahrradparkdruck. Für den Standort Hakenstraße spricht auch das hohe Nutzungs- und Kooperationspotential mit der Friedensschule in unmittelbarer Nachbarschaft. Auf Basis der jetzt vorgeschlagenen isolierten Verlagerung der Kinder & Jugendbibliothek ist die Erarbeitung eines Zukunftskonzepts für eine moderne Stadtbibliothek nicht sinnvoll.
Wir sehen es als fragwürdig, Fördermittel aus einem Einzelprogramm für ein aus den genannten Gründen eingeschränktes Projekt zu nutzen. Stattdessen sollte von Vorneherein auf eine langfristig tragfähige und viel attraktivere Lösung hingearbeitet werden. Diese Strategie ermöglicht auch eine breit aufgestellte Aquisition von Fördermitteln.











