Christoph Kosecki: Boxtrainer und Mentalcoach

Boxen – das ist nicht nur „auf die Fresse hauen“

Der Osnabrücker Christoph Kosecki kann davon ein Lied singen. Der 39-Jährige hat sich als Mentalcoach und Boxtrainer selbstständig gemacht. „Wir boxen hier für die Gesundheit und nicht gegen die Gesundheit“, sagt er.

In einem Fabrikgebäude in der Osnabrücker Rawiestraße hat Kosecki einen Keller gemietet. Wer diesen betritt, fühlt sich gleich an Rocky-Filme erinnert: Ein Boxring in der Mitte, viele Boxsäcke und -birnen, Kardiogeräte und große Traktorenreifen für Powertraining. An einer Wand sind Motivationssprüche aufgeschrieben. In den Nebenräumen entstehen eine Sauna und Umkleidekabinen.

Christoph Kosecki, gut gelaunt und mit breitem Kreuz, wartet auf den ersten Kunden des Tages. Hauke hält sich hier im Studio mental und körperlich fit, ist neulich seinen ersten Marathon gerannt. Kosecki hat ihm den Feinschliff verpasst, Körper und Geist gestärkt. Hauke liebt es, sich bei Kosecki auszupowern und nebenbei über die Herausforderungen des Lebens zu sprechen.

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Christoph Koseckis Leben ist von vielen Aufs und Abs gezeichnet. Er war fünf Jahre alt, als seine Familie aus Polen nach Osnabrück zog. Er spielt Fußball und Tischtennis, kommt später zum Boxen beim TSV Wallenhorst. Nach der Ausbildung zum Klempner geht es zur Bundeswehr. Dort boxt er sehr viel. Auch gegen spätere Olympiateilnehmer. Kosecki gewinnt Turniere. Pokale stehen heute in seinem Studio. Nach einigen Umzügen und auch schwierigen Lebensphasen kehrt er mit seiner Frau zurück nach Osnabrück. „Ich musste mich erst selbst finden“, sagt Kosecki.

Seit 2021 ist er selbstständig. Er trainiert und coacht viele Leute. „Ich bringe durch Mentaltraining Körper und Geist in Einklang“, sagt er. Kosecki selbst wirkt mit sich zufrieden. Er liebt seinen Job – egal ob Gruppentraining oder Einzeltraining.

Hauke hat sich mittlerweile an einer Rudermaschine warmgemacht. Nun beginnt das eigentliche Training. Christoph Kosecki macht kurze Ansagen, feuert Hauke an. Hauke drischt auf Boxsäcke ein, übt Bewegungen, verbessert seine Reaktionsschnelligkeit. Später steigen Coach und Kunde in den Ring. Kosecki hat Pratzen angezogen, Hauke feuert auf Zuruf schnelle Kombinationen in die Hände des Coaches ab. Pause. Hauke keucht, Hauke schnauft, Hauke schwitzt, Hauke grinst. Dann folgt die nächste Einheit. Eine Stunde lang macht Hauke das.

Christoph Kosecki ist heute den ganzen Tag ausgebucht. Nachher kommt noch ein Geschäftsführer vorbei. Auch Ärzte und Psychologen toben sich hier aus. Und auch Menschen, die in Krisen stecken, die auch Kosecki so oder in ähnlicher Form erlebt hat. „Man kann aus jeder Niederlage gestärkt hervorgehen“, sagt er. Damit meint er nicht nur Niederlagen im Boxringen, sondern auch Niederschläge im echten Leben.

Alle Infos zu Koseckis Studio und seinen Angeboten, auch öffentliches Training, findet Ihr hier: https://www.personalboxmentaltraining.de

Kosecki
Hauke

Fotos von Tobias Romberg

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