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Mittwoch, 18. Februar 2026

„Oberbürgermeisterin Pötter gesteht Fehler bei Schulausfällen ein“

GRÜNE: „Aus dem Winter lernen und in Zukunft besser machen“

Oberbürgermeisterin Katharina Pötter hat Fehler bei der Ansetzung der jüngsten Schulausfälle eingeräumt und eine Anpassung für das künftige Vorgehen bei Winterwetter angekündigt. Dies teilte sie in einem Schreiben mit, das auch an die Ratsfraktionen ging. Die GRÜNEN im Osnabrücker Rat sehen darin nach anhaltender Kritik insbesondere von Eltern einen notwendigen Schritt und richten den Blick mit eigenen Vorschlägen nach vorne.

„Wir werden das Schulausfall-Management im März im Schulausschuss ansprechen. Die Einsicht der Oberbürgermeisterin, dass im Januar nicht alles optimal gelaufen ist, ist ein erster Schritt zur Besserung. Jeder Schultag ohne Unterricht ist einer zu viel. Im Januar waren es allein fünf von 20 Schultagen, die weitgehend ersatzlos ausfielen“, erklärt Loreto Bieritz, bildungspolitische Sprecherin der GRÜNEN. Die Sicherheit der Schüler:innen und Lehrkräfte auf dem Schulweg habe Priorität. Gleichwohl gelte es, die Belastungen für die Kinder und ihre Familien so gering wie nötig zu halten und den Schüler:innen so viel Bildung wie möglich zukommen zu lassen.

Nach Ansicht von Bieritz müsse deshalb aus dem Winter-Januar gelernt und geschaut werden, was die Stadt, die Stadtwerke und die Schulen im Schulterschluss in Zukunft besser machen können, um den Unterricht zu gewährleisten, wenn es mal wieder schneie oder glatt sei. Ihrerseits legen die GRÜNEN fünf Vorschläge vor, die der weiteren gemeinsamen Diskussion von Lösungsansätzen zur Verbesserung der Unterrichtssituation bei winterlichen Bedingungen dienen sollen:

Schulwege: Im Rahmen des schulischen Mobilitätsmanagements werden die Hauptwege der Schüler:innen zu Fuß und mit dem Fahrrad identifiziert und öffentlich einsehbar gemacht. Die Wege von den Bushaltestellen zum Schulgebäude sind bekannt. Zusammen mit allen relevanten Akteur:innen – vom Osnabrücker ServiceBetrieb (OSB) bis hin zu den Hausmeister:innen – können für die Winterzeit noch bessere Voraussetzungen für sichere Schulwege zu Fuß geschaffen werden.

Busse: Die Stadtwerke greifen bei Schnee und Eis auf einen Winterwetter-Fahrplan zurück, der sicherstellt, dass die Busse zumindest entlang der Hauptstraßen in regelmäßigem Takt genutzt werden können. Dort, wo der Bus nicht anfahren kann, zum Beispiel in Gebieten mit höherer Steigung, wird die nächstmögliche Bushaltestelle als Anfahrpunkt eingeplant. Die Öffentlichkeit ist über den Winterwetter-Fahrplan zu informieren und auch, welche Strecken bei schwierigen Witterungsverhältnissen als erstes nicht mehr bedient werden können. „Gleitender Schulbeginn“: Bei Winterwetter beginnt der Unterricht morgens mit einem offenen Anfang, damit die Schüler:innen stressfreier und vor allem sicherer in der Schule ankommen können. Das ermöglicht einen – womöglich längeren – Schulweg zu Fuß oder mit dem Bus.

Distanzunterricht: Die Schulleitungen nutzen die ihnen vom Land gegebene Möglichkeit und bieten Distanzunterricht an. Insbesondere in den Klassen und Jahrgangsstufen, in denen die Voraussetzungen dafür technisch und didaktisch gegeben sind.

Notbetreuung: Für den Fall eines ersatzlosen Unterrichtsausfalls haben die Schulen die Betreuung für Schüler:innen, die zur Schule kommen, personell, inhaltlich und auch in puncto Mittagsverpflegung zu gewährleisten. Dieses Willkommensangebot wird ausdrücklich kommuniziert.

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