Initiative fragt: Waren am Samstag Alternativen möglich?
Pro Stadtbus Osnabrück (PSO) kritisiert, dass am Samstag kein einziger Bus der SWO-Mobil im Stadtgebiet unterwegs war, während es im Landkreis ein Angebot mit Einschränkungen gab, welches sogar bis in die Stadt reichte. Somit stellt sich die Frage, ob dieses nicht auch für die Stadtbusse möglich gewesen wäre.
Es ist verständlich, wenn bei extremen Witterungsverhältnissen, wie sie am Freitag und Samstag zeitweise vorlagen, der Busverkehr eingestellt wird. Diese verantwortungsvolle Vorsorge schätzen wir sehr. Aber bitte nur soweit und so lang, wie es unumgänglich ist“, heißt es von der Initiative. Sie weist darauf hin, dass im Landkreis der Busverkehr noch in Teilen aufrechterhalten wurde, und fragt: „Warum geht in der Stadt nicht, was im Landkreis möglich war?“
Auch bei zeitweisen Linienkürzungen, geänderten Linienwegen und teilweisen Ausfällen sei dann immer noch eine Grundversorgung gewährleistet. Längere Fußwege zu und von den Haltestellen seien unter diesen Bedingungen zumutbar. Nicht zumutbar sei ein Totalausfall, vor allem für Menschen, die auf den Bus dringend angewiesen seien.
Pro Stadtbus Osnabrück betont, der Öffentliche Nahverkehr (ÖPNV) sei Teil der Daseinsvorsorge. Er ist der wichtigste Baustein der städtischen Mobilität. Umweltfreundlich, barrierefrei, meistens wetterunabhängig und allzeit verfügbar, sorgt er dafür, dass Mobilität in Osnabrück überhaupt funktioniert.
Bei Extremwetterlagen gelte es gut abzuwägen, ob und welche Alternativen möglich sind, statt eines Totalausfalls. Die Initiative äußert viel Verständnis für die grundsätzlich immer schwierige Situation, bei Extremwetterlagen über die Fortführung des Fahrbetriebs zu entscheiden. Natürlich gelte es, die Sicherheit der Fahrgäste, des Fahrpersonals und des rollenden Materials zu gewährleisten. Wenn aber ein teilweiser Betrieb wieder möglich sei, wie das ab Samstagmittag möglich gewesen wäre und im Landkreis praktiziert wurde, sei eine flexible und schnelle Reaktion genauso wichtig und dringend erforderlich.
Die Initiative erwartet darum von den Verantwortlichen sorgfältig ausgearbeitete Notfahrpläne, die aus der Erfahrung des Wochenendes resultieren und zukünftig eine Grundversorgung mit dem Bus und damit die Mobilität der meisten Menschen in unserer Stadt sicherstellt.
Für Pro Stadtbus Osnabrück: Günter Hentschel, Markus Beermann, Martin Sturm, Urban Teepe













