Richtigstellung

Auch wir sind von Recherchefehlern (leider) nicht gefeit

Die Osnabrücker Rundschau hat kürzlich einen Beitrag aus dem Blog Timm Reichls zu einem Beitrag der Hasepost dokumentiert, in dem es um NOZ und Hasepost ging. Wir sind dabei davon ausgegangen, dass alle im Text enthaltenen Aussagen auf intensiver Recherche beruhen.

Leider musste uns Timm Reichl – nach Vorwürfen des Herausgebers der Hasepost – mitteilen, dass, wie er schreibt, „mehrere der von mir in Anführungszeichen gesetzten Begriffe nicht als direkte Zitate (…) belegt werden können. Das war ein handwerklicher Fehler, den ich korrigiere.“ Er hat daraufhin eine neue Version seines Blog-Beitrags veröffentlicht, auf den wir bei Bedarf gern wieder zurückgreifen, zumal wir Reichls Kommentare und sein Engagement gegen Rechts unverändert schätzen.


Hasepost-Herausgeber Heiko Pohlmann hat nach Erscheinen des Beitrags sowohl unserer Redaktion wie auch Timm Reichl dies mitgeteilt:

„In dem von Ihnen verbreiteten Text werden mir in geschäfts- und rufschädigender Weise frei erfundene Zitate in den Mund gelegt. Durch die bewusste Verwendung von Anführungszeichen wird der Leserschaft suggeriert, es handele sich um meine wörtlichen Äußerungen. Konkret wird behauptet, ich würde Migration mit ‚importiertem Terror‘ in Verbindung bringen, politische Gegner als ‚links-grün-woke‘ oder ‚Zensurbefürworter‘ diffamieren und systematisch Feindbilder wie ‚die Gutmenschen‘ und ‚die Systemmedien‘ bedienen.“ Ebenso sei das übernommene Zitat „rechten Meinungen“ frei erfunden.


Unser Versprechen

Offenkundig, dies belegt Timm Reichls selbstkritisches Eingeständnis, liegt Pohlmann mit seinen Aussagen tatsächlich richtig.Wir bedauern deshalb auch unsererseits handwerkliche Fehler und entschuldigen uns unzweideutig dafür.

Die OR-Redaktion, das wird trotz alledem so bleiben, führt unverändert eine scharfe Klinge gegen Rechts. Dies wird für bestimmte NOZ-Kommentare ebenso 1:1 bleiben wie für die Hasepost. MOZPOST und Igelpost werden unverändert weiter erscheinen. Umgekehrt stehen wir aber, auch gegenüber Autoren wie Heiko Pohlmann, Wolfgang Niemeyer, Burkhard Ewert oder Michael Clasen, unbeirrt und konsequent für deren Recht auf eine freie Meinungsäußerung. Gleiches fordern wir für uns ein. Alls dies soll und muss es ja gerade sein, was uns von Rechten unterscheidet.

Kurzum: Die OR weicht keinen einzigen Millimeter von ihrer Linie für Demokratie und Toleranz sowie gegen Rechts ab. Selbstkritik schwächt uns keinesfalls, sondern zählt zu unseren Prinzipien. Dabei bleiben eben auch wir nur Menschen. Feierlich versprochen.

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