Erklärung engagierter Demokrat*innen
Verschiedenste zivilgesellschaftliche Akteur*innen in Osnabrück zeigen sich besorgt und wollen Mitwirken, eine faire Meinungsbildung und insbesondere öffentliche Aufgaben wahrnehmenden Menschen unterstützen. Seien wir laut, ziehen wir miteinander die Grenzen gegen Hass & Hetze! Auch mit der Veröffentlichung dieses Aufrufs stellt sich die gesamte Redaktion der Osnabrücker Rundschau entschieden auf die Seite des hier präsentierten Bündnisses.
Wir sehen es: Im öffentlichen Raum finden Übergriffe, Gewalttaten statt. Unter unseren Augen. Zivilcourage ist das Gebot! Wo Hass und Hetze in Gewalttaten münden, ist dies und sind deren Ursachen nicht hinnehmbar. Das ist ein Angriff auf uns, unser Gemeinwesen, das Zusammenleben. Im öffentlichen Raum Tätige sind bedroht, immer häufiger Opfer von Übergriffen. Ob es Menschen sind, die ihre Arbeit tun oder jene, die engagiert das Gemeinwesen mitgestalten.
In Krankenhäusern, von Feuerwehr bis zur Bahn, ÖPNV und Ordnungsdiensten, von Wissenschaft bis Journalismus sind Kolleg*innen Beleidigungen und Angriffen ausgesetzt. Eine wesentliche Ursache dessen sind alle die rechtsextremen, von Ausgrenzung und Hass triefenden Botschaften. Die Wortwahl führt zu Taten.
Auch der aktuelle Wahlkampf wird von Übergriffen behindert. Am lautesten schreien dabei jene, die uns mit all dieser Hetze überschütten. Wahlkampf ist Meinungsstreit, ist Meinungsbildung, ist der Weg zur Wahlentscheidung. Diese Wahl zu haben, ist grundlegend für eine Demokratie.
Unsere Geschichte lehrt und verpflichtet uns, Meinungsfindung zu schützen, zu verteidigen. Wie die im öffentlicher Raum Tätigen. Wegschauen, schweigen war, ist und bleibt der falsche Weg. Hinsehen, da sein, empören und mit herbeigerufener Unterstützung auch gemeinsam entgegentreten. Das ist – bei aller nötigen Umsicht – Zivilcourage!
Wer Rechtsextreme und Neonazis wählt, hat sich dazu entschieden. Das ist schwer zu ertragen, aber weder als Protest noch mit Unwissen zu rechtfertigen. Dort das Kreuz zu setzen, bedeutet Zustimmen zu Menschen verachtender Hetze und all der daraus folgenden Gewalt gegen engagierte Mitmenschen – also gegen uns alle.

Wir sind Antifaschist*innen, weil wir im Denken und Handeln frei sind, selbst zu bestimmen und uns entschieden haben, Freiheit als ein kollektives Gut aller Menschen zu begreifen. Da sind alle gleich – vor unseren Gesetzen und in der Teilhabe an unseren Grundrechten. Solidarisch sind wir und gegen alle Formen der Gewalt gegen Menschen. Weder Übergriffe noch Armut und Ausbeutung sind mit diesem unserem Entscheiden vereinbar!
Verantwortlich: DGB Osnabrück, August- Bebel- Platz 1, 49074 Osnabrück, osnabrueck@dgb.de














