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Montag, 2. Februar 2026

Das Volk, das es nie gab: die wahre Geschichte der Germanen

Lesung mit Karl Banghard

Einer der Schauplätze von Karl Banghards Bestseller „Die wahre Geschichte der Germanen” liegt nahe an seinem Auftrittsort: Kalkriese bei Osnabrück. Ein möglicher Schauplatz der legendären Varusschlacht.

Was für und was gegen diese Annahme spricht, erläutert der Prähistoriker in seinem erfolgreichen Sachbuch, das außerdem zu weiteren Schlachtfeldern führt, vor allem aber mit dem Alltagsleben der Stämme und Clans bekannt macht, die Cäsar vereinfachend und wohl auch in abschätziger Absicht als „die Germanen” bezeichnete.

Am 13. März liest Karl Banghard im Rahmen der Literaturreihe „Die Lese-Rampe” im Osnabrücker „Unikeller” (Schloss). Die Einleitung übernimmt wie immer Dr. Harald Keller. Im Anschluss an die Lesung steht der Autor für Fragen zur Verfügung.


Das Volk, das es nie gab: Darum geht es im Buch

In seinem schwungvoll, mitreißend und pointiert geschriebenen Sachbuch-Bestseller „Die wahre Geschichte der Germanen“ wendet sich Karl Banghard gegen eine romantisierende nationalistische Germanentümelei. Er enthüllt unter anderem, auf wen die Bezeichnung Germanen ursprünglich zurückgeht und legt dar, warum Arminius und seine Zeitgenossen wohl eher missmutig reagiert hätten, wären sie als „Germanen“ angesprochen worden.

Der Begriff ist griffig und wird politisch vereinnahmt, täuscht aber darüber hinweg, dass es eine Nation oder ein Volk dieses Namens nie gab. Arminius, der eine Schlacht gegen die Römer gewann, war Cherusker. Seine Leistung bestand gerade darin, Marser, Chatten, An­gri­varier, Brukterer zu Alliierten gemacht zu haben.

Weil die unter dem Sammelbegriff Ger­manen erfassten Stämme häufig in Be­wegung waren, vergleicht Banghard seine Darstellung mit einem Roadmovie. Es führt uns nach Bayern, Polen, Norwegen, England, in die Niederlande. Und natürlich ins Osnabrücker Land nach Kalkriese. Banghard ist Prähistoriker. Unter seiner Lei­tung entstanden die erste Rekonstruktion eines Pfahlbaus der deutschen Nach­kriegszeit, der Freilichtbereich des Federseemuseums Bad Buchau, der Bau der Holz­burg Kanzach. Seit 2002 leitet er das Ar­chäo­logische Freilichtmuseum Oerlinghausen.

Die Literaturreihe „Die Lese-Rampe“ wird gefördert von der Stadt Osnabrück und vom Landschaftsverband Osnabrücker Land mit Mitteln des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur.


Die Veranstaltung im Überblick:

  • „Die Lese-Rampe“: Karl Banghard liest aus seinem Sachbuch-Bestseller „Die wahre Geschichte der Germanen“
  • Termin: 13.3.2026
  • Beginn; 20:00 Uhr
  • Ort: Unikeller, Neuer Graben 29, Osnabrück (Schloss-Gewölbe)
  • Eintritt: frei (Spenden sind willkommen)
  • Reservierungen und Anmeldung für den Newsletter: lese-rampe@gmx.de
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