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Donnerstag, 29. Januar 2026

Vorspiel im Gästezimmer: Der VfL in Saarbrücken

Unsere ohnehin umfangreiche VfL-Berichterstattung wird ab sofort um ein neues Format ergänzt, und zwar um das „Vorspiel im Gästezimmer“ und das „Vorspiel im Wohnzimmer“.
Verantwortlich für das „Gästezimmer“ ist Janis Weber, der schon einige interessante Beiträge für die OR verfasst hat und VfL-Fans vom Podcast Ostkurvenchor hinlänglich bekannt sein dürfte.
Das Wohnzimmer räumt Lars Mosel vor jedem Heimspiel auf, der vor allem als Mitglied der ersten Stunde des VfL-Podcasts auf OS-Radio 104,8 berühmt und zugleich berüchtigt wurde: „Ich werde hier gegen meinen Willen festgehalten“, ein unvergessener Satz, mit dem der erste VfL-Podcast eröffnet wurde und der schon früh die mafiöse Grundstruktur der OR offenbarte.

 

Auswärtsvorschau 1. FC Saarbrücken
mit persönlichen Einschätzungen von Janis Weber, Lars Mosel und Sven 
Dirkes

Am kommenden Samstag um 14:00 ist der VfL in der Landeshauptstadt des Saarlands zu Gast. Ein Großteil der Anhänger wird dabei, wie bereits 2023, mit dem Sonderzug anreisen. Es ist das 27. Aufeinandertreffen der beiden Vereine, die Bilanz fällt aus Sicht der Osnabrücker positiv aus. Von 27 Partien konnten die Lila-Weißen elf für sich entscheiden, acht mal spielte man Remis und acht mal ging Saarbrücken als Sieger vom Platz. Was dabei auffällt: von den 13 Drittligaspielen gegeneinander konnte Saarbrücken kein einziges gegen den VfL gewinnen. Dass die Bilanz trotzdem noch recht ausgeglichen ausfällt, ist den Zweitligapartien aus den 80ern und frühen 90ern geschuldet, in denen meist der FCS die Oberhand behielt. 

In Saarbrücken traf man seit Einführung der eingleisigen 3. Liga sechs mal aufeinander. Drei Spiele gewann der VfL und in den anderen drei Partien mussten sich beide Mannschaften mit der Punkteteilung begnügen. 


Auf’m Platz
 

Stark angefangen – und genauso stark wieder nachgelassen. So lässt sich die Hinrunde des FCS in Kurzform zusammenfassen. In den ersten zehn Spielen kassierte Saarbrücken lediglich eine Niederlage. Vor dem zehnten Spieltag stand man noch auf dem zweiten Platz, eine Tabellenkonstellation, die den hohen Ansprüchen in Saarbrücken entsprechen dürfte. Nach zwei fünften Plätzen in Folge und der verlorenen Relegation in der Vorsaison sollte in dieser Spielzeit wieder oben angegriffen werden. Zur Wahrheit gehört allerdings, dass man statistisch gesehen bereits in dieser erfolgreichen Phase zu Saisonbeginn deutlich überperformte. Der zweite Tabellenplatz war schmeichelhaft anhand der gezeigten Leistungen. 

Und so nahmen dann auch die Dinge ihren (negativen) Lauf. Offensiv fehlten zunehmend Ideen und Lösungen, im Mittelfeld war der Ausfall von Sebastian Vasiliadis deutlich spürbar und in der Innenverteidigung präsentierten sich sowohl Kapitän Sven Sonnenberg als auch der Schweizer Joel Bichsel immer wieder fehleranfällig. Hinzu kam, dass Neuzugang Robin Bormuth vom KSC die Erwartungen bei weitem nicht erfüllen konnte, sodass Youngster Lasse Wilhelm bis dato als solidester Innenverteidiger in Erscheinung getreten ist. 

Der letzte Sieg wurde am siebten Spieltag eingefahren, seit Oktober befindet man sich im freien Fall. Aktuell steht der FCS auf dem 16. Tabellenplatz, nur einen Punkt von den Abstiegsrängen entfernt. Der Saisonverlauf erinnert etwas an das Sandhausen der vergangenen Spielzeit: zu Beginn noch oben dabei, nach dem elften Spieltag sogar Tabellenführer, doch dann geriet man in eine Negativspirale und musste am Ende der Saison gar den Gang in die Viertklassigkeit antreten. Teil der Abstiegsmannschaft in Sandhausen war Stürmer Dominic Baumann, der aktuell in Saarbrücken unter Vertrag steht. Sollte der FCS wirklich den Klassenerhalt verpassen, wäre es für Baumann nach Zwickau, Halle und Sandhausen der vierte Abstieg aus Liga 3 in Folge. 

Kampflos ergeben will man sich im Saarland jedoch nicht. Alois Schwartz wurde Ende November beurlaubt und Sportdirektor Jürgen Luginger übernahm interimsweise als Coach das Zepter. Luginger sollte wieder Konstanz in die Truppe bringen und die Basics in den Fokus stellen. Auf zwei Niederlagen zu Beginn folgten noch vor Weihnachten zwei Unentschieden gegen starke Gegner (Hansa Rostock und Hoffenheim II). Auch spielerisch waren ersten Fortschritte zu erkennen, sodass man sich in der Winterpause dazu entschied mit Luginger bis zum Saisonende weiterzumachen. Zum Rückrundenbeginn konnte dieser Trend mit einem 1:1 gegen Cottbus bestätigt werden bevor es am vergangenen Spieltag den nächsten Dämpfer setzte: bei der 2:0 Niederlage in Köln verschlief man die erste Halbzeit um in der zweiten Halbzeit Chancenwucher zu betreiben. So lässt der erste Sieg unter Luginger noch weiter auf sich warten und es macht sich zunehmend Ratlosigkeit breit, auch wenn die Mannschaft defensiv stabiler steht und vorne jederzeit dazu in der Lage ist Gefahr zu entwickeln. Vielleicht hilft für die Rückrunde, dass Patrick Sontheimer und Sebastian Vasiliadis das Lazarett wieder gegen den Rasen eingetauscht haben, womit sich das enttäuschende Mittelfeld aus der Hinrunde in den kommenden Wochen verbessertpräsentieren dürfte. 

Was mit Sicherheit für Luginger als Trainer spricht, ist seine Erfahrung und seine Kenntnis des Vereins. Er hat in seiner Trainerkarriere fast 500 Spiele gecoacht, davon allein 128 an der Seitenlinie des FCS. Das reicht für Platz drei in der Riege der Saarbrücker Rekordtrainer, nur Dirk Lottner und der legendäre Uwe Klimaschefski können noch mehr Spiele aufweisen. Zumindest bislang, denn sollte Luginger bis zum 24. Spieltag durchhalten, dann lässt er auch Klimaschefski in dieser Liste hinter sich. 


Im Fokus
 

 Trotz sportlicher Talfahrt gibt es auch Lichtblicke in Saarbrücken. Da wäre zum einen Torhüter Phillip Menzel, der nach seiner starken Debütsaison auch im zweiten Jahr zu überzeugen weiß. Sein Vertrag läuft zum Saisonende aus und so würde es nicht überraschen, sollten Menzel und Saarbrücken ab Sommer getrennte Wege gehen. Die gezeigten Leistungen werden vermutlich das ein oder andere Angebot in seinen Briefkasten flattern lassen. 

Noch auffälliger präsentierte sich bislang Top-Scorer Florian Pick, der im Sommer aus Münster an die französische Grenze wechselte. Mit elf Toren, sechs Vorlagen und dem gewissen „spielerischen Etwas“ ist er das belebende Element der sonst oft grauen Offensive. Als Pick sich zwischenzeitlich auf dem Platz etwas schwerer tat, ging es mit der ganzen Mannschaft abwärts. Dass der zweitbeste Torschütze Kai Brünker, der sich gegen Köln eine schwere Prellung plus Bänderdehnung zugezogen hat und deswegen gegen den VfL ausfallen wird, seit Oktober keinen Treffer mehr erzielt hat, erhöht den Druck auf Pick zusätzlich. Nimmt man ihn aus dem Spiel, tut der FCS sich schwer. In Sachen Scorerpunkte, spielerische Klasse und Bedeutung für die eigene Mannschaft muss sich Pick nicht vor anderen Ligagrößen wie Berkan Taz, Lars Gindorf oder Tolcay Ciğerci verstecken. 

Gegen den VfL hat er in seiner Karriere bislang fünf Spiele bestritten, ein Tor ist ihm dabei jedoch nicht gelungen. 


Stadion
 

2020 wurde an Ort und Stelle des „alten“ Ludwigsparkstadions das „neue“ Ludwigsparkstadion eröffnet. Wiedererkennungsmerkmale sucht man vergebens, allein die Flutlichtmasten versprühen noch etwas vom alten Flair des Ludwigsparks, an den sich Nostalgiker sicher gern zurückerinnern. 

Schon vor dem Zweiten Weltkrieg wurde an diesem Ort Fußball gespielt, ein 35.000 Zuschauer fassendes Stadion entstand jedoch erst in den 50er-Jahren. Und das erste Highlight ließ auch nicht lange auf sich warten: Im März 1954 fand hier eines der vielleicht legendärsten WM-Qualifikationsspiele der Nachkriegsgeschichte statt. Die BRD trat gegen das damals eigenständige Saarland an, dessen „Nationalmannschaft“ sich hauptsächlich aus Spielern des 1. FC Saarbrücken zusammensetzte. Der spätere Weltmeister konnte sich mit 3:1 gegen die Saarländer durchsetzen. 

Der Ludwigspark wurde, wie für die damalige Zeit üblich, als Leichtathletikstadion angelegt. Große Entfernung zum Spielfeld, zwei Tribünen mit eher kleineren Dächern, ein Stadion vor dem es dem gemütlichen Fußballfan von heute vermutlich eher gruseln würde. 

Der kommt im 16.000 Zuschauer fassenden Neubau schon eher auf seine Kosten, auch wenn die offenen Ecken und die im Rücken halboffenen Hintertortribünen gerne Mal ein gutes Windchen durch das Rund wehen lassen. Zum Glück ist die Küste weit weg. 

Eine Besonderheit im neuen Stadion sind die Freiflächen auf der Nordtribüne, von den Fans eher spöttisch „Kuhweiden“ genannt. Diese Flächen böten theoretisch Platz zur Erweiterung an: 1.700 zusätzliche Plätzen könnten dort entstehen, wo heute Plastikplanen einen Teil der Tribüne verdecken. Die Stadt Saarbrücken ist bereit zu dieser Erweiterung, möchte aber dass der FCS sich an den Kosten beteiligt. Bislang konnte man sich jedoch nicht einigen und so liegt das Projekt weiter auf Eis. 


Geschichten aus der Geschichte
 

Wer Bundesliga sagt, muss auch Saarbrücken sagen. Die Blau-Schwarzen waren Gründungsmitglied der höchsten deutschen Spielklasse und bis zur Jahrtausendwende gab es kein Jahrzehnt, in dem der FCS nicht in der Bundesliga vertreten war. Allerdings kommen sie insgesamt auf nur fünf Spielzeiten in der ersten Liga, denn man hat sich mit Klassenerhalten ähnlich schwer getan wie der VfL in den letzten 25 Jahren in Liga 2. Aber eins nach dem anderen… 

Die Bundesliga feierte in der Saison 1963/64 Premiere. Dass der VfL bei der Auswahl der Teilnehmer übergangen wurde und auch der FCS in dieser Posse von Bedeutung war, soll hier keine Rolle spielen, das würde zu weit führen. Was nicht weit führte, war der Weg des 1. FC Saarbrücken bei ihrem ersten Ausflug in der Bundesliga. Man übernahm bereits am fünften Spieltag die rote Laterne, gab diese für den Rest der Saison auch nicht mehr her und schrieb sich so gemeinsam mit Preußen Münster als erster Absteiger der Bundesliga in die Bücher deutscher Fußballgeschichte. 

Es folgten zehn Jahre in der zweitklassigen Regionalliga Südwest bevor man 1974 erneut zum Gründungsmitglied wurde, diesmal in der neu eingeführten, eingleisigen 2. Bundesliga. Bereits im zweiten Jahr der neu gegründeten Liga, also 1976, setzte Saarbrücken sich im Aufstiegskampf durch, um zum zweiten Mal das Abenteuer Bundesliga anzugehen – und schaffte 1977 den einzigen Bundesligaklassenerhalt der Vereinsgeschichte. Ein Kunststück, das allerdings in der Folgesaison schon wieder misslang. 

Diesmal dauerte es nur sechs Jahre bis zur erneuten Rückkehr in die Erstklassigkeit. 1985/86 bestritten die Saarländer ihre insgesamt vierte Saison im deutschen Oberhaus  – und stiegen abermals prompt wieder ab. 

Der bis heute letzte Ausflug nach ganz oben erfolgte in der Saison 1992/93, und diese Saison muss vermutlich als eine der kuriosesten Spielzeiten eines Vereins in der Bundesligageschichte betrachtet werden. Um es vorwegzunehmen: auch diesmal gelang der Klassenerhalt nicht. Und das obwohl die Verantwortlichen sich samt Trainer Peter Neururer nach dem Aufstieg in, vom Verein gesponserten, pinken Sakkos und knallbunten Krawatten beim Sektempfang des saarländischen Ministerpräsidenten Oskar Lafontaine noch die besten Wünsche abgeholt hatten. 

Man hielt sogar über lange Strecken der Saison mehr als ordentlich mit. Nach 25 Spieltagen hatte der FCS lediglich sieben Niederlagen kassiert. Das Absurde dabei war, dass man von Spieltag 19 bis 25 sieben Mal in Folge Unentschieden spielte, nur um diese Serie nochmal zu toppen und die letzten neun Spiele allesamt verlor, bei gerade mal zwei geschossenen Toren. 

Dass es in der Rückrunde nicht mehr so lief, lag auch an Eric Wynalda, der bis zum 13. Spieltag acht Tore erzielte um im Rest der Saison nur noch ein weiteres folgen zu lassen. Wynalda war der erste in den USA geborene Spieler, der in der Bundesliga auflief und zugleich wahrscheinlich der einzige Mensch im ganzen Saarland, der es fertig brachte den Ministerpräsidenten Lafontaine nicht zu erkennen und ihn gar zu fragen, was er denn beruflich mache. Doch die Mischung aus Unbekümmertheit und sportlichem Erfolg ließen einen echten Hype um Wynalda entstehen, was das Springerblatt „Welt“ zu so schwer erträglichen Schlagzeilen wie „Der Big Mac am Ball ist wie eine Springflut über das Saarland hereingebrochen“ veranlasste. Aus diesem Hype um seine Person wussten nicht nur die Medien, sondern auch Wynalda selbst Kapital zu schlagen. Pro T-Shirt, das in der Geschäftsstelle mit seinem Konterfei verkauft wurde, kassierte er zehn Mark. Und Wynalda blickte den Menschen nicht nur von T-Shirts, sondern auch von Plakatwänden entgegen, auf denen er Werbung für die im Saarland so beliebte Lyoner Wurst machte. 

Den Mittelpunkt der Berichterstattung rund um den 1. FC Saarbrücken nahm jedoch weiterhin der selbsternannte „Verbalerotiker“ Neururer ein, der nie um eine Antwort oder einen Spruch verlegen war. Eine Auswahl: 

Während einer laufenden Pressekonferenz wurde Neururer ein Brief aus Flensburg hereingereicht nach dessen Lektüre er die Arme hochriss und laut rief: „Yippie! Endlich mal wieder Punkte geholt!“ In dieser sportlich negativen Phase, in der dem FCS kaum ein Tor gelang, brachte der Trainer es sogar fertig sich nach einem geschossenen Tor beim Jubel einen Bänderriss zuzuziehen. 

Angesprochen auf den Druck im Abstiegskampf sagte er: „Wenn neben mir eine Bombe einschlägt, zucke ich nicht mal zusammen. Immerhin bin ich schon eineinhalb Jahre Trainer des 1. FC Saarbrücken.“ 

Nachdem man sich viel für das Auswärtsspiel in München vorgenommen hatte und trotzdem von den Bayern mit einem 6:0 nach Hause geschickt wurde, bemerkte er süffisant: „Ausgesehen haben wir wie die Brasilianer, gespielt haben wir wie Barfuß Kairo.“ Und diese Mischung aus Selbstironie und Häme zog sich weiter durch die Saison, zum Beispiel in Bezug auf die eigene Leistungsstärke: „Nachdem hier zwei Jahre lang Verhinderungsfußball gespielt worden ist, sind die Zuschauer für jedes unfallfreie Überschreiten der Mittellinie dankbar“ oder aber auch die Trainingsbedingungen vor Ort: „Die Trainingsbedingungen sind beschissen. Ecken kann ich nicht üben lassen. Wo der Eckenschütze anlaufen müsste, beginnt die Baumgrenze.“ Dass er bei einer Jahreshauptversammlung Mitglieder des Präsidiums offen als „Vollidioten“ bezeichnete, ging dann vielleicht doch ein Stück zu weit, zumindest gestand Neururer diesen Moment später als Fehler ein. 

Am Saisonende war die Zeit für Neururer in Saarbrücken vorbei und seit diesem Abstieg 1993 kehrte der FCS bis heute nicht mehr in die Bundesliga zurück. 


Die Prognose
  

Lars Mosel (VfL-Podcast der OS-Rundschau):
Angefeuert durch eine große und sehr alkoholisierte Heerschar von Sonderzugfahrern gelingt dem VfL ein guter Start. Die erlangte Spielkontrolle über verunsicherte Saarländer führt Mitte der ersten Halbzeit zum Führungstor durch Robin Meißner nach Steckpass von Lars Kehl. Da das mögliche 2:0 vor der Pause nicht gelingt, kommt Saarbrücken in der zerfahrenen zweiten Hälfte noch zum Ausgleich und der VfL kann, wie gegen TSV 1860 danach strukturell nicht mehr überzeugen, lässt aber auch nichts zu.
Auf der Rückfahrt lassen sich einige Anhänger alles noch einmal durch den Kopf gehen und am nächsten Tag ist das Ergebnis vergessen und die Konzentration gilt dem Heimspiel gegen Havelse.  

Janis Weber (Ostkurvenchor):
Was für Saarbrücken spricht: Seitdem Luginger da ist, hat man gegen die Spitzenteams gut mithalten können. Und wenn es auch allgemein bescheiden lief in der Hinrunde, die Heimbilanz der Saarländer liest sich über die Saison gesehen ordentlich. 

Was für den VfL spricht: die überragende Auswärtsstärke und die Tatsache, dass die Mannschaft wieder von einer vierstelligen Anzahl an Fans begleitet werden wird. Und wer einen Blick auf die Osnabrücker Bilanz der letzten Jahre in Saarbrücken wirft, muss ja fast schon mit dem Sieg rechnen. 

Doch ganz so einfach wird es diesmal nicht. Patrick Schmidt wird den verletzten Brünker im Sturm ersetzen und noch in der ersten Halbzeit zum 1:0 treffen, was der eingewechselte Badjie im zweiten Durchgang jedoch wieder egalisieren kann, sodass am Ende ein leistungsgerechtes 1:1 auf der Anzeigentafel steht. Das Unentschieden ist dabei für beide Mannschaften zu wenig. Einerseits kann ein Punkt nicht der Anspruch des ausswärtsstärksten Teams der Liga bei einem Abstiegskandidaten sein und andererseits bräuchte Saarbrücken dringend ein Erfolgserlebnis um ihrer Negativspirale zu entkommen – in den Köpfen und in der Tabelle. 

Sven Dirkes (Ostkurvenchor)
Sonderzug, Auswärtstabellenführer, Lieblingsgegner 1.FCS, Kellerkind, seit 14 Spieltagen ohne Sieg… Eigentlich ist alles angerichtet, für einen Auswärtssieg des VfL im Saarland.
Doch zwei Punkte sprechen dagegen. Punkt 1: Unter Luginger haben sich die Saarbrücker spielerisch gefangen. In den Spielen gegen die Viktoria aus Köln, Energie Cottbus und selbst gegen Hans Rostock hatte man die größeren Chancen und ein Sieg wäre verdient gewesen. Punkt 2: Unsere Fangemeinschaft sieht den VfL als Aufbaugegner schlechthin für angeschlagene Boxer, insbesondere wenn auf dem Papier alles für uns sprechen sollte (welche Fans beanspruchen dieses Charakteristikum eigentlich nicht für ihren eigenen Verein?).

Ganz so einfach wird es also nicht die drei Punkte aus dem „LuPa“ zu entführen. Dennoch gelingt uns dies, ob verdient oder unverdient, ist mir eigentlich egal. Ich nehme gerne ein dreckiges 1:0 für den VfL mit. Der Spielfilm in Cottbus hat mir ganz gut getaugt, deswegen wird es am Samstag ähnlich ablaufen, nur dieses Mal netzt Robin Meissner zum goldenen Siegtreffer ein. 

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