Samstag, 22. Juni 2024

VfL Osnabrück: Antworten auf die Fragen der NOZ zur Bremer Brücke

 

Kalla Wefel
Fraktions-, aber nicht meinungslos

Die NOZ-Sportredaktion kennt den Unterschied zwischen „Fraktion“ und „Gruppe“ im Stadtrat offenbar nicht. Bezüglich der nachfolgenden Fragen zur Zukunft der Bremer Brücke wurde nur der Linken-Fraktionschef Dr. Henry Gehrs angeschrieben.

Als Parteiloser gehöre ich aber nur der Gruppe „Die Linke/Kalla Wefel“ und nicht der Fraktion „Die Linke“ an und beantworte die NOZ-Fragen nun hemmungslos in der Osnabrücker Rundschau, sozusagen als freier Radikaler, der sich mit der Fraktion die Linke in einer Art Gruppentherapie befindet, und das Ganze ohne Bezahlschranke.

– Das Stadion soll gemäß des aktuellen Gutachtens am aktuellen Standort umfassend und zukunftsträchtig saniert werden können. Halten Sie das für die beste Option?
Ja, es gibt sogar nur diese eine Option, denn es gibt nur eine Bremer Brücke.

– Laut der Vorlage drängt die Zeit und der Rat soll voraussichtlich im Herbst eine Entscheidung über die Thematik treffen. Ist der Zeitplan realistisch?
Warum nicht? Der Stadtrat kann auch schnell, wenn er will und zudem unter Druck steht.

– Welche Erwartungen hätten Sie an eine sanierte Bremer Brücke?
Dass sie funktioniert und den über alle Maßen schwachsinnigen und willkürlichen TV-Vorgaben des DFB und der DFL gerade noch entspricht, zudem sollte sie über mehr Steh- als Sitzplätze verfügen und ihre Nonchalance weitestgehend behalten.

– In der Vorlage werden alternative Standorte für ein neu zu bauendes Stadion nicht erwähnt. Würden Sie andere Standorte für möglich und sinnvoll (finanziell/infrastrukturell/etc.) halten?
Niemals, denn ein anderer Standort wäre das Ende des VfL. Die Brücke ist das Herz des VfL und ohne Herz lässt es sich bekanntlich nicht leben.

– Zu welchen Bedingungen sollte die Stadt Osnabrück sich an der Finanzierung einer Sanierung beteiligen – und in welchem Umfang?
Stadt, Landkreis und das Land Niedersachsen sollten die Kosten für eine Modernisierung der Brücke zu 100 Prozent übernehmen. Die Bremer Brücke ist nicht nur lokales Weltkulturerbe, sondern auch das größte und beliebteste Theater in Osnabrück und Umzu. Ganze Generationen sind hier aufgewachsen, sie ist Jugendzentrum und Senior*innenheim zugleich. Und nirgendwo ist das Catering für die Presse beschissener als beim VfL. All das muss erhalten bleiben.

– Halten Sie die Entscheidung über die Zukunft der Bremer Brücke für eine Entscheidung über die Zukunft des Profifußballs in Osnabrück?
Vielleicht über die Zukunft des VfL, alles andere ist hypothetisch. Wer weiß denn schon, wie lange es den Profifußball überhaupt noch gibt? Irgendwann wird die TV-Blase platzen. Und dann? Und wer sich Red Bull Osnabrück wünscht, soll in den fernen Osten nach Leipzig auswandern.

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