Local-Player-Regel
Der Wunsch aller Fans und Verantwortlichen ist immer schon, dass möglichst viele Spieler auf dem Platz stehen, die aus der eigenen Jugend stammen. Für einen Blick auf den VfL schauen wir einmal auf die Local-Player-Regel der DFL.
Selbstverständlich ist bekannt, dass die 3. Liga dem DFB untersteht und damit auch eine andere Regelung zu erfüllen ist. In der 3. Liga müssen vier U23-Spieler im Kader stehen, die entweder deutsche Staatsbürger, bzw. EU-Staatsbürger sind oder eine Staatsbürgerschaft aus einem Land mit Assoziierungsabkommen (z. B. Ukraine, Türkei, Schweiz, Norwegen) besitzen. Diese vier Spieler müssen dann im Spieltagskader stehen. Beim VfL erfüllen dieses Kriterium aus dem Profikader Niklas Sauter (22), Mats Remberg (19), Yigit Karademir (21), Robin Fabinski (22), Theo Janotta (22), Kevin Wiethaup (20), Ismail Badjie (20) und Bernd Riesselmann (20). Unser Trainer hat also keinerlei Probleme aus diesen acht Spielern insgesamt vier für den Spieltagskader zu nominieren.
Wie sieht es aber mit den Local-Playern aus? Im Bereich der DFL, also in der 1. und 2. Bundesliga gibt es eine andere Regelung. Als sogenannter Local-Player gilt nur ein Profi, der in drei Spielzeiten im Alter zwischen 15 und 21 Jahren für den Verein spielberechtigt gewesen ist. Jeder Klub muss mindestens vier dieser Spieler in seinen Reihen haben, um von der Deutschen Fußballliga (DFL) die Lizenz für die Bundesliga zu bekommen. Die Staatsangehörigkeit und vor allem das Alter spielen dabei keine Rolle.
Kurios und dem eigentlichen Sinn der Regelung widersprechend ist, dass die vier Spieler nur insgesamt im Saisonkader stehen müssen und Alter dabei keine Rolle spielt. Der VfL könnte also allen Ernstes z. B. Ralf Heskamp mit seinen 60 Jahren eine Spielberechtigung verschaffen und damit einen von vier Local-Player-Plätzen auffüllen.
Aber schauen wir einfach auf die Einsatzzeiten unserer Local-Player nach der Definition der DFL. Im Kader haben wir in diesem Jahr fünf Spieler, die diese Kriterien erfüllen.
Zum Teil spielen unsere Jungs dabei eine sehr wichtige Rolle in der Profimannschaft.
Mats Remberg ist als 3. Torwart derzeit der einzige Local-Player ohne Einsatzminute, durfte aber schon einige Einsätze in Testspielen absolvieren.
Bernd Riesselmann spielte nach Beendigung der Leihe (BW Lohne) in insgesamt zwölf Spielen und hatte einen Startelfeinsatz. Insgesamt 190 Minuten stehen dabei zu Buche.
Kevin Wiethaup stand im Mittelfeld bereits in neun Spielen auf dem Feld und absolvierte dabei 382 Minuten in der 3. Liga.
Ismail Badjie, dessen Leihe nach Wiedenbrück im Winter beendet wurde, kam in der Rückrunde 2024/2025 auf zwölf Einsätze (438 Minuten) und zeigte dabei sehr starke Leistungen auf der rechten Schiene. Auf veränderter Position spielte Badjie in der Hinrunde in 13 Spielen insgesamt 383 Minuten. Dabei stand er allerdings „nur“ dreimal in der Startelf, erzielte aber bereits vier Tore.
Die meisten Einsatzminuten konnte Yigit Karademir sammeln. Die große Entdeckung der letzten Saison (20 Einsätze in den letzten 24 Partien) ist in den letzten Spielen zwar aus der Stammmannschaft gerutscht, kommt bei zehn Einsätzen (achtmal Startelf) aber bereits auf 758 Spielminuten.
Der VfL setzte also bisher in 1.713 Minuten local player ein. In der Bundesliga läge man damit übrigens auf Platz 5 und auch vor dem FC Bayern, der traditionell für seine local player gefeiert wird.
Wichtig auch zu sehen, dass „unsere Jungs“ spielentscheidende Rollen und nicht nur Kaderplätze einnehmen. Die Chancen stehen gut, dass auch in den nächsten Jahren etliche von diesen Local-Playern wichtige Rollen einnehmen. Mit Luca Böggemann, Robin Shivani, Joschka Kroll, Ibrahim Touray und Finn Cramer kommen zudem Leihspieler sicherlich teilweise zurück und aus der U19 bzw. U17 nehmen schon jetzt ein paar Spieler regelmäßig am Training teil und bekommen Einsatzminuten in Testspielen.
Freuen wir uns also auf eine Zukunft in der einige Spieler aus der eigenen Jugend an der Bremer Brücke auflaufen!













