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Samstag, 24. Januar 2026

Dschungel-Abenteuer in Osnabrück

Mogli und seine Freunde erobern die Bühne

Am Sonntag, den 18. Januar, verwandelte das Theater Liberi den Europasaal der OsnabrückHalle in einen lebendigen Urwald: Mit der Musical-Neuinszenierung von „Dschungelbuch“ gastierte eines der erfolgreichsten Tournee-Ensembles der Branche in der Friedensstadt und präsentierte ein generationsübergreifendes Live-Erlebnis.

Das in Bochum ansässige Theater Liberi setzt bei seiner Interpretation des zeitlosen Klassikers von Rudyard Kipling auf eine energetische Mischung aus Spannung, Humor und eigens komponierten Musicalhits. Im Zentrum steht das Findelkind Mogli, das im Wolfsrudel unter Oberhaupt Akela aufwächst und gemeinsam mit dem gemütlichen Bären Balu sowie dem Panther Baghira die Gesetze des Urwalds lernt.


Ein Tiger als Rock-Idol

Die Inszenierung bricht dabei bewusst mit alten Sehgewohnheiten. Regisseurin und Choreografin Carolin Pommert verfolgt das Ziel, die Figuren „aus der Mottenkiste heraus und ins Hier und Jetzt zu holen“. Das zeigt sich besonders musikalisch: Das Publikum erwartet eine „groovende Affenbande“ und ein funkiges Finale. Eine tragende Rolle spielt dabei der Tiger Shir Khan, der in dieser Version als exzentrischer „König des Rock ’n‘ Roll“ auftritt.

Darsteller Edy Edwards, der den Tiger verkörpert, erklärt dazu: „Ich möchte auf der Bühne mehr Facetten zeigen, als einfach nur böse zu sein.“ Sein Solo-Song „Der King“ ist stilistisch an James Brown angelehnt und unterstreicht den humorvollen, aber dennoch bedrohlichen Anspruch des Dschungel-Tyrannen auf die Vorherrschaft.


Präzision und lokaler Bezug

Trotz der spielerischen Leichtigkeit steckt hinter der Produktion harte Arbeit. Um die Sicherheit in den rasanten Szenen zu gewährleisten, wurde ein spezieller Movement Coach eingesetzt. „Die Kampfszenen zwischen Mogli und Shir Khan sind bis ins Detail choreografiert, damit sie täuschend echt wirken, aber niemand verletzt wird“, so die Produktion.

Ein besonderes Highlight für das Osnabrücker Publikum: Zum Ensemble gehört Franziska Wagner (Rollen: Kaa/Yuva/Geier), die ihr Studium „Musical/Educating Artist“ an der Hochschule Osnabrück absolvierte und bereits am hiesigen Theater auf der Bühne stand. Die Titelrolle des Mogli übernimmt Vivian Fuchs, während Linus Hencke als Balu für die komischen Momente sorgt.


Hintergrund: Erfolg durch Eigenregie

Seit der Gründung im Jahr 2008 hat das Theater Liberi über 2,5 Millionen Zuschauer erreicht. Das Alleinstellungsmerkmal des Hauses ist die vollständige Eigenproduktion: Von den Texten über die Kompositionen bis hin zum Bühnenbild und den farbenfrohen Kostümen wird alles im hauseigenen Kreativzentrum in Bochum entwickelt. Inzwischen zählt das Unternehmen rund 100 Beteiligte, die pro Saison über 460 Vorstellungen auf über 420 Bühnen realisieren.

 

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