Galerie „room4art“ präsentiert besonderes Ausstellungsformat
Unter dem Titel „Ar[bei]t“ präsentieren die Künstlerinnen Christa Meier-Drave und Nine Gerhard derzeit ihre Werke in der Osnabrücker Galerie „room4art“. Erstmals begegnen sich die künstlerischen Positionen von Großmutter und Enkelin in einer gemeinsamen Werkschau, die am vergangenen Wochenende zahlreiche Besucher in die Katharinenstraße lockte.
Die Ausstellung, die am Freitagabend mit einem Dialogabend eröffnet wurde, stellt zwei Generationen und unterschiedliche Ausdrucksformen gegenüber. Während die Enkelin, Nine Gerhard, ihren Schwerpunkt auf filigrane Zeichnungen und keramische Objekte legt, widmet sich Christa Meier-Drave der Fotografie und dem geschriebenen Wort. Trotz der unterschiedlichen Medien und der zeitlichen Distanz ihrer Entstehung suchen die Werke im „room4art“ den direkten Austausch.
Resonanz statt Distanz
Der Kern der Ausstellung liegt in der Wechselwirkung zwischen den Arbeiten. Die Veranstalterinnen betonen, dass es sich um zwei künstlerische Positionen handelt, die zwar unabhängig voneinander gewachsen sind, im gemeinsamen Raum jedoch „überraschende Resonanzen“ erzeugen. Ziel des Formats ist es, Denkräume zu öffnen und durch den Austausch zwischen Künstlerinnen und Gästen neue Perspektiven auf den Arbeitsprozess und die daraus entstehenden Kunst zu ermöglichen.
Ein besonderer Programmpunkt markierte den Freitagabend: Dazu gab Christa Meier-Drave Einblicke in ihr literarisches Schaffen und las ausgewählte Texte aus ihrem aktuellen Buch. Diese literarische Komponente ergänzte die visuellen Eindrücke der Fotografien und schuf eine Brücke zu den plastischen Arbeiten Nine Gerhards.
Ein Raum für Kunst in Osnabrück
Hinter der Initiative stehen Petra Höcker und Merle Lembeck, die mit dem „room4art“ in der Katharinenstraße 25a eine Plattform für den regionalen künstlerischen Dialog geschaffen haben. Die aktuelle Ausstellung unterstreicht den Anspruch der Galerie, nicht nur fertige Werke zu zeigen, sondern den Entstehungsprozess und die persönliche Verbindung zwischen den Kunstschaffenden zum Thema zu machen.
Für die Besucher*innen bot sich am Samstag letztmals die Gelegenheit, die Werke im Beisein der Künstlerinnen zu besichtigen und am Dialog teilzunehmen.













