Kopf an Kopf an Kopf: Malerei trifft Fotografie

Zwei künstlerische Positionen zur Wahrnehmung von Realität 

Am gestrigen Mittwoch lud der Kunstraum hase29 und die Marketing Osnabrück GmbH zur Eröffnung der neuen Doppelausstellung „Kopf an Kopf an Kopf“ ein. Dort werden fortan im Foyer der OsnabrückHalle Arbeiten des Malers Konstantin Sauer und der Fotografin Alexandra Malobrodski präsentiert. Die Werkschau markiert die 14. Ausgabe der Kooperationsreihe „hase29 in der Halle“.

Die Ausstellung führt zwei künstlerische Positionen zusammen, die sich auf unterschiedliche Weise mit der menschlichen Darstellung und der Wahrnehmung von Realität auseinandersetzen. Konstantin Sauer nutzt in seinen Werken optische Techniken und humorvolle Ansätze, um die Grenzen des Bekannten zu hinterfragen. Seine Arbeiten, wie das im Ausstellungsplakat gezeigte Werk „OPTISCH TÄUSCHEND IV“, stehen für eine experimentelle Haltung, die traditionelle Kunstformen von der Malerei bis zur Animation neu interpretiert. Konstantin Sauer erklärte, dass bei der Planung zur Ausstellung schnell Einigkeit darüber bestand, Porträts zeigen zu wollen, die ein verbindendes Element darstellen.

Auf die Frage, welche Botschaft Sauer mit seinen Werken an die Betrachtenden vermitteln will, sagte dieser: “Die gesamte Porträtreihe von Quetschgesichtern, habe ich angefangen, weil ich mich mit Idealen beschäftigt habe und den Umgang damit. Unter anderem religiöse und optische Ideale. Bei den neuesten Bildern, wo mehrere Menschen drauf sind, wollte ich mich dran wagen, welche Ideale vorgelebt werden und wie wir zwischenmenschliche Beziehungen führen.”

Demgegenüber stehen die Arbeiten von Alexandra Malobrodski. Die Fotografin widmet sich in ihrer Serie „Unrealitäten“ der Dekonstruktion des Sichtbaren. Durch den Einsatz von farbigem Licht, langen Belichtungszeiten und Spiegelungen löst sie die Realität in ihren Aufnahmen teilweise auf. Ein zentrales Motiv der Schau ist das Werk „Der Denker in Cellophan“ aus dem Jahr 2023. Malobrodski beschreibt ihren Prozess als einen Dialog zwischen Realität und Traum, bei dem verschiedene Ebenen transparent überlagert werden.


Regionale Förderung und kuratorisches Konzept

Die Ausstellung wurde von Azim F. Becker kuratiert und ist Teil einer etablierten Kooperation. Das Projekt „hase29 in der Halle“ verfolgt das Ziel, regionalen Künstlerinnen und Künstlern aus Osnabrück eine prominente Plattform im öffentlichen Raum zu bieten. Realisiert wird die Reihe durch die Zusammenarbeit des Kunst- und Kulturvereins hase29, der OsnabrückHalle sowie der freundlichen Unterstützung Marketing Osnabrück GmbH.

Beide Kunstschaffende verfügen über eine enge Bindung zur lokalen Kunstszene. Sowohl Sauer als auch Malobrodski wurden in der Vergangenheit für den Kunstpreis der Ingeborg-Sieber-Stiftung an der Universität Osnabrück nominiert und waren bereits in gemeinsamen Projekten wie der Ausstellung „Irgendwas mit Madness“ im BBK KunstQuartier vertreten.

Interessierte Besucher können die Ausstellung bis zum 31. März 2026 im Rahmen von Veranstaltungen im Foyer der OsnabrückHalle besichtigen. Weitere Bilder sind auf dem Blog von Toni Theilmeier im Link zu sehen.

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