Ab heute: Kunsthalle präsentiert sich erneut als inspirierendes Forum für regionale Kunst
Am kommenden Wochenende verwandelt sich die Kunsthalle erneut in ein Forum für regionale Kunst. Beim vierten Kunstmarkt präsentieren insgesamt 45 Künstlerinnen und Künstler aus Osnabrück und der Region jeweils von 11 bis 18 Uhr ihre Arbeiten. Die von der Künstlerin Eva Lause organisierte Veranstaltung setzt auf ein niederschwelliges Konzept: Der Eintritt für Besucher ist frei, und die Ausstellenden müssen keine Standgebühren entrichten.
Der Kunstmarkt, der 2023 als Experiment eines Vermittlersteams begann, hat sich mittlerweile zu einem festen Programmpunkt im Osnabrücker Kulturkalender entwickelt. In diesem Jahr stehen die Räumlichkeiten der Kunsthalle sowie der Neubau vollständig im Zeichen der lokalen Kreativszene. Ziel der Initiative ist es, die Hemmschwelle gegenüber zeitgenössischer Kunst abzubauen und den direkten Austausch zwischen Publikum und Urhebern zu fördern. Ein Klick auf die offizielle Seite lohnt sich.
Ein Forum ohne finanzielle Hürden
Ein zentraler Aspekt von „Art Mash-Up“ ist der bewusste Verzicht auf die im Kunstbetrieb üblichen Standgebühren. Die Organisatorin Eva Lause betont die Bedeutung dieses Ansatzes für die Demokratisierung der Szene. Durch die finanzielle Entlastung der Künstler, ermöglicht durch die Unterstützung der Kunsthalle sowie der Friedel und Gisela Bohnenkamp-Stiftung, erhalten auch Nachwuchstalente und Kunststudierende eine professionelle Plattform, die ihnen sonst oft verschlossen bleibt.
Das Spektrum der gezeigten Werke ist breit gefächert. Bei der Auswahl der 45 Teilnehmenden wurde auf eine ausgewogene Mischung verschiedener Disziplinen geachtet, wie Zeichnungen und Malerei, Drucktechniken und Fotografie sowie Collagen und Skulpturen. Wir stellen Ihnen drei der 45 Kunstschaffenden im Kurzportrait vor.
1. Reinhard Klink: Meister der Radierung
Der überregional bekannte Osnabrücker Künstler ist vor allem für seine technisch brillanten Radierungen bekannt. Präsentation: Er wird voraussichtlich neuere Arbeiten zeigen, darunter oft kolorierte Kaltnadel-Radierungen. Themen: Seine Werke thematisieren häufig maritime Motive, Stadtansichten oder symbolträchtige Kompositionen, wie zuletzt seine exklusive Radierung zum „Tag der Niedersachsen 2025“.
2. Sebastian Osterhaus: Zwischen Mensch und Natur
Osterhaus ist ein studierter Maler und Meisterschüler (HfBK Dresden), dessen Werke oft die fließenden Grenzen zwischen Mensch, Tier und Natur ausloten. Präsentation: Er präsentiert kraftvolle Malerei (meist Öl auf Leinwand) sowie Mixed-Media-Arbeiten. Stil: Seine Bilder zeichnen sich durch eine spielerische Figuration und abwechslungsreiche Techniken aus, die den Betrachter in mystische Welten entführen.
3. Kerstin Hehmann: Inszenierte Fotografie
Die Fotografin ist ein fester Bestandteil der Osnabrücker Kulturszene und oft an Schnittstellen zu Projekten wie dem Filmfest Osnabrück oder dem BBK beteiligt. Präsentation: Hehmann wird künstlerische Fotografie zeigen. Ihr Fokus: Ihre Arbeiten beschäftigen sich häufig mit Naturräumen und ökologischen Fragen. Bekannt ist sie beispielsweise für Serien wie „no country for old trees“, in denen sie die Ästhetik und Bedeutung von Waldbeständen künstlerisch dokumentiert und inszeniert.
Hier ist eine Auflistung der teilnehmenden Kunstschaffenden: Claudia Arns, Conny Borck, Kathrin Borg-Tiburcy, Josef Brune, Lara Burgmann, Axel Buschmann, Emma Bust, Luz Bustamante, Sarah Marie Caroline Dahm, Charlotte Dally, Inge Therese Dietrich, Gesine Elstermann, Klaus Feldkamp, Evelyn Fellhölter, Thomas Fleischer, Maximilian Gerber, Susanne Heitmann, Petra Höcker, Eva Lause, Katrin Lazaruk, Alexandra Malobrodski, Raúl Morales, Anne Kathrin Müller, Louisa Pieper, Jeannine Pöttker, Anette Rega, Viviane Reschke, Matthias Rimkus, Bernd Rüsel, Margit Rusert, Konstantin Sauer, Julia Schilowski, Julia Schönhut, Martina Schröder, Katharina Stöber, Christian Stork, Petra Suthe, Marion Tischler, Ulrike Uschmann, Max von der Heide, Alina Willmann, Regine Wolff, Sahira Melina Wulf
Rahmenprogramm und parallele Ausstellungen
Neben dem Marktgeschehen bietet das Wochenende zusätzliche kulturelle Anlaufpunkte. Parallel können Besucher die Ausstellung „HOMEGROWN“ besichtigen, die neben dem Kirchenschiff der Kunsthalle auch in der Skulptur-Galerie und im BBK-KunstQuartier zu sehen ist. Für die Verpflegung der Gäste sorgen in diesem Jahr die „OMAS GEGEN RECHTS“, die den Verkauf von Kaffee und Kuchen übernehmen.
Mit diesem ganzheitlichen Ansatz – bestehend aus Kunstmarkt, Bildungsmöglichkeiten für junge Talente und Raum für Begegnung – unterstreicht die Kunsthalle ihren Anspruch, ein offener Ort für die gesamte Stadtgesellschaft zu sein.
Die Friedel- und Gisela Bohnenkamp-Stiftung unterstützt auch in diesem Jahr den Kunstmarkt, wie sie es in den letzten Jahren getan hat.












