Café Engel an der Humboldtbrücke garantiert Begegnung und Kultur
Am vergangenen Freitag verwandelte sich das Café Engel an der Humboldtbrücke in ein Zentrum für Begegnung und Kultur. Im Rahmen der „Kulturellen Mittagspause“ kamen zahlreiche Bewohner des Stadtteils Schinkel und der Umgebung zusammen, um bei Musik und kulinarischem Angebot den Austausch zu pflegen. Die Veranstaltung, die aufgrund des großen Andrangs bis auf den letzten Platz belegt war, unterstreicht den Bedarf an sozialen Ankerpunkten im Quartier.
Die Entscheidung, die etablierte Veranstaltungsreihe diesmal nicht wie üblich im Stadtteilbüro, sondern in den Räumlichkeiten des „Café Engel“ direkt hinter dem Hauptbahnhof durchzuführen, erwies sich als Erfolg. Tom Herter, Quartiersmanager für den Schinkel, begleitete das Projekt, das als wichtiges Signal für die Vernetzung der Anwohner gilt. Das Ziel der Initiative ist es, durch niederschwellige kulturelle Angebote Räume zu schaffen, in denen Menschen unterschiedlicher Hintergründe zusammenkommen können. Für die musikalische Gestaltung des Mittags sorgte die Sängerin Emily Trillitzsch.
An ihrem Digitalpiano spielte sie bekannte Klassiker wie Herbert Grönemeyers „Mambo“ oder “Ich liebe das Leben” von Vicky Leandros animierte das Publikum zum Mitsingen und schuf eine gelöste Atmosphäre. Trillitzsch Repertoir umfasste aber auch einen eigens komponierten Titel: „Lückenfüller“, der zum Nachdenken anregte. Das Programm, das offiziell zwischen 12.30 Uhr und 13.30 Uhr stattfand, bot den Gästen die Möglichkeit, den Alltag für eine Stunde hinter sich zu lassen. Zudem stellte sich die neue Schinkelaner Ehrenamtskoordinatorin Lynn vor, die die Gäste für ehrenamtliches Engagement warb.

Ein besonderes Highlight im Außenbereich stellte das Angebot des Rikscha-Teams Osnabrück dar. Martin Merzdorf war mit einer Senioren-Rikscha von HelpAge vor Ort und bot Interessierten die Gelegenheit zu einer Rundfahrt um den nahegelegenen Wasserturm. Dieses Mobilitätsangebot, das speziell auf ältere Mitbürger zugeschnitten ist, ergänzte den integrativen Charakter der Veranstaltung und ermöglichte eine neue Perspektive auf das direkte Wohnumfeld.
Die Resonanz auf die kulturelle Mittagspause verdeutlicht die Relevanz der Städtebauförderung von Bund, Ländern und Gemeinden, durch die solche Projekte erst ermöglicht werden. Das Projekt „Jeder Mensch braucht einen Engel“ der Diakonie setzt hierbei an der Notwendigkeit an, soziale Isolation zu durchbrechen und die Identifikation mit dem Stadtteil zu stärken. Da das Interesse die Kapazitäten des Cafés an diesem Tag voll ausschöpfte, planen die Verantwortlichen bereits weitere Termine, die zeitnah bekannt gegeben werden.












