Schaufenster der Gegenwartskunst
Vom 6. bis 8. März 2026 verwandelte sich die OsnabrückHalle in ein Schaufenster der Gegenwartskunst. Mit 70 Künstlerinnen und Künstler sowie fünf Galerien präsentierten auf der ARTe Kunstmesse ihre aktuellen Werke. Besonderes Augenmerk lag in diesem Jahr auf den regionalen Vertretern, die mit unterschiedlichen Techniken, von Grafikdesign bis hin zu hyperrealistischen Skulpturen, das lokale Kunstschaffen repräsentierten.
Die vierte Auflage der ARTe in Osnabrück zog am vergangenen Wochenende zahlreiche Kunstbegeisterte in die Innenstadt. Inmitten des internationalen Teilnehmerfeldes setzten vor allem drei lokale Akteure Akzente: Martina Schulte, Azim F. Becker und Sonny Renos.
Zwischen Nostalgie und Hyperrealismus
Ein fester Bestandteil der Messe ist mittlerweile Martina Schulte. Unter ihrem Label „Miene Straten“ kombiniert die Osnabrücker Diplom-Grafikdesignerin Linoldruck, Siebdruck und Typografie. Ihre Werke schlagen eine Brücke zwischen grafischer Präzision und leuchtender Farbdynamik.
Kontrastreich dazu präsentierten sich die Arbeiten von Azim F. Becker. Der in Osnabrück lebende Künstler, der sich zwischen Skulptur, Installation und Medienkunst bewegt, sorgte mit seinen Objekten für Gesprächsstoff. Becker nutzt hyperrealistische Silikon-Körperteile in Kombination mit Stoffen, um anonyme menschliche Repräsentanten zu visualisieren. Seine Werke fordern die Wahrnehmung heraus und balancieren zwischen Faszination und Abneigung. Am Messesamstag zog Azim F. Becker ein positives Zwischenfazit: Das Feedback der Besucher sei intensiv, die Gespräche am Stand zeigten ein tiefes Interesse an der Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Tabus und menschlicher Kommunikation.
Hintergrund: Die ARTe als Wirtschaftsfaktor
Die ARTe Kunstmesse hat sich seit ihrer Premiere in der Friedensstadt zu einem wichtigen Knotenpunkt für den regionalen Kunstmarkt entwickelt. Durch den Fokus auf den direkten Kontakt zwischen Urheber und Käufer sowie das Angebot kostenloser Führungen durch die Kunsthistorikerin Frau Ochsenwadel wurde die Hemmschwelle zum Kunstkauf gesenkt. In diesem Jahr boten 70 Ausstellende auf über 1.500 Quadratmetern ein breites Spektrum von der Klassischen Moderne bis hin zu innovativen Medieninstallationen. Die Präsenz lokaler Kunstschaffender stärkte dabei nicht nur die regionale Identität, sondern förderte auch die Vernetzung der Osnabrücker Szene mit dem überregionalen Markt.
Fazit und Ausblick
Geschäftsführer Andreas Kerstan von den ARTe Kunstmessen zieht ein positives Fazit: Wir als Veranstalter bewerten auch diese vierte Ausgabe der ARTe Kunstmesse Osnabrück positiv und waren sowohl mit dem Besucherzuspruch als auch mit den Verkäufen zufrieden. Letztere sowohl in der Anzahl als auch in den Spitzen. Die über uns abgerechneten Kunstwerks-Verkäufe haben sich mit +86% fast verdoppelt. Unsere 1.500 Kataloge wurden vollständig an unser Publikum abgegeben. Unsere Besucherzahl beträgt 2.700 Besucher und hat damit fast das Vorjahresergebnis erreicht. Unsere nächste ARTe Kunstmesse in der OsnabrückHalle ist vom 19.-21. März 2027.“













