In einem unterhaltsamen Spiel, das von beiden Mannschaften und den mitgereisten Fans mit viel Engagement geführt wurde, gewann der VfL letztendlich verdient mit 3:2. Dass ausgerechnet Robert Tesche der Siegtorschütze in der 90.+2 Minute war, rundet dieses Wochende in schönstem Lila-Weiß ab.
Das nächste Punktspiel findet kommenden Samstag an der Brücke um 14.00 gegen den SSV Ulm statt und das letzte Saisonspiel dann am Samstag, den 16.05., um 13.30 Uhr im betulichen Großaspach gegen VfB Stuttgart II.
Unsere ohnehin umfangreiche VfL-Berichterstattung wird seit der Rückserie um ein weiteres Format ergänzt, und zwar um das „Vorspiel im Gästezimmer“ und das „Vorspiel im Wohnzimmer“.
Zur Information: Unsere Spielberichte werden wie ein Liveticker direkt am Laptop verfasst und gleich nach Schlusspfiff ohne Netz und doppelten Boden ins Internet gesetzt. Die Rubrik „Zahlen, Daten, Fakten“ wird, falls notwendig, mitunter erst einige Stunden nach dem Spiel vervollständigt, dasselbe gilt für Korrekturen von Tippfehlern.
Vor dem Spiel
Es sollte mittlerweile bekannt sein: Dank der Niederlagen von RWE und Energie Cottbus ist der VfL nicht nur drei Spiele vor Saisonende aufgestiegen, sondern auch Meister geworden. Das betuliche Wiesbaden ist bereits seit gestern und die Brita-Arena heute fest in Osnabrücker Hand.
Der VfL tritt heute mit dieser Startelf an, sicherlich auch vornächtlichen Umständen geschuldet:
Jonsson – Janotta, Müller, Wiemann – Kammerbauer, Henning, Jacobsen, Christensen – Kopacz, Meißner, Lesueur
Erwartet werden 8.000 Zuschauer*innen, davon 6.000 aus Osnabrück.
Beginn
Schiedsrichter Ben Henry Uhrig (25) aus Hamburg pfeift bei bewölktem Himmel und Temperaturen um die 22 Grad an.
Der SV Wehen hat Anstoß und spielt zunächst in Richtung VfL-Fankurve, die allerdings fast überall im Stadion ist.
Der VfL beginnt recht munter und hat schon in der 5. Minute eine Torchance durch Kopacz, der von Kammbauer perfekt steil geschickt wird, aus 15 Metern in halbrechter Position abzieht, aber Stritzel pariert gekonnt.
Zwei Minuten später köpft Wiemannn eine Ecke von Christensen in hohem Bogen auf die Latte.
Wehen kommt durch Greilinger auch zu Chancen, wobei er in der 14. Minute mit einem satten Schuss von der linken Strafraumkante den rechten Pfosten traf.
Nach einer Viertelstunde …
… ist das ein unterhaltsames Spiel, das beide Mannschaften mit viel Spiellaune angehen. Die Stimmung im Stadion trägt sicherlich dazu bei und immer wieder erklingt, beeindruckten laut, das Aufsteigerlied und natürlich auch das Pele-Mantra „Wollitz hat gesagt, wir steigen auf!“.
Meißner und Henning haben Riesenchancen, aber Stritzel zeigt seine große Klasse.
Gerade als sich das Spiel auf beiden Seiten etwas beruhigt, nimmt sich Gözüsirin eine Herz und zieht aus über 30 Metern mit Wucht ab, der Ball schlägt oben links ein, auch wenn Jonsson noch am Ball war. In der 32. Minute steht es 1:0
Keine vier Minuten später fast das 2:0, als er von halbrechts auf das Tor zuläuft und aus 15 Metern abzieht. Der Ball geht knapp übers Tor.
Der Stimmung tut das keinen Abbruch, auch wenn bis zum Halbzeitpfiff nicht mehr viel passiert.
Halbzeitfazit
In einer munteren Partie mit einigen Torchancen auf beiden Seiten gehen die Wehener dank eines nicht unhaltbar erscheinenden Fernschusses von Gözüsirin mit 1:0 in die Halbzeit. Wie Michael Welling meinte im Halbzeitinterview, das Tor sei dem Restalkohol geschuldet.
Der VfL wechselt zur zweiten Hälfte …
… und zwar kommt Badjie für Christensen, die Wehener bleiben unverändert. Bei den Wehenern0
und die ersten Minuten gehen so weiter wie die erste Hälfte: Beide Mannschaften haben Spaß am Fußballspielen. Die VfL-Fans feiern sich unablässig mit dem Steigerlied und zählen, begleitet von vereinzelten Bengalos, immer wieder 4, 3, 2, 1 ab, woraufhin ein Torschrei folgt.
Und dann ertönt ein echter Torjubel: Meißner behauptet auf links den Ball, flankt überlegt in den Strafraum, wo Badjie seiner Pflicht nachkommt und die Kugel aus acht Metern locker in Netz köpft. Es steht 1:1.
Nach 60 Minuten …
… hätte Badjie das zweite Tor machen können, als er aus abseitsverdächtiger Position allein aufs Wehener Tor zuläuft, Stritzel umkurvt und nur noch einschieben muss, aber den Ball rechts neben den Pfosten trudeln lässt.
Der VfL will hier offenbar gewinnen und zieht das Tempo an. Pröger kommt für Lesueur.
Nach einer Riesenchance von Meißner, die Stritzel klären kann, landet der Ball rechts bei Jacobsen, dessen scharfe Flanke halbhoch vom Wehener Gillekens ins Tor gelenkt wird. Es steht 2:1 für den VfL.
Das Spiel macht Spaß und während einer Verletzungsunterbrechung klatschen die VfL Fans mit ihren Schuhen Beifall, was für ein Bild, und immer wieder wird das lila-weiße Licht angemacht. Der VfL lässt eine Chance nach der anderen liegen und so fällt ziemlich überraschend das 2:2. Agrafiotis verwandelt im Fallen seine eigene Flanke, die von der VfL-Abwehr zuvor nicht richtig geklärt werden konnte.
War es das? Nein, der VfL hat noch drei große Chancen, erst vergibt Pröger, dann Meißner und die dritte? Die verwandelt Robert Tesche in der berühmten 90.+xten VfL-Minute zum 3:2. Danach brechen alle Dämme, auch wenn sich die hessische Polizei selten dämlich verhält, passiert zum Glück nichts Erwähnenswertes mehr.
Fazit
In einem unterhaltsamen Spiel, das von beiden Mannschaften und den mitgereisten Fans mit viel Engagement geführt wurde, gewann der VfL letztendlich verdient mit 3:2. Dass ausgerechnet Robert Tesche der Siegtorschütze in der 90.+2 Minute war, rundet dieses Wochende in schönstem Lila-Weiß ab.
Das nächste Punktspiel findet kommenden Samstag an der Brücke um 14.00 gegen den SSV Ulm statt und das letzte Saisonspiel dann am Samstag, den 16.05., um 13.30 Uhr im betulichen Großaspach gegen VfB Stuttgart II.
Zahlen, Daten & Fakten
Zuschauer*innen: 7.867, davon fast 6.000 aus Osnabrück
Tore:
1:0 Gözüsirin (32.)
1:1 Badjie (59.)
1:2 Gillekens/Jakobsen (68.)
2:2 Agbrafiotis (86.)
2:3 Tesche (90.+2)
Gelbe Karten:
(57.) Janitzek
(84.) Flotho
Gelb-Rote Karten:
(.)
Rote Karten:
(.)
SV Wehen Wiesbaden
Stritzel – Neubert, Gillekens, Janitzek – Mockenhaupt, Bogicevic, Gözüsirin, Greilinger – Kaya, Flotho, Schleimer
Trainer: Daniel Scherning
VfL Osnabrück:
Jonsson – Janotta, Müller, Wiemann – Kammerbauer, Henning, Jacobsen, Christensen – Kopacz, Meißner, Lesueur
Trainer: Timo Schultz
Schiedsrichter: Ben Henry Uhrig (25) aus Hamburg
Statistik:
Vor der heutigen Partie trafen die beiden Clubs seit dem 17. August 2007 in 33 Pflichtspielen aufeinander. Die Bilanz lautet 9-6-18. Hier geht es zur kompletten Statistik von weltfussball.de.
Tabellarisches:
In der Kicker-Formtabelle steht der VfL mit einem Notendurchschnitt von 3,06 auf Platz 1 und der SV WW (3,61) auf Platz 19. Tatsächlich spielt der VfL als 1. der 3. Liga gegen den 9. des 35. Spieltags.
Ergebnisse und Tabelle der 3. Liga












