Der VfL bleibt in diesem Jahr ungeschlagen, schickt den Mitkonkurrenten RWE mit einer 3:0-Packung nach Hause und stürmt zumindest bis morgen auf Platz zwei vor. Vor allem Torwart Jonsson ist es zu verdanken, dass Essen keinen Treffer erzielt hat.
Für den VfL geht es am kommenden Samstag um 14.00 Uhr in Aue gegen den FC Erzgebirge und bereits am Dienstag, den 03.03.26, um 19.00 Uhr an der Brücke gegen Viktoria Köln. Alle weiteren Termine gibt es hier.
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Vor dem Spiel
Hier die heutige Startaufstellung:
Jonsson – Fabinski, Müller, Wiemann – Kammerbauer, Jacobsen, Wagner, Christensen – Badjie, Meißner, Kehl
Erwartet werden 15.000 Zuschauer:innen, davon 1.500 aus Essen.
Nachdem mit einer musikalischen Liveübertragung aus der Ukraine würdevoll dem Ausbruch des russischen Angriffskrieges vor vier Jahren gedacht wurde, fällt es fast schwer, sich auf die Belanglosigkeit eines Fußballspiels zu konzentrieren.
Beginn
Schiedsrichter Felix Bickel (29) aus Wolfsburg pfeift bei bewölktem Himmel und Temperaturen um die 10 Grad an. Der VfL spielt zunächst Richtung Westkurve.
Beide Mannschaften lassen den Ball zunächst bedächtig in den eigenen Reihen laufen, bis Badjie in der 6. Minute mit einem satten Schuss aus 25 Metern Wienand im Essener Tor zu einer Glanzparade zwingt. Auch die daraus resultierende Ecke hat es in sich, als Wagner am kurzen Pfosten den Ball auf das Tornetz köpft.
Danach lassen es beide Mannschaften wieder ruhiger angehen.
Nach einer Viertelstunde …
… hat Essen die erste große Gelegenheit: Safi lässt auf dem linken Flügel Fabinski stehen und flankt von der Grundlinie in den Strafraum, wo Hofmann den Ball knapp rechts neben das Tor setzt. Das hätte die Führung sein können, vielleicht sogar sein müssen.
Bis auf die vorhergehende Chance hat der VfL das Spiel danach wieder eingermaßen im Griff und ist das aktivere Team.
Der VfL ist am Drücker, kommt nach Zuspiel von Kehl durch Badjie auf links erneut zu einem Abschluss, aber Wienand kann den scharfen Schuss aus 12 Metern zur Ecke parieren.
Es folgen fünf sehr starke Minuten der Essener: In der 35. Minute klärt Jonsson einen Kopfball von Rios Alonso aus kürzester Entfernung, wenig später kommt es immer wieder zu Chancen, die allesamt geblockt oder von Jonsson entschärft werden.
Dann kiptt das Spiel wieder in die entgegengesetzte Richtung: Meißner setzt sich gegen drei Essener durch und zieht, von zwei Essenern in die Zange genommen, auf Höhe der Strafraumgrenze ab, aber der Ball wird zur Ecke abgefälscht.
Dann fällt in der 44. Minute das 1:0 für den VfL: Jacobsen gewinnt nach Abstoß von Wienand ein Kopfballduell und setzt Meißner ein, der den etwas behäbig wirkenden Schultz einfach stehen lässt und von links in den Strafraum läuft. Seinen harten Schuss aus spitzem Winkel kann Wienand noch abwehren, der Ball prallt Badjie vor die Füße, der nur noch ins leere Tor einnetzen muss.
Halbzeitfazit
In einem Spiel mit nur wenigen Höhepunkten ist der VfL das bessere Team, sieht man von einer Drangphase der Essener zwischen der 35. Minute und 39. Minute ab. Nach einem tollen Konter fiel in der 44. Minute die durchaus verdiente Führung durch den sehr aktiven Badjie.
Beide Teams gehen unverändert in die zweite Hälfte …
… und die ersten Minuten plätschern, sieht mah von einigen Fouls ab, ereignislos dahin, bis Abiama in der 59. Minute nach einem erneut gefährlichen Brumme-Einwurf an den Ball kommt, aus 10 Metern abzieht und einnetzt, aber zwei Essener standen zum Glück im Abseits.
Nach 60 Minuten …
… lebt das Spiel vor allem von der Spannung: Natürlich will Essen den Ausgleich und verlagert das Spiel immer häufiger in die Osnabrücker Hälfte, was dem VfL logischerweise etliche Kontermöglichkeiten bietet.
In der 63. Minute kommt Pröger für Badjie ins Spiel und hat nach Zuspiel von Kammerbauer auch gleich die Chance zum 2:0, aber sein Schuss wird geblockt.
Müller macht das in der 70. Minute dann besser: Kehl bringt den Balll nach einer Ecke in den Strafraum. Wagners Schuss wird noch geblockt, doch der Ball trudelt zum heranstürmenden Müller vor die Füße, der nicht lange fackelt und mit Wucht ins lange Ecke trifft.
Der Jubel kennt nun keine Grenzen. Wäre jetzt auf allen Plätzen Schlusspfiff, stünde der VfL auf Platz zwei, punkt- und torgleich mit dem Tabellenersten MSV Duisburg. Es kommt auf beiden Seiten zu den üblichen Wechseln, die später in der Rubrik „Zahlen, Daten, Fakten“ dokumentiert werden.
Zehn Minuten vor Schluss besinnt sich Essen aufs Stürmen und hat eine Doppelchance durch Brumme und Reisig, aber Jonsson pariert die beiden Schüsse aus kürzester Entfernung grandios.
Zwei Minuten vor Schluss scheint den Essenern die Luft auszugehen. Der VfL macht einen stabilen Eindruck und kommt ein Ball doch einmal aufs Tor, dann steht da der unbesiegbare alte Schwede auf der Linie, für mich der Mann des Spiels.
Und in der 92. Minute zeigt Pröger seine so lange geschickt verstecke Offensivqualität, als er den Ball von halbrechts ins kurz Ecke zum 3:0 unter die Latte hämmert.
Das Stadion bebt und feiert einen alles in allem verdienten Sieg, der womöglich ein, zwei Tore zu hoch ausgefallen ist.
Fazit
Der VfL bleibt in diesem Jahr ungeschlagen, schickt den Mitkonkurrenten RWE mit einer 3:0-Packung nach Hause und stürmt zumindest bis morgen auf Platz zwei vor. Vor allem Torwart Jonsson ist es zu verdanken, dass Essen keinen Treffer erzielt hat.
Für den VfL geht es am kommenden Samstag um 14.00 Uhr in Aue gegen den FC Erzgebirge und bereits am Dienstag, den 03.03.26, um 19.00 Uhr an der Brücke gegen Viktoria Köln. Alle weiteren Termine gibt es hier.
Zahlen, Daten & Fakten
Zuschauer*innen: 15.022, davon 1.500 aus Essen
Tore:
1:0 Badjie (44.)
2:0 Müller (70.)
3:0 Pröger (90.+2)
Gelbe Karten:
(42.) Gjasula
(55.) Wagner
Gelb-Rote Karten:
(.)
Rote Karten:
(.)
VfL Osnabrück:
Jonsson – Fabinski, Müller, Wiemann – Kammerbauer, Jacobsen, Wagner (90.+1 Tesche), Christensen (90.+1 Lesueur) – Badjie (63. Pröger), Meißner (90.+2 Kania), Kehl (82. Henning)
Trainer: Timo Schultz
Rot-Weiss Essen:
Wienand – Rios Alonso, Schultz, Kraulich – Hofmann, Gjasula, Reisig, Brumme – Safi, Abiama. Mizuta
Trainer: Uwe Koschinat
Schiedsrichter: Felix Bickel (Wolfsburg)
Statistik:
Vor der heutigen Partie trafen die beiden Clubs seit dem 11. Mai 1952 in 44 Pflichtspielen aufeinander. Die Bilanz lautet 13-14-17. Hier geht es zur kompletten Statistik von weltfussball.de.
Tabellarisches:
In der Kicker-Formtabelle steht der VfL mit einem Notendurchschnitt von 3,21 auf dem 4. Platz und RWE (3,24) auf dem 6. Platz. Tatsächlich spielt der VfL als Vierter der 3. Liga gegen den punktgleichen Fünften des 24. Spieltags.
Ergebnisse und Tabelle der 3. Liga















