Nach gutem Beginn der Alemannia kam der VfL durch Bryan Hennig nach Zuspiel von Meißner zur 1:0-Führung. Kurz darauf sorgten beide mit einer Kopie des ersten Tores für das 2:0, nur dieses Mal auf der linken Seite. Meißner belohnte sich für seine großartige Leistung in der Nachspielzeit mit dem 3:0. Das klare Ergebnis darf nicht über einige Aberwehrschwächen des VfL hinwegtäuschen. Noch besser als der VfL waren seine Fans, die über die gesamte Spieldauer unentwegt supporteten.
Für den VfL geht es am kommenden Sonntag an der Brücke gegen 1860 und den darauf folgenden Samstag nach Saarbrücken.
Unsere aktuellen VfL-Podcasts und Kallas Einwürfe gibt es rund um die Uhr zu hören. Ansonsten werden der aktuelle VfL-Podcast jeden Donnerstag von 19.00 bis 20.00 Uhr auf OS-Radio 104,8 übertragen und „Kallas Einwurf“ jeden Montag und Freitag mehrmals am Tag.
Vor dem Spiel
Trainer Schultz hat heute, wie er selbst sagt, „die Qual der Wahl“, sieht man davon ab, dass Fridolin Wagner gelbgesperrt ist. Und hier die Startelf:
Jonsson – Karademir, Müller, Wiemann – Kammerbauer, Jacobsen, Henning, Christensen – Meißner, Kania, Kehl
Erwartet werden heute knapp 25.000 Zuschauer:innen, davon 2.500 aus Osnabrück. Und schon ertönen die ersten „lila-weiße Affenscheiße“-Rufe und zeugen von der geballten Intelligenz, die sich im zum Teil gesichert rechtsextremen Fanblock der Aachener offenbart.
Verantwortlich für das „Gästezimmer“ ist Janis Weber, der schon einige interessante Beiträge für die OR verfasst hat und VfL-Fans vom Podcast Ostkurvenchor hinlänglich bekannt sein dürfte.
Das Wohnzimmer räumt Lars Mosel vor jedem Heimspiel auf, der vor allem als Mitglied der ersten Stunde des VfL-Podcasts auf OS-Radio 104,8 berühmt und zugleich berüchtigt wurde: „Ich werde hier gegen meinen Willen festgehalten“, ein unvergessener Satz, mit dem der erste VfL-Podcast eröffnet wurde und der schon früh die mafiöse Grundstruktur der OR offenbarte.
So sah die Gästekurve vor einem Jahr ausBeginn
Schiedsrichter Timo Gansloweit (29) aus Dortmund pfeift bei leicht bewölktem Himmel und Temperaturen um die 10 Grad an.
Die Aachener haben Anstoß. Der VfL spielt zunächst Richtung Aachener Fankurve und hat schon in der 3. Minute Glück, nicht in Rückstand geraten zu sein: Eine typische Jonsson-Aktion in „Jekyll & Hyde“-Manier. Erst fabriziert er bei der Spieleröffnung einen entsetzlichen Fehlpass, der Ball landet über Loune bei Gindorf, der allein aufs Tor zustürmt, dann macht er sich in seiner unnachahmlichen Art groß und pariert den Ball glänzend. Der zweite Ball landet bei Elekwam, der die Chance zum Glück verstolpert.
Kaum denkt man, beim VfL läuft noch nicht viel zusammen, erzielt Bryan Henning die 1:0-Führung; Meißner zieht auf rechts bis zur Grundlinie, passt energisch in die Mitte, wo Henning trotz leichter Bedrängnis den Ball flach in die Maschen setzt.
Die erste Viertelstunde ist ansonsten von viel Einsatz, aber auch von einigen Fehlpässen auf beiden Seiten geprägt.
Nach einer Viertelstunde …
… lässt der VfL nicht nach, und setzt die Aachener gut unter Druck und hat Chancen durch Meißner und Kania und spielt gefällig nach vorn.
Mitte der ersten Halbzeit kommt die Alemannia wieder besser ins Spiel und hat in der 23. Minute eine Riesenchance durch Schroers nach einem groben Abwehrschnitzer von Christensen, aber Jonsson macht sich in bewährter Manier breit und kann klären.
Es ist nun der so oft gepriesene offene Schlagabtausch, wobei der VfL den stabileren Eindruck macht, wenngleich die Aachener die zwei größeren Chancen hatten.
Ein Freistoß aus zentraler Position von Gindorf landet in der Mauer und der VfL verpasst nach einem tollen Angriff in der 38. Minute das 2:0, als Christensen den Ball neben das Tor setzt, anstatt nach innen zu passen, wo der VfL in Überzahl stand.
Was soll’s? denkt sich Robin Meißner und zieht links im Strafraum an der gesamten Aachener Abwehr vorbei, flankt in die Mitte und da steht, wie bestellt und nicht abgeholt, Bryan Henning, der Rekordtorschütze der ersten Halbzeit und verwandelt unhaltbar zum 2:0.
Kurz vor dem Halbzeitpiff fast das 3:0, als Kehl auf Christensen passt, dessen Schuss erst vom Innenverteidiger Kiala auf der Linie geklärt werden kann. Das wäre auch des Guten zu viel gewesen.
Halbzeitfazit
Ein Traumergebnis zur Halbzeit sollte über einige Abwehrschwächen des VfL nicht hinwegtäuschen, dennoch macht der VfL den reiferen Eindruck. Gewonnen ist hier noch nichts.
Beide Mannschaften gehen unverändert in die zweite Hälfte …
… und die Aachener übernehmen sofort die Spielkontrolle, während der VfL offenbar auf Konter wartet.
Die Alemannia ist nun im Vorwärtsgang, kommt aber kaum zu aussichtsreichen Chancen, da die VfL-Abwehr nun etwas stabiler als in der ersten Hälfte steht. Ein 3:0 würde Wunder wirken.
In der 59. Minute wäre es fast passiert: Der VfL in 5:4-Überzahl vertändelt den Angriff aber fahrlässig.
Nach 60 Minuten …
… kommt die Alemannia immer besser ins Spiel und der VfL muss endlich wieder mehr tun und könnte sich ein Beispiel am hyperaktiven VfL-Anhang nehmen, der seit der 1. Minute unermüdlich supportet.
Lesueur kommt für den doch eher unauffällig agierenden Kania ins Spiel und hat in der 68. Minute eine erst gute Aktion, als er auf rechts die Aachener Hintermannschaft düpiert und der Ball letztlich bei Kehl landet, dessen Schuss allerdings zu harmlos ist.
Der VfL besinnt sich in dieser Phase endlich wieder aufs Fußballspielen und hält den Ball gekonnt in den eigenen Reihen. Auf beiden Seiten geht nun das Wechselspiel los – siehe unten in der Rubrik „Zahlen, Daten, Fakten“, die aber erst einige Zeit nach Abpfiff aktualisiert wird.
Der VfL scheint das Spiel im Griff zu haben und in der 77. Minute hat Meißner nach Traumpass von Lesueur das 3:0 auf dem Fuß, aber Olschowsky kann den Heber im letzten Moment mit ausgestrecktem Arm klären.
Und in der 81. Minute kommt Robert Tesche für Henning zum Einsatz und Badjie ersetzt Kehl. In der 86. Minute fast das 3:0 durch Lesueur, dessen Schuss von Wagner auf der Linie geklärt werden kann.
Und dann krönt Meißner seine großartige Leistung mit dem 3:0: Er legt sich den Ball am 16-er selbst vor und verwandelt unhaltbar unten rechts.
VfL-Anhang und Mannschaft feiern den Sieg.
Fazit
Nach gutem Beginn der Alemannia kam der VfL durch Bryan Hennig nach Zuspiel von Meißner zur 1:0-Führung. Kurz darauf sorgten beide mit einer Kopie des ersten Tores für das 2:0, nur dieses Mal auf der linken Seite. Meißner belohnte sich für seine großartige Leistung Ende des Spiels mit dem 3:0. Das klare Ergebnis darf nicht über einige Aberwehrschwächen des VfL hinwegtäuschen. Noch besser als der VfL waren seine Fans, die über die gesamte Spieldauer unentwegt supporteten.
Für den VfL geht es am kommenden Sonntag an der Brücke gegen 1860 und den darauf folgenden Samstag nach Saarbrücken.
Zahlen, Daten & Fakten
Zuschauer*innen: 24.133, davon 2.500 aus Osnabrück
Tore:
0:1 Henning (07.)
0:2 Henning (40.)
0:3 Meißner (90.+1)
Gelbe Karten:
(12.) Wiebe
(24.) Kammerbauer
Gelb-Rote Karten:
(.)
Rote Karten:
(.)
Alemannia Aachen
Olschowsky – Scepanik, da Silva Kiala, Bagalianis, Strujic – Wiebe, Ademi – Loune, Bahn, Gindorf – Castelle
Trainer: Mersad Selimbegovic
VfL Osnabrück:
Jonsson – Karademir, Müller, Wiemann – Kammerbauer, Jacobsen, Henning (81. Tesche), Christensen (90. Pröger) – Meißner (89. Riesselmann), Kania (62. Lesueur), Kehl (81. Badjie)
Trainer: Timo Schultz
Schiedsrichter: Timo Gansloweit (Dortmund)
Statistik:
Seit dem 16.01.1965 trafen die beiden Clubs 46 x in Pflichtspielen aufeinander. Die Bilanz lautet 13-11-22. Hier geht es zur kompletten Statistik von “weltfussball.de“.
Tabellarisches:
In der Kicker-Formtabelle steht der VfL mit einem Notendurchschnitt von 3,24 auf Platz 6 und die Alemannia (3,42) auf Platz 8. Tatsächlich spielt der VfL als 6. der 3. Liga gegen den 13. des 19. Spieltags.
Ergebnisse und Tabelle der 3. Liga














