Der VfL gewinnt 3:1 gegen den FC Erzgebirge Aue und beißt sich oben fest

Nach starkem Beginn ging der VfL durch Badjie in Führung, versäumte aber die Überlegenheit für ein weiteres Tor auszunutzen und kassierte kurz vor Ende der ersten Halbzeit den Ausgleich. In der zweiten Halbzeit war das nicht sehr hochklassige Spiel lange Zeit auf Augenhöhe, aber der VfL schlug dann mit einem Doppelschlag eiskalt zu und gewann letztendlich verdient mit 3:1.

Weiter geht es für den VfL bereits am kommenden Dienstag an der Bremer Brücke um 19.00 Uhr gegen Viktoria Köln. Am Samstag, den 7.3., muss der VfL um 16.30 Uhr bei Jahn Regensburg antreten. Alle weiteren Termine gibt es hier.

Zur Information: Hier gibt es stets unsere aktuellen VfL-Podcasts und Kallas Einwürfe rund um die Uhr zu hören. Ansonsten wird der aktuelle VfL-Podcast jeden Donnerstag von 19.00 bis 20.00 Uhr auf OS-Radio 104,8 übertragen und „Kallas Einwurf“ jeden Montag und Freitag mehrmals am Tag.

 

Vorspiel im Gästezimmer: Der VfL beim FC Erzgebirge Aue

Vor dem Spiel

Über die aktuellen Geschehnisse rund um den VfL informieren wir regelmäßig und gleich mehrmals wöchentlich in unseren Berichten und stets aktuellen Podcasts, sodass wir uns an dieser Stelle Lückenfüllerartikel ersparen können.

Da Bjarke Jacobsen und offenbar auch Kammerbauer kränkeln, tritt der VfL heute mit dieser Startelf an:
Jonsson – Fabinski, Müller, Wiemann – Pröger, Wiethaup, Wagner, Christensen – Badjie, Meißner, Kehl

Erwartet werden 8.000 Zuschauer:innen, davon 600 aus Osnabrück.


Beginn

Schiedsrichter Justin Hasmann (26!) aus Neunkirchen (Saarland) pfeift bei frühlingshaftem Wetter und Temperaturen um die 15 Grad an. Anstoß haben die ganz in Altrosa angetretenen Osnabrücker gegen die ganz in Lila spielenden Auer.

Der VfL greift früh an, sodass sich das Geschehen in den ersten Minuten eher in der Hälfte der Auer abspielt und Christensen nach einem über mehrere Stationen vorgetragenen Angriff in der 4. Minute die Führung hätte erzielen müssen: Wager passt von rechts in den Strafraum, wo Christensen unbedrängt auf Höhe des Elfmeterpunkts viel zu unplatziert abzieht, sodass Männel den Ball im Nachfassen entschärfen kann.

Lars Kehl holt sich die fünfte Karte und ist damit am kommenden Dienstag gegen Köln gesperrt. Der VfL hat das Spiel bislang gut im Griff, aber die Auer wittern langsam Morgenluft.


Nach einer Viertelstunde …

Sehen wir hier ein recht munteres Spiel, das allerdings erst eine echte Torchance gesehen hat. Doch nach einem Missverständnis zwischen Malone und Zobel schnappt sich Badjie den Ball hellwach an der Strafraumgrenze, umkurvt Männel und netzt cool zur 1:0-Führung ein.

Der VflL ist hier die spielbestimmende Mannschaft, doch sind die Auer mittlerweile auch in der Partie angekommen: Ein weiter Einwurf von Malone wird auf den zweiten PFosten verlängert, wo Bär zu einem wuchtigen Kopfball auf den langen Pfosten ansetzt, aber Jonsson macht sich lang und länger und kann mit einer Glanzparade klären.

In der 27. Minute will Christensen im Auer Strafraum an Fallmann vorbeiziehen, der den Ball im Fallen auf den weit ausgestreckten Arm bekommt. Eigentlich ein klarer Elfer, der aber nicht gegeben wird.

Aue ist nun immer häufiger im Vorwärtsgang und der VfL kommt nur noch selten zu Kontern. Und dann passiert es: In der 43. Minute gleicht Aue aus. Stefaniak setzt Ehlers  links im Strafraum ein, der bis zur Grundlinie geht und in den Rücken der Abwehr spielt. Günther Schmidt steht dort völlig ungedeckt auf dem Elfmeterpunkt und versenkt die Kugel unhaltbar rechts oben im Kasten.

In der letzten Sekunde der ersten Halbzeit dann noch eine Großchance durch Bär, aber Wiemann kann knapp vor Jonsson klären.

Halbzeitfazit

Das 1:1 zur Pause hätte nicht sein müssen, der nach Badjies Führungstreffer die Partei beherrschte, aber vergaß, ein zweites Tor zu erzielen. Zu allem Überfluss ist ihm auch noch ein klarer Handelfmeter verwehrt worden, sodass Aue mit dem ersten gefährlichen Angriff zum Ausgleich kam. Auch wenn es einen Binsenweisheit ist: Hier ist noch alles möglich.

Tipp: Die Halbzeitgedanken, eine Melange aus Hintergrundinformation, Kommentar und weiterführenden Links, fallen hin und wieder recht knapp, manchmal aber auch sehr ausführlich aus. Wem das Lesen der HZ-Gedanken zu mühselig ist: Ganz einfach weiter nach unten scrollen, dort geht es dann mit dem aktuellen Spielbericht weiter.

Halbzeitgedanken:

Der Fußballclub Erzgebirge Aue e. V., kurz FC Erzgebirge Aue, ist ein Verein aus Aue-Bad Schlema in Sachsen, der am 4. März 1946 gegründet wurde, wobei die Vorgeschichte der Vereins bis ins Jahr 1908 zurückreicht.
Aue ist seit 2003/04 relativ fester Bestandteil der 2. Liga und verbrachte während der letzten 18 Jahre nur drei Jahre in der dritten Liga.
Im Schnitt besuchen seit Jahren um die 10.000 Zuschauer die Spiele des FC Aue. Das Fassungsvermögen des Erzgebirgsstadions liegt momentan bei 16.485 Zuschauern, das hieße im Verhältnis zur Einwohnerzahl, dass Berlin ein Stadion mit über 3.000.000 Plätzen haben müsste und Osnabrück mit über 140.000, auch nicht schlecht.

Aue-Bad Schlema heißt seit dem 1. Januar 2019 durch den Zusammenschluss der Stadt Aue und der Gemeinde Bad Schlema tatsächlich so und hat 19.864 Einwohner. Diese Zwangsvereinigung stieß bei den meisten Bewohnern der beiden Orte auf alles andere als auf Begeisterung, wie mir mal Fotograf aus Aue mit eindeutigen Gesten und Worten bestätigte.

Dadurch lässt sich sicherlich auch erklären, weshalb bei der Gemeinderatswahl am 17. Juni 2024 so viele unabhängige Wählergruppen antraten. Der Christdemokrat Heinrich Kohl ist zwar seit 1999 (!) Oberbürgermeister der Großen Kreisstadt Aue-Bad Schlema, was beruhigend klingen mag, allerdings wählten 21,8 % die AfD und 12,0 % die neofaschistischen Freien Sachsen. Eine Gegend, in der ich bei aller landschaftlichen Schönheit nicht unbedingt leben möchte.

 


Beide Teams wechseln nicht zur zweiten Hälfte …

… und der VfL spielt nun in Richtung des eigenen Fanblocks.

Es entwickelt sich ein munteres Spiel, wobei die Auer nun auch spielerisch auf Augenhöhe mit dem VfL sind, wenngleich die Osnabrücker in ihren Aktionen souveräner wirken.

Beide Mannschaften wollen sich anscheinend nicht mit einem Unentschieden abfinden.


Nach 60 Minuten …

… kommt Lesueur für Badjie ins Spiel, der eine klasse Leistung gezeigt hat.

Ein Patzer von Jonsson sorgt dann für unnötige Aufregung, als sein Pass bei Stefaniak landet, der aber aus 25 Metern mit der unverhofften Chance nichts anzufangen weiß und den Ball Jonsson direkt zurück vor die Füße spielt. Uff …

Beide Mannschaften lassen so gut wie keine Chancen zu, das ändert sich allerdings in der 73. Minute: Kehl flankt von links mit viel Effet weit in den Torraum, dort sprintet Lesueur heran und spitzelt den Ball an Männel vorbei ins Netz. Es steht 2:1 für den VfL.

Nur drei Minuten später dann das 3:1. Wieder ist Leseur daran beteiligt, als er einen bereits geklärten Ball der Auer erobert, mit dem Ball Richtung Strafraum geht, quer nach links zurück zu Meißner passt, der direkt zum 3:1 links im Kasten einnetzt.

Mittlerweile sind die Osnabrücker Oldies Tesche und Ajdini auf dem Platz und die Auer erholen sich von diesem Doppelschlag nicht mehr. sodass es bis zum Abpfiff beim 3:1 bleibt.


Fazit

Nach starkem Beginn ging der VfL durch Badjie in Führung, versäumte aber die Überlegenheit für ein weiteres Tor auszunutzen und kassierte kurz vor Ende der ersten Halbzeit den Ausgleich. In der zweiten Halbzeit war das nicht sehr hochklassige Spiel lange Zeit auf Augenhöhe, aber der VfL schlug dann mit einem Doppelschlag eiskalt zu und gewann letztendlich verdient mit 3:1.  

Weiter geht es für den VfL bereits am kommenden Dienstag an der Bremer Brücke um 19.00 Uhr gegen Viktoria Köln. Am Samstag, den 7.3., muss der VfL um 16.30 Uhr bei Jahn Regensburg antreten. Alle weiteren Termine gibt es hier.


Zahlen, Daten & Fakten

 

Zuschauer*innen: 7.500, davon 600 aus Osnabrück

Tore:
0:1 Badjie (17.)
1:1 Günther-Schmidt (42.)
1:2 Lesueur (73.)
1:3 Meißner (76.)

Gelbe Karten:
(08.) Kehl
(44.) Stefaniak
(61.) Uhlmann
(84.) Zobel
(89.) Tesche

Gelb-Rote Karten:
(.)

Rote Karten:
(.)

FC Erzegebirge Aue:
Männel – Fallmann, Malone, Zobel, Collins – Clausen, Uhlmann, Günther-Schmidt, Stefaniak – Bär, Ehlers
Trainer: Christoph Dabrowski

VfL Osnabrück:
Jonsson – Fabinski, Müller, Wiemann – Pröger (87. Ajdini), Wiethaup, Wagner (87. Janotta), Christensen – Badjie (63. Lesueur), Meißner (87. Kania), Kehl (80. Tesche)
Trainer: Timo Schultz

Schiedsrichter: Justin Hasmann (26!) aus Neunkirchen (Saarland)




Statistik:
Vor der heutigen Partie trafen die beiden Clubs seit dem 31. August 2001 in 25 Pflichtspielen aufeinander. Die Bilanz lautet 10-7-8. Hier geht es zur kompletten Statistik von weltfussball.de.

Tabellarisches:
In der Kicker-Formtabelle steht der VfL mit einem Notendurchschnitt von 3,18 auf dem 3. Platz und Aue (3,54) auf dem 18. Platz. Tatsächlich spielt der VfL als 3. gegen den 17. des 25. Spieltags der 3. Liga.


Die Tabelle der 3. Liga

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