In unserem 35. VfL-Heimatabend-Podcast ziehen OR-Redakteure mit VfL-Geschäftsführer Michael Welling eine Saisonbilanz und werfen einen Blick in die Zuikunft. Ab Juli werden unsere Podcasts auch auf OS-Radio 104,8 zu hören sein.
Dieser auf den ersten Blick etwas befremdlich anmutende „Cup“ mit drei Partien á 45 Minuten fand bei aller Kritik in einer sehr angenehmen und entspannten Atmosphäre an der Brücke statt, zu der nicht nur die gute Leistung des VfL, sondern auch die freudige Erwartung und Aufgeregtheit vieler Kinder und deren Eltern beitrugen.
In der ersten Partie erzielt Higl mit langem Bein nach einer perfekten Rechtsflanke von Traoré das 1:0, zuvor hatte Wiethaup den Ball Roussillon abgenommen.
In der 24. Minute dann das 2:0 für den VfL. Wähling zieht den Ball von rechts in den Torraum, wo Tesche keine Mühe hat, das Kunstleder über die Linie zu drücken.
Und in der 32. Minute das 3:0. Higl stürmt von links auf den Wolfsburger Strafraum zu, wird nicht angegriffen und zieht vom Strafraumeck recht mutig einfach mal ab. Der Ball wird lang und länger und landet nicht ganz unhaltbar im noch längeren Eck.
In der 35. Minute das 1:3 durch Waldschnidt, der einen Lattenpraller von Arnold abstaubt.
Das war eine durchweg gute Leistung des VfL, auch wenn man solche Partien nicht allzu hoch bewerten sollte. Der VfL spielte klug, selbstbewusst und effektiv nach vorn. Besonders beeindruckend der erst sechzehnjährige Kevin Wiethaup und Omar Traoré auf der rechten Seite, aber auch Tesche, Higl und alle anderen Spieler waren mehr als nur „stets bemüht“. Diese erste Partie hat richtig Spaß gemacht.
Zudem war die Liveübertragung in der NOZ mit Susanne Fetter am Spielfeldrand sowie Benjamin Krause und Harald Pistorius als Kommentatoren besser und unterhaltsamer besetzt als so manche NDR- oder Magenta-Sport-Sendung. Also konnte ich mir die Begegnung in aller Ruhe am heimischen TV ansehen – Chromecast macht es möglich.
Die Partie gegen Hannover 96 fand dann mit einer völlig umgekrempelten VfL-Elf statt, die sich in der ersten Viertelstunde gleich zweimal bei Neuverpflichtung Adamczyk bedanken konnte, dass 96 nicht in Führung ging, und einmal beim Schiedsrichter, der den Hannoveranern einen Elfmeter versagte, obwohl Rorig den 96er Beier klar am Trikot festgehalten hatte.
Ansonsten ist das Spiel etwas langweiliger als das gegen die Wolfsburger. Unglückliche Aberwehraktionen gegen den starken Beier sorgen immer wieder für gefährliche Freistoßsitutationen, aber 96 scheint dafür noch keinen Spezialisten gefunden zu haben.
Dennoch macht der VfL seine Sache ganz ordentlich und erzielt in der 32. Minute sogar fast die Führung, aber Oduahs Flugkopfball landet am linken Pfosten. Nur drei Minuten später trifft er dann doch zum 1:0: Kleinhansl erkämpft sich den Ball in der eigenen Hälfte und spielt sofort weiter auf Köhler, der spielt steil auf Simakala, der seinerseits auf Oduha durchsteckt, dessen Schuss unhaltbar im Netz landet. Ein großartiger Angriff.
Kurz vor Ende das 1:1 durch den quirligen Beier. Er verarbeitet im Torraum eine Rechtsflanke mit einer Drehung um die eigene Achse und trifft unhaltbar zum Ausgleich. Hannover macht noch Druck, aber am Ende gewinnt der VfL den Pokal.
Zahlen, Daten & Fakten
Zuschauer:innen: 5.712
VfL Osnabrück : VfL Wolfsburg 3:1
Tore:
1:0 Higl (09.)
2:0 Tesche (25.)
3:0 Higl (32.)
3:1 Maier (35.)
VfL Osnabrück:
Kühn – Traoré, Gyamfi, Trapp, Haas – Zahmel, Tesche, Putaro – Wähling – Wiethaup, Higl
Trainer: Daniel Scherning
VfL Wolsburg:
Klinger – Heller, Guilavogui, van de Veen, Russillon – Waldschmidt, Arnold, Franjic, Berkemer – Maier, Kruse
Trainer: Nico Kovac
VfL Osnabrück : Hannover 96 0:0
Tore:
1:0 Oduah (35.)
1:1 Beier (42.)
VfL Osnabrück:
Adamczyk – Rorig, Karademir, Chato, Kleinhansl – Wulff, Köhler, Kunze – Simakala, Engelhardt, Oduah
Trainer: Daniel Scherning
Hannover 96:
Weinkauf – Muroya, Neumann, Börner, Celebi – Leopold, Stolze, Foti, Nielsen – Tresoldi, Beier
Trainer: Stefan Leitl