Der VfL gewinnt gegen einen unmittelbaren Aufstiegskonkurrenten verdient mit 1:0. Torschütze Ismail Badjie war für den verletzten Kehl eingwechselt worden, erledigte seine Aufgabe glänzend und wurde in einer von beiden Seiten intensiv geführten Partie zum Mann des Spiels. Der VfL ist dem Aufstieg nun sehr nahe und wie wir alle wissen hat Wollitz gesagt: „Wir steigen auf!“
Für den VfL geht es am kommenden Samstag, den 18.04., um 14.00 Uhr auswärts gegen den FC Ingolstadt 04 und eine Woche danach an der Brücke gegen den SC Verl. Alle weiteren Termine gibt es hier.
Unsere ohnehin umfangreiche VfL-Berichterstattung wird seit der Rückserie um ein weiteres Format ergänzt, und zwar um das „Vorspiel im Gästezimmer“ und das „Vorspiel im Wohnzimmer“.
Zur Information: Unsere Spielberichte werden wie ein Liveticker direkt am Laptop verfasst und gleich nach Schlusspfiff ohne Netz und doppelten Boden ins Internet gesetzt. Die Rubrik „Zahlen, Daten, Fakten“ wird, falls notwendig, mitunter erst einige Stunden nach dem Spiel vervollständigt, dasselbe gilt für Korrekturen von Tippfehlern.
Vor dem Spiel
Bis auf den noch immer verletzten Robin Fabinski, für den Yigit Karademir auf dem Platz steht, sind alle Spieler einsatzfähig und der VfL tritt heute mit dieser Startelf an:
Jonsson – Karademir, Müller, Wiemann – Kammerbauer, Jacobsen, Wagner, Christensen – Kopacz, Meißner, Kehl
Erwartet werden 15.741 Zuschauer:innen (ausverkauft), davon 1.500 aus Cottbus.

Beginn
Schiedsrichter Patrick Ittrich (47) aus Hamburg pfeift bei bewölktem Himmel und Temperaturen um die 12 Grad an. Anstoß haben die Gäste, die zunächst Richtung Ostkurve spielen. Beruhigend, dass ein so erfahrener Schiedsrichter wie Ittrich pfeift.
Energie hat Anstoß und spielt zunächst Richtung Ostkurve. Die ersten Minuten ist der VfL im Vorwärtsgang und nähert sich immer wieder über rechts dem Cottbusser Strafraum, doch nach wenigen Minuten verlagert sich das Spiel in die Osnabrücker Hälfte.
In der 8. Minute kommt Engelhardt nach einem Freistoß fast unbedrängt zum Kopfball, der geht allerdings recht weit übers Tor.
Kurz darauf verletzt sich Kehl nach einem Pressschlag, spielt zunächst weiter und muss dann doch in 14. Minute ausgewechselt werden. Der vermeintlich wichtigste Spieler des VfL wird postionsgetreu durch Badjie ersetzt. Wünschen wir beiden alles Gute.
Nach einer Viertelstunde …
… muss Jonsson einen Aufsetzer von Cigerci parieren, was er mit Bravour erledigt.
Cottbus ist nun die leicht überlegene Mannschaft, weiß aber aus seinen Angriffen nicht viel zu machen, zumal sich Karademir und Wiemann in der Abwehr immer wieder auszeichnen.
In der 27. Minute setzt Christensen einen Eckball weit nach rechts, dort zieht Kopacz ab, verfehlt aber das Tor um einen Meter. Immerhin ein erstes Lebenszeichen.
Dem nun allerdings eins nach dem anderen folgen. Der VfL drückt nun gewaltig aufs Tempo und bringt die Gästeabwehr arg in die Bredouille. Vorneweg Ismail Badjie, der seine Sache ganz hervorragend erledigt und immer wieder zu gefährlichen Abschlüssen kommt. In der 33. Minute verfehlt er das Tor mit einem Schlenzer nur knapp.
Gegen Ende der Halbzeit lässt der VfL etwas nach, hat aber am Ende noch eine Chance nach einem Eckball, aber Müller kommt zu später zum Kopfball und im Gegenzug kann der VfL von Glück reden, dass nach einem Fehlpass von Wiemann es Engelhardt ihm nachmacht.
Halbzeitfazit
In einer sehr intensiven und extrem spannenden, aber fairen Partie schenken sich beide Mannschaften nichts. Nach einem starken Beginn der Cottbusser wurde der VfL ab Mitte der ersten Hälfte immer besser und kam zu einigen Chancen, insbesondere durch Ismail Badjie, der Lars Kehl bislang sehr gut ersetzt.
Der VfL wechselt nicht zur zweiten Hälfte …
… bei den Cottbussern kommen Boziaris und Hannemann für Moustfa und Butler. Mit der Ostkurve vor der Brust sollten dem VfL zumindest einige druckvollere Offensivaktionen gelingen.
Das Spiel ist zunächste eine nahtlose Fortsetzung der ersten Halbzeit, bis in der 50. Minute der VfL in Führung geht. Ein belanglos wirkender Angriff auf der linken Seite durch Christensen, der flach nach innen spielt, dort steht Badjie, der keine Sekunde zögert, direkt abzieht und unten links einnetzt. Was für ein Jubel! Wem gönnt man es mehr als einem Spieler aus der eigenen Jugend? Jedenfalls krönt Badjie damit seine bis zu diesem Zeitpunkt gezeigte Leistung und lässt sich dafür ausgiebig feiern.
Nach 60 Minuten …
… hat der VfL das Spiel nach wie vor im Griff, wenngleich die Cottbusser nun notgedrungen die Schlagzahl erhöhen, doch noch gibt sich die Abwehr keine Blöße.
In der 64. Minute kommt Lesueur für den gelb-rot-gefährdeten Christensen ins Spiel.
Cottbus macht nun unentwegt Druck, kommt zu einigen Chancen, aber die Abwehr steht. Natürlich ergeben sich nun Kontermöglichkeiten für den VfL und dennoch neutralisieren sich beide Teams in dieser Endphase des Spiels eher, als dass sie echte Gefahr entwickeln.
In der 85. Minute gibt es beim VfL einen Dreifachwechsel: Für Kopacz, Karademir und Badjie kommen Riesselmann, Janotta und Henning. Natürlich hat auch Energie das Auswechselkontingent ausgeschöpft und aufgrund dieser Wechselarien und vielen kleinen Fouls kommt es auf beiden Seiten kaum noch zu einem Spielfluss.
Sechs Minuten Nachspielzeit sind durchaus gerechtfertigt.
Der VfL lässt nichts mehr anbrennen und wird von den begeisterten Fans noch weit nach dem Schlusspiff gefeiert. „Spitzenreiter!“ und „Wollitz hat gesagt: Wir steigen auf …!“ wechseln sich in Dauerschleife ab.
Fazit
Der VfL gewinnt gegen einen unmittelbaren Aufstiegskonkurrenten verdient mit 1:0. Torschütze Ismail Badjie war für den verletzten Kehl eingwechselt worden, erledigte seine Aufgabe glänzend und wurde in einer von beiden Seiten intensiv geführten Partie zum Mann des Spiels. Der VfL ist dem Aufstieg nun sehr nahe und wie wir alle wissen hat Wollitz gesagt: „Wir steigen auf!“
Für den VfL geht es am kommenden Samstag, den 18.04., um 14.00 Uhr auswärts gegen den FC Ingolstadt 04 und eine Woche danach an der Brücke gegen den SC Verl. Alle weiteren Termine gibt es hier.
Zahlen, Daten & Fakten
Zuschauer*innen: 15.741, davon 1.500 aus Cottbus
Tore:
1:0 Badjie (50.)
Gelbe Karten:
(29.) Karademir
(53.) Christensen
(55.) Hannemann
(89.) Wollitz
Gelb-Rote Karten:
(.)
Rote Karten:
(.)
VfL Osnabrück:
Jonsson – Karademir (86. Janotta), Müller, Wiemann – Kammerbauer, Wagner, Jacobsen (86. Henning), Christensen (64. Lesueur) – Kopacz (86. Riesselmann), Meißner, Kehl (14. Badjie)
Trainer: Timo Schultz
FC Energie Cottbus:
Funk – Straudi, Manu, Awortwie-Grant, Borgmann – Michelbrink, Pelivan, Boziaris – Cigerci, Hannemann – Engelhardt
Trainer: Claus-Dieter Wollitz
Schiedsrichter: Patrick Ittrich (47) aus Hamburg
Statistik:
Vor der heutigen Partie trafen die beiden Clubs seit dem 31. Juli 1999 in 16 Pflichtspielen aufeinander.
Die Bilanz lautet 6-2-6. Hier geht es zur kompletten Statistik von weltfussball.de.
Tabellarisches:
In der Kicker-Formtabelle steht der VfL mit einem Notendurchschnitt von 3,10 auf dem 2. Platz und Cottbus (3,12) auf dem 3. Platz. Tatsächlich spielt der VfL als Tabellenführer gegen Dritten des 32. Spieltags der 3. Liga.













