Der VfL gewinnt nach einer guten ersten Halbzeit bei einem unangenehmen Gegner verdient mit 1:0. Wer sechs Spiele in Folge gewinnt, sollte beruhigt in die Schlussphase der Saison gehen, an deren Ende ein Aufstieg wartet …
Für den VfL folgt nun vor der Länderspielpause ein Testspiel am Donnerstag um 18:30 gegen Borussia Mönchengladbach an der Bremer Brücke und einen Tag vorher unter Ausschluss der Öffentlichkeit gegen Hannover 96. Um Punkte geht es dann wieder am 04.04. um 14:00, wenn Schweinfurt 05 nach Osnabrück kommt. Alle weiteren Termine gibt es hier.
Unsere ohnehin umfangreiche VfL-Berichterstattung wird seit der Rückserie um ein weiteres Format ergänzt, und zwar um das „Vorspiel im Gästezimmer“ und das „Vorspiel im Wohnzimmer“.
Zur Information: Unsere Spielberichte werden wie ein Liveticker direkt am Laptop verfasst und gleich nach Schlusspfiff ohne Netz und doppelten Boden ins Internet gesetzt. Die Rubrik „Zahlen, Daten, Fakten“ wird, falls notwendig, mitunter erst einige Stunden nach dem Spiel vervollständigt, dasselbe gilt für Korrekturen von Tippfehlern.
Vor dem Spiel
In der angeblich zweiten Mannschaft von Hoffenheim stehen heute u. a. Max Moerstedt und Cole Campbell in der Startelf, die noch am Freitag in der Bundesliga-Ausgabe dieses Kunstprodukts dabei waren. „AMATEURE“ raus aus Liga 3!
Der VfL tritt heute mit dieser Startelf an (Fabinski ist verletzt und Jacobsen gelbgesperrt):
Jonsson – Karademir, Müller, Wiemann – Kammerbauer, Wagner, Wiethaup, Christensen – Kopacz, Meißner, Kehl
Erwartet werden um die 1.500 Zuschauer:innen, davon knapp 1.000 aus Osnabrück.

Beginn
Schiedsrichterin Fabienne Michel (31) aus Gau-Odernheim pfeift bei frühlingshaften Temperaturen um die 15 Grad an. Anstoß hat der in hellrosafarbenen Auswärtstrikots angetretene VfL.
Der VfL hat zunächst mehr vom Spiel und kommt in der 7. Minute zur ersten guten Gelegenheit, als Kehl auf der linken Seite Meißner in den Lauf spielt, der nach innen flankt, wo Kopacz den Ball knapp verpasst.
Das ist in der 10. Minute anders: Einen weiten Einwurf von Kammerbauer von rechts leitet Wiemann weiter, der Ball wird von Frees per Kopf Richtung Elfmeterpunkt geklärt, wo Kopacz einschussbereit steht und zum 1:0 links unten trifft.
In der 15. Minute versucht Campbell es über rechts und zieht aus spitzem Winkel ab, aber Jonsson ist auf dem Posten.
Nach einer Viertelstunde …
… scheint der VfL das Spiel im Griff zu haben und hätte in der 18. Minute das 2:0 erzielen müssen, als Meißner nach perfektem Zuspiel von Christensen sieben Meter frei vor dem Tor steht, den halbhohen Ball aber rechts neben den Pfosten setzt.
In der 26. Minute scheitert Christensen mit zwei wuchtigen Schüssen gleich zweimal an Torwart Petersson.
In der 29. Minute kommen die Hoffenheimer erneut zu einer Chance, Moerstedt zieht aus spitzem Winkel ab, aber Jonsson kann klären.
Kurz darauf ein tolle Aktion von Wiemann, als er dem einschussbereiten Engels den Ball vom Fuß abluchst.
Die Hoffenheimer haben zwar ihre Chancen zum Ausgleich, aber der VfL hatte hier über Kehl, Kopacz und Meißner bislang die weit besseren Möglichkeiten, um auf 2:0 zu erhöhen.
Es kommt im Hoffenheimer Strafraum immer wieder zu unübersichtlichen Situationen, die der VfL bislang nicht zu nutzen weiß.
Mit dem Halbzeitpfiff der ausgezeichneten Schiedsrichterin Fabienne Michel noch eine Riesenchance für Christensen, dessen Kopfball aber rechts am Tor vorbeigeht.
Halbzeitfazit
Der VfL führt hochverdient mit 1:0, hätte aber aufgrund der vielen Chancen wenigstens ein Tor mehr erzielen müssen, um sorglos in die zweite Halbzeit starten zu können.
Der VfL wechselt nicht zur zweiten Hälfte …
… und bei den Hoffenheimern kommt Yannik Lührs für Kelven Frees ins Spiel.
Die Gastgeber kommen gut aus der Pause und haben gleich durch Zeitler eine Chance, als er aus 16 Metern abzieht und der Ball knapp über die Latte geht.
Fast im Gegenzug scheiter Kopacz mit einem Schussversuch.
Erneut Chancen für die Hoffenheimer über Campbell, Bähr oder Hennrich, die Jonsson entschärfen kann. Es wird hier langsam ungemütlich.
Nach 60 Minuten …
… ist das Spiel noch völlig offen gegen diese schwer zu bespielende Hoffenheimer Mannschaft. Beide Mannschaften neutralisieren sich in dieser Phase, wobei es dem VfL nur noch selten gelingt, Gefahr zu entwickeln, in der Abwehr aber nichts anbrennen lässt.
Es kommt zu den üblichen Wechseln. Beim VfL steht nun Badjie für Kopacz auf dem Feld, auf dem ansonsten nach wie vor nicht viel passiert.
1.676 Zuschauer tragen zur befremdlichen Atmosphäre in diesem absurden Dorfplatzstadion bei, dass in trumpscher Manier den Namen des Geldgebers trägt.
In der 80. Minute kommen dann Tony Lesueur und Robert Tesche für Lars Kehl und Kevin Wiethaup und bringen wieder etwas mehr Fluss ins Spiel.
Wagner holt sich noch rein zufällig im Vorbeigehen seine fünfte gelbe Karte ab, sodass er beim nächsten Spiel gegen Schweinfurt 05 gesperrt ist.
Die letzten Minuten ist nun dank der vergebenen Chancen in der ersten Halbzeit etwas Zittern angesagt, wenngleich die Abwehr einen gewohnt sattelfesten Eindruck macht.
In der 93. Minute noch eine tolle Aktion des eingewechselten Julian Kania, als er sich bis rechts in den Strafraum durchtankt und scharf abzieht, aber Petersson reagiert glänzend.
Dann ist das Spiel zu Ende und der VfL ist einen entscheidenden Schritt in Richtung Aufstieg weitergekommen.
Fazit
Der VfL gewinnt nach einer guten ersten Halbzeit bei einem unangenehmen Gegner verdient mit 1:0. Wer sechs Spiele in Folge gewinnt, sollte beruhigt in die Schlussphase der Saison gehen, an deren Ende ein Aufstieg wartet …
Mönchengladbach an der Bremer Brücke und einen Tag vorher unter Ausschluss der Öffentlichkeit gegen Hannover 96. Um Punkte geht es dann wieder am 04.04. um 14:00, wenn Schweinfurt 05 nach Osnabrück kommt. Alle weiteren Termine gibt es hier.
Zahlen, Daten & Fakten
Zuschauer*innen: 1.676, davon 1.000 aus Osnabrück
Tore:
0:1 Kopacz (10.)
Gelbe Karten:
(67.) Lührs
(67.) Kopacz
(88.) Wagner
(90.+5.) Dagdeviren
Gelb-Rote Karten:
(.)
Rote Karten:
(.)
TSG Hoffenheim II:
Petersson – Erlein, Dagdeviren, Frees, Bähr – Engelns, Lässig – Hennrich, Campbell, Zeitler – Moerstedt
Trainer: Stefan Kleineheismann
VfL Osnabrück:
Jonsson – Karademir, Müller, Wiemann – Kammerbauer, Wagner (90.+2 Janotta), Wiethaup (79. Tesche), Christensen – Kopacz (73. Badjie), Meißner (90.+2 Kania), Kehl (79. Lesueur)
Trainer: Timo Schultz
Schiedsrichterin: Fabienne Michel (31) aus Gau-Odernheim
Statistik:
Gegen Kunstprodukte gibt es naturgemäß keine Statistik.
Tabellarisches:
In der Kicker-Formtabelle steht der VfL mit einem Notendurchschnitt von 3,12 auf dem 2. Platz und Hoffenheim (3,43) auf dem 13. Platz. Tatsächlich spielt der VfL als Tabellenführer gegen den 15. des 29. Spieltags der 3. Liga.













