Hauptsache gewonnen! Der VfL siegt mit viel Glück beim SC Verl mit 1:0!

Der VfL gewinnt vor über 5.000 mitgereisten Fans mit sehr viel Glück, etwas Geschick und einer soliden Abwehrleistung beim erwartet starken SC Verl durch ein Tor von Noel Niemann mit 1:0. Schwamm drüber, denn in dieser entscheidenden Phase zählt allein der Sieg.

Für den VfL geht es am kommenden Sonntag an der Bremer Brücke gegen den SV Meppen weiter, danach folgen zum Saisonabschluss zwei Samstagsspiele: in Köln gegen die Viktoria und in Osnabrück gegen Borussia Dortmiund II.

Zur Information: Hier gibt es stets unsere aktuellen VfL-Podcasts und Kallas Einwürfe rund um die Uhr zu hören. Ansonsten wird der aktuelle VfL-Podcast jeden Donnerstag von 19.00 bis 20.00 Uhr auf OS-Radio 104,8 übertragen und „Kallas Einwurf“ jeden Montag und Freitag mehrmals am Tag.


Vor dem Spiel

Nach dem nervenzermürbendem Spiel gegen den FSV Zwickau brauchten Fans und Mannschaft wohl erst einmal Zeit, um für den Endspurt in der 3. Liga Kräfte zu sammeln.

Die Ergebnisse am WE waren nicht so erfreulich für den VfL: Saarbrücken meldete sich nach dem glücklichen 1:0-Sieg in Oldenburg zurück und ob der Sieg der Dresdner gegen Wehen am Ende gut oder schlecht war, wird sich erst bei der Endabrechnung herausstellen.


Nachtrag: Nach dem heutigen Spiel sehen Restprogramm und Punkte- sowie Tordifferenz (P/TD) so aus:

Dresden (63 P., TD +22)
13.5. Zwickau (a), 22.5. Meppen (a), 27.5. Oldenburg (h)

Wiesbaden (63 Punkte, Tordifferenz +18)
13.5. Verl (h), 20.5. Elversberg (a), 27.5. Halle (h)

VfL (63 Punkte, Tordifferenz +18)
14.5. Meppen (h), 20.5. Vikt. Köln (a), 27.5. BVB II (h)

Saarbrücken (62 Punkte, Tordifferenz +22)
13.5. Halle (H), 21.5. Duisburg (A), 27.5. Vikt. Köln (H)

 

Kommen wir zum heutigen Spiel: Für den gelbgesperrten Maxwell Gyamfo rückt Niklas Wiemann in die Startelf, die ansonsten der Erfolgself der Vergangenheit entpricht, also Noel Niemann für Leandro Putaro.

Unter den gut 6.000 Zuschauer*innen sind wenigstens 5.000 aus Osnabrück, die trotz Stimmungsboykott der Ultras eingermaßen Lärm veranstalten und sich wie üblich ihrer Herkunft versichern: „Wir sind die Osnabrücker, wir sind immer da …“


Beginn

Schiedsrichter Konrad Oldhafer aus Hamburg pfeift bei Temperaturen um die 20 Grad an. Anstoß haben die ganz in Lila angetretenen Osnabrücker, die zunächst in Richtung eigener Fankurve spielen. 

Nach fünf Minuten ein erster guter Angriff des VfL: Kunze treibt nach einem Fehlpass von Corboz den Ball nach vorn, spielt nach links auf den mitgelaufenen Niemann ab, der aber aus 12 Metern  am Verler Torwart und Ex-Vfler Tim Wiesner scheitert.  

Nach einigen Verler Angriffen, aus denen immerhin drei Eckbälle resultieren, kommt der VfL ab der 10. Minute richtig gut ins Spiel und zu einigen vielversprechenden Chancen, die aber allesamt nicht konsquent ausgespielt werden. 


Nach einer Viertelstunde …

… ist das Spiel völlig ausgeglichen. Die Verler verstecken sich hier nicht und das Spiel wird von beiden Seiten mit viel Engagment geführt, drei gelbe Karten in wenigen Minuten bezeugen das. In der 23. Minute bereitet Grodowskis 20-Meter-Schuss Kühn keine Probleme. Im Gegenzug spielt Tesche auf Simakala, dessen Schuss aus der Drehung im letzten Moment von Paetow geblockt werden kann.

Das Spiel ist nach wie vor offen, wenngleich der VfL die etwas besseren Chancen hat und die reifere Spielanlage zeigt.

Und dann kracht es: Der von jetzt an ehemalige Chancentod Noel Niemann treibt den Ball aus dem linken Halbfeld nach vorn, wird nicht angegriffen und zieht aus 18 Metern einfach ab. Der Ball wird von Baack abgefälscht und landet unhaltbar rechts im Verler Kasten.

Die Führung ist zwar verdient, aber die Verler geben sich nicht geschockt und greifen unermüdlich das Osnabrücker Tor an. Ein Kopfball von Grodwoski geht am zweiten Pfosten vorbei ins Toraus und kurz darauf schießt Wolfram übers Tor. Die Bombenchance zum Ausgleich dann aber in der 40. Minute: Baack flankt von rechts in den Strafraum, dort steigt Otto fast ungehindert in die Luft und köpft den Ball zielgenau ins Ecke, aber Kühn kann mit einer Glanzparade den Ball um den Pfosten schaufeln.  

Kurz vor Abpfiff noch ein Schuss von Sessa über das Tor und das sollte für den VfL Warnung genug für die zweite Halbzeit sein. 

Niemann trifft zum 1:0 - Foto Marc NiemeyerNiemann trifft zum 1:0 - Foto Marc Niemeyer
Foto: Marc NiemyerFoto: Marc Niemyer

Halbzeitfazit

Der VfL hatte das Spiel zunächst recht ordentlich im Griff und erzielte die zu diesem Zeitpunkt nicht unverdiente Führung. Danach zeigten die Verler aber, warum sie so gut in der Liga dastehen und erarbeiteten sich etliche Chancen. Am Ende hat es der VfL allein Kühn zu verdanken, nicht den Ausgleich erhalten zu haben. Der VfL muss eine gewaltige Schippe drauflegen, wenn er hier als Sieger vom Platz gehen will … 


Der VfL wechselt nicht zur zweiten Hälfte …

… bei den Verlern stehen nun Ochojski und Tugbenyo für Baack und Grodowski auf dem Platz. Die beiden kommen gut ins Spiel: Flanke von Ochjski und Tugbenyos Kopfball kann Kühn klären. Der VfL steht in meinen Augen viel zu tief und lädt die Verler dadurch immer wieder in die eigene Hälfte ein und die rennen unentwegt auf das Osnabrück Tor zu.

Gyamfis Ersatz Wiemann macht seine Sache bislang sehr gut und als Beermann nach einer Verletzung in der 53. Minute ausfällt, kommt Chato rein. Der VfL spielt nun also zum ersten Mal mit Wiemann und Chato in der Innenverteidigung. Hoffentlich geht das gut.

Der VfL gerät bei zwei, drei Aktionen der Verler regelrecht ins Schwimmen, doch landet der Ball am Ende immer im Aus oder beim VfL.


Nach 60 Minuten …

… hat der SC Verl weit mehr vom Spiel als der VfL und ist dem Ausgleich verdammt nah, zumal es kaum noch Entlastungsangriffe gibt. Die Fans geben nun wirklich alles, aber der Funke springt einfach nicht über. Der VfL kämpft zwar aufopferungsvoll, wirkt aber insbesondere bei den Kontern ideenlos.

Im Grund hat der SC Verl das Spiel und den VfL völlig im Griff, vergisst nur das Toreschießen. So, wie der VfL anscheinend vergessen hat, selbst über einen Sturm zu verfügen. Der Sieg hängt am seidenen Faden. In der 79. Miniute kommt Rorig für Niemann ins Spiel, die Verler haben mittlerweile das Wechselkontingent ausgeschöpft. 

Laut dem Wettanbieter bet365 haben die Verler 66 % Ballbesitz und können bislang mehr als doppelt so viele Angriffe wie der VfL verbuchen.

Drei Riesenchancen werden von den Verlern Ochojski,  Wosz und Kammerbauer vergeben. Der VfL zelebriert den reinen Verhinderungsfußball, von spielerischer Klasse ist hier rein gar nichts zu spüren. Ich warte nur auf den Spruch, wer solche Spiele gewinnt, der steigt auch auf.

Immer wieder Verl, der VfL schafft es kaum, den Ball vom Strafraum fernzuhalten. Eine Minute vor Ende zieht Paetow aus sechs Metern ab, doch der Ball streift links am Pfosten vobei. Dann hat der Schiri ein Einsehen und pfeift ab.


Fazit

Der VfL gewinnt vor über 5.000 mitgereisten Fans mit sehr viel Glück, etwas Geschick und einer soliden Abwehrleistung beim erwartet starken SC Verl durch ein Tor von Noel Niemann mit 1:0. Schwamm drüber, denn in dieser entscheidenden Phase zählt allein der Sieg.

Für den VfL geht es am kommenden Sonntag an der Bremer Brücke gegen den SV Meppen weiter, danach folgen zum Saisonabschluss zwei Samstagsspiele: in Köln gegen die Viktoria und in Osnabrück gegen Borussia Dortmiund II.

 

Zahlen, Daten & Fakten

Zuschauer*innen: 6.015, davon 5.015 aus Osnabrück

Tore:
0:1 Niemann (32.)

Gelbe Karten:
(14.) Simakala
(20.) Baack
(22.) Tesche
(47.) Stöcker
(69.) Corboz
(89.) Mikic

SC Verl:
Wiesner – Sapina (58. Kammerbauer), Paetow, Mikic, Stöcker – Corboz, Baack (46. Ochojski), Sessa (78. Wosz) – Wolfram (73. Probst), Otto, Grodowski (46. Tugbenyo)
Trainer: Michel Kniat

VfL Osnabrück:
Kühn – Traoré, Wiemann, Beermann (53. Chato), Kleinhansl – Kunze (90.+1 Wulff), Köhler, Tesche – Niemann (79. Rorig), Engelhardt , Simakala (90. Heider)
Trainer: Tobias Schweinsteiger

Schiedsrichter: Konrad Oldhafer (Hamburg)



Statistik:
Vor der heutigen Partie trafen die beiden Clubs seit dem 10. Dezember 2016 in sieben Pflichtspielen aufeinander. Die Bilanz lautet 4-0-3 für den VfL. Hier geht es zur kompletten Statistik von weltfussball.de.

Tabellarisches:
Laut Kicker-Formtabelle spielt der Tabellenzweite VfL (3,08) gegen den 16. aus Verl (3,23). Tatsächlich spielt der VfL als Tabellenfünfter des 34. Spieltags der 3. Liga gegen den 10. aus Verl.

 



Hier geht es zur aktuellen Tabelle der 3. Liga

 

 

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