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Sonntag, 2. März 2025
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Osnabrücker PV-Leistung seit 2021 verdoppelt

Für die Energiewende ist Netzausbau unabdingbar

Die Leistung der in Osnabrück installierten PV-Anlagen hat sich in den vergangenen drei Jahren verdoppelt. Zudem wurde auch 2024 wieder ein Spitzenwert bei neuen Solaranlagen erreicht. Doch das birgt auch Herausforderungen.

Was den Zubau von Photovoltaikanlagen angeht, reiht Osnabrück Rekordjahr an Rekordjahr: Waren es 2023 1555 neue PV-Anlagen unterschiedlicher Größe, wurden 2024 1664 Anlagen neu an das öffentliche Stromnetz angeschlossen. In der Summe erhöhte sich die installierte Solarleistung um rund 20.000 kWp oder circa 33 Prozent auf mehr als 79.000 kWp. Rein rechnerisch könnten damit mehr als 20.000 Haushalte mit Strom versorgt werden.


Energiewende geht nur mit Netzausbau

„Die Energietransformation hat bereits richtig an Fahrt aufgenommen und das ist im Hinblick auf die Klimaziele von Bund, Land und Stadt genau richtig. Allerdings muss auch der Netzausbau Schritt mit dieser Entwicklung halten“, sagt Tino Schmelzle, Geschäftsführer der SWO Netz. Für die wachsende Zahl an Ladepunkten für E-Autos, immer mehr Wärmepumpen und gleichzeitig mehr eingespeiste Leistung durch PV-Anlagen ist das Stromnetz nicht ausgelegt. „Daher werden wir weiter in unser Stromnetz investieren, Kapazitäten ausbauen und das Netz insgesamt smarter machen. Dafür sind auch Baustellen nötig und wir werben für Verständnis, dass ohne sie die Energiewende nicht gelingen kann“, bekräftigt Schmelzle.

Konkret sind es vor allem kleine PV-Anlagen und Balkonkraftwerke, deren Anzahl in Osnabrück zunimmt. Rein anteilsmäßig haben sie mit insgesamt rund 1.000 kWp zwar einen vergleichsweise geringen Stellenwert, doch ihre Zahl steigerte sich von 48 im Jahr 2021 auf nunmehr 1260. Unterdessen verlangsamte sich rein mengenmäßig der Zubau neuer Dachanlagen. Nach 1.191 Neuanlagen im Jahr 2023 waren es nun 992. Rund 19.000 kWp neuinstallierte Leistung sprechen jedoch dafür, dass zwar weniger Anlagen, aber dafür mit jeweils mehr Leistung installiert wurden.

„Die Klimaziele sind ambitioniert – und wir werden sie nur in Gemeinschaft erreichen können. Unser Netz fit zu machen für die Zukunft ist unser Beitrag zum Gelingen der Energiewende“, sagt Schmelzle. Der SWO Netz-Geschäftsführer wirbt darum, geplante PV-Anlagen rechtzeitig anzumelden. „Aufgrund der Vielzahl an neuen Anlagen ist ein gewisser Vorlauf für uns vorteilhaft, damit die Inbetriebnahme später reibungslos laufen kann“, betont Schmelzle. Wichtig sei zudem, dass auch Balkonkraftwerke im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur registriert werden.


Hintergrund: SWO Netz GmbH

Die SWO Netz GmbH ist ein 100-prozentiges Tochterunternehmen der Stadtwerke Osnabrück und für die Planung, den Bau und den Betrieb der Infrastrukturnetze im Stadtgebiet zuständig. Das umfasst die Sparten Strom, Gas, Wasser, Abwasser, Telekommunikation sowie Straßenbeleuchtung.

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