Eindrucksvolles Laufen gegen Rassismus

Über 500 Teilnehmende teilten sich zwei Strecken

Trotz kühler Temperaturen ließen sich gestern um 14 Uhr über 500 Sportfreudige nicht davon abhalten, mit Laufschuhen für ein friedliches, demokratisches und antirassistisches Osnabrück einzutreten. Sara Josef, Geschäftsführerin des Vereins EXIL und neben dem städtischen Büro für Friedenskultur Veranstaltende des im Museumsquartier/Cafe Felka gestarteten Events, freute sich bei ihrer Begrüßung riesig: „Das beweist wieder einmal, wie viele Menschen in Osnabrück bereit sind, mit wirklich allen Kräften gegen Rassismus einzutreten.“

Die OR hatte natürlich aktiv mitgeholfen, für das Event zu werben. Immerhin konnte die gesamte Läufer*innen-Riege für sich verbuchen, die Zahl der Teilnehmenden gegenüber dem Vorjahr (da waren 400 am Start) um beachtliche 25% gesteigert zu haben.

Mindestens 13 Startende trugen das Emblem von HelpAge. Nach dem Lauf, das galt für alle 500 Teilnehmenden, wirkten nicht mehr alle so frisch wie auf dem Foto, das den Beginn präsentiert. Foto: HelpAge

Mit auf den beiden Laufstrecken waren auch mehr als ein Dutzend Aktive der NGO „HelpAge“, die sich mit unterstützten Hilfsprojekten zwölf Monate im Jahr für humanitäre Projekte zugunsten älterer Menschen in der Welt einsetzen. Das Symbol „Jede Oma zählt“ bezieht sich beispielsweise auf ein Hilfsprojekt in Tansania, mit dem Großmütter, deren eigene Kinder an AIDS verstorben sind, ihre Enkelinnen und Enkel großziehen.

Auswählen konnten Teilnehmende neben der längeren auch eine kürzere Strecke von 6 km, die vom gemeinsamen Startpunkt VHS über das Klinikum und zurück zum VHS-Vorplatz führte. Die längere Variante zählte 11 km und beinhaltete die Umrundung des Rübbenbruchsees – ehe das Stüve-Denkmal die Zurückkehrenden mit mürrischem Blick unterhalb des VHS-Gebäudes in Empfang nahm.

Eine eindrucksvolle Fotoserie präsentiert für die NOZ Sebastian Dannenberg, die mit einem schnellen Klick zu betrachten sind. Der betagtere Autor dieses Kurzbeitrags hat in jüngeren Lebensjahren schon schnellere Läufe hinter sich gebracht. Aber kein einziger der teilnehmenden Menschen lief nach Zeit – so dass der klagende Autor auch mit 66 Minuten für 11 Kilometer seinen inneren Frieden machen konnte.

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