Kura/Bajus: Mit klaren Regeln und fairen Fristen das Tierwohl verbessern
Niedersachsen steigt aus der Anbindehaltung von Rindern aus. Mit dem Inkrafttreten des entsprechenden Runderlasses des Landwirtschaftsministeriums in Hannover wird eines der wichtigsten Tierschutzvorhaben der vergangenen Jahre umgesetzt. „Jetzt wird aus einer gemeinsamen Vereinbarung konkrete Praxis. Das ist ein großer Schritt für mehr Tierwohl in Niedersachsen“, sagen dazu die Grünen-Landtagsabgeordneten Anne Kura und Volker Bajus aus Osnabrück.
Nach den Vorgaben des Erlasses soll die Anbindehaltung von Rindern künftig grundsätzlich beendet werden. Für betroffene Betriebe gelten dabei gestaffelte Übergangsfristen, die ausreichend Zeit für Umstellungen oder einen geordneten Ausstieg aus der Haltung geben. „Wir verbinden konsequenten Tierschutz mit Planungssicherheit für die Landwirtschaft. Das schafft Klarheit und Verlässlichkeit für alle Beteiligten“, betont Kura. Rinder seien soziale und bewegungsaktive Tiere, deren natürliche Bedürfnisse in der Anbindehaltung nur unzureichend berücksichtigt werden könnten. „Wer einmal erlebt hat, wie Kühe nach einem langen Winter auf die Weide laufen, erkennt sofort, wie wichtig Bewegung für diese Tiere ist. Deshalb ist es richtig, diese Haltungsform zu überwinden“, so die Landtagsabgeordnete.

Dieser Weg, so Volker Bajus, sei mit Vertreter*innen aus Landwirtschaft, Wissenschaft und Tierschutz erarbeitet worden. Das Ergebnis eines intensiven Dialogs zeige, dass sich Tierwohl und Praxisnähe miteinander verbinden lassen.
„Viele Landwirt*innen haben bereits in tiergerechtere Haltungssysteme investiert. Der nun geltende Erlass sorgt dafür, dass sich dieser Weg künftig flächendeckend durchsetzt. Das stärkt nicht nur den Tierschutz, sondern auch die Akzeptanz der Nutztierhaltung in unserer Gesellschaft“, sagt Bajus. Für den Grünen-Politiker ist das Inkrafttreten des Erlasses ein deutliches Signal für die Zukunft der Landwirtschaft in Niedersachsen: „Wir schaffen bessere Bedingungen für die Tiere und geben den Betrieben gleichzeitig einen klaren und fairen Rahmen für die Umstellung. Das ist ein wichtiger Erfolg für den Tierschutz und ein weiterer Schritt hin zu einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Landwirtschaft.“











