Rostra: Ein Titel mit langer Tradition
Gern gibt die OR jungen Kolleg*innen aus schulischen Redaktionstischen die Gelegenheit, sich dem OR-Lesepublikum mit eigenen Beiträgen vorzustellen. Dank einer erfolgreichen Vermittlung unseres Redaktionsmitglieds Toni Theilmeier machen engagierte Schüler*innen aus dem Ratsgymnasium den ersten Aufschlag. Der unten präsentierte Beitrag stammt aus der Tastatur der Rats-Zeitung „Rostra“, formuliert von Judith Blömer. Herzlichen Dank, liebe Judith!
Dies vorweg: Was ist Rostra? Es ist die Schülerzeitung des Ratsgymnasiums, die seit über einem Dreivierteljahrhundert erscheint. Die OS-Rundschau träumt von so etwas, woran man sofort erkennen kann: Auch wir können etwas lernen. Kaum zu glauben: Die beiden OR-Chefredakteure Heiko Schulze und Kalla Wefel waren vor deutlich mehr als 50 Jahren beide auch schon Mitglied der Rostra-Redaktion.
Die Redaktionen der beiden Publikationen beabsichtigen, in Zukunft zum gegenseitigen Nutzen zusammenzuarbeiten. Darauf freuen sich nicht nur wir bei der OS-Rundschau, sondern auch die Rats-Schülerinnen, die federführend in der Rostra-Redaktion arbeiten. Als Beleg für engagierten Rostra-Journalismus dokumentieren wir nun, wie oben angekündigt, den folgenden Beitrag von Judith Blömer.
„Wir brauchen sozial gerechten Klimaschutz“
Klimademonstration in Osnabrück: Am Freitag, den 24. April, demonstrierten in Osnabrück rund 300 Menschen für mehr Klimaschutz und eine schnellere Energiewende. Organisiert wurde die Demonstration von Fridays for Future Osnabrück unter dem Motto „Reiche stoppen — Energiewende zurückholen“.

Bereits ab 14 Uhr fanden auf dem Theatervorplatz die ersten Kundgebungen statt, anschließend zog der Demonstrationszug durch die Innenstadt und über den Wall zurück zum Theater.
Während der Kundgebungen hielten verschiedene Initiativen Redebeiträge. Dabei ging es vor allem um Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit und den Ausbau erneuerbarer Energien. Ein Mitglied der Gruppe „Bunt und solidarisch“ betonte, dass Klimaschutz alle Menschen betreffe. Aussagen wie „Egal wie unterschiedlich wir sind, wir wollen alle gut und sicher leben“ oder „Wir brauchen sozial gerechten Klimaschutz“ wurden von den Anwesenden mit Applaus aufgenommen. Auch wurde eine Nachricht an die jüngeren Generationen formuliert: „Demokratie lebt vom Mitmachen“.
Andere Gruppen äußerten deutliche Kritik an der Politik der deutschen Wirtschaftsministerin Reiche: „Dieser Kapitalismus ist nicht klimagerecht“, erklärte das Unordnungsamt Osnabrück. Außerdem forderte es „ein gutes Leben für alle, nicht nur für wenige“.
Ein Mitglied von „Scientists for Future“ verwies darauf, dass Strom aus erneuerbaren Energien inzwischen günstiger sei als Energie aus Gas. Zudem wurde kritisiert, dass trotz dieser Entwicklung weiterhin stark auf fossile Energieträger gesetzt werde.
Auch lokale Themen spielten eine Rolle: In einem Redebeitrag wurde der öffentliche Nahverkehr in Osnabrück angesprochen. Kritisiert wurde vor allem, dass viele Buslinien unnötige Umwege fahren müssten, damit sie über den Neumarkt fahren können, und das Bussystem stark überlastet sei.
Die Demonstration verlief insgesamt friedlich und war Teil eines bundesweiten Aktionstages von Fridays for Future. Die Demonstrierenden wollten damit zeigen, dass viele Menschen weiterhin mehr Einsatz gegen die Klimakrise fordern — sowohl lokal als auch auf bundesweiter Ebene.
Die von Toni Theilmeier gemachten Fotos gibt es hier per Klick.












