Gedenkfahrt für getötete Radfahrer*innen in Osnabrück
Sogenannte Ghostbikes fallen im Straßenbild des Alltags vermehr auf und erinnern allesamt an getötete Radfahrende, die womöglich bei radfreundlicher Verkehrspolitik noch leben könnten. An jene Verkehrsopfer soll beim „Ride of Silence“ am Mittwoch, den 20. Mai, gedacht und erinnert werden. Der Ride of Sielnce ist die stille Gedenkfahrt für jene im Verkehr getöteten Radfahrer*innen sowie für alle Verkehrsopfer, die weltweit an diesem Tag stattfindet.
„In Deutschland kommt jeden Tag ein Radfahrender im Verkehr ums Leben, viele werden schwer oder leicht verletzt. Dieses Leid muss endlich aufhören“ sagt Wolfgang Driehaus, verkehrspolitischer Sprecher de ADFC Osnabrück. „Wir wollen mit dieser Fahrt ein Zeichen setzen für die ‚Vision Zero‘, die Forderung für Null Verkehrstote und Schwerverletzte auf unseren Straßen. Denn das unnötige und gewaltsame Sterben auf unseren Straßen muss aufhören – in Osnabrück und überall.“
Die Zahl hier getöteter Radfahrender*innen ist im letzten Jahr nach Angaben des ADFC von 9 auf 2 stark zurückgegangen. Dennoch heißt es noch viel zu oft: „Er kommt nicht mehr nach Hause.“
Der Ride of Silence ist als Demonstration angemeldet und wird von der Polizei begleitet wie abgesichert. Der ADFC Osnabrück freut sich über viele Mitfahrende auf der insgesamt 12 km langen Strecke, die an den Unfallstellen der letzten Jahre vorbeiführt. An den Ghostbikes, den weißen Fahrrädern, soll gehalten und zum Gedenken Blumen niederlegt werden.
Der Ride of Silence beginnt um 19 Uhr auf dem Platz des 17. Juni vor der OsnabrückHalle, das Ende ist zu 21 Uhr geplant.












