Gastbeitrag von Susanne Niermann
Spielplatz an der Eichhofstraße steht in praller Sonne
Kloster Oesede. Auf dem Spielplatz an der Eichhofstraße fehlt es an Schatten. Bäume gibt es dort bislang nicht. Auch das von der Stadt Georgsmarienhütte vor rund eineinhalb Jahren angekündigte Sonnensegel über dem Sandkasten wurde bisher nicht aufgestellt.
Gerade in den Sommermonaten wird der Aufenthalt auf dem Spielplatz dadurch schwierig. Kinder und ihre Eltern sind der direkten Sonne ausgesetzt. Dabei könnten Bäume langfristig für natürlichen Schatten sorgen und gleichzeitig einen wertvollen Beitrag für ein angenehmeres Spielplatzklima leisten. Im vergangenen Herbst wurden deshalb im Rahmen einer Challenge zwei Apfelbäume auf der Freifläche des Spielplatzes gepflanzt. Sie sollen in den kommenden Jahren wachsen und künftig Schatten für Kinder, Eltern und ältere Menschen spenden. Auch Sitzgelegenheiten unter den Bäumen waren bereits angedacht. Da der Spielplatz häufig von Bewohnerinnen und Bewohnern nahegelegener Seniorenheime besucht wird, könnten die schattigen Plätze auch ihnen zugutekommen.
Auch für Kindergartengruppen würde dadurch ein geschützter Aufenthaltsort entstehen. Eine weitere Idee der Anwohnerinnen und Anwohner findet ebenfalls großen Anklang: Wenn die ersten Äpfel geerntet werden können, könnten die Kinder daraus gemeinsam einen Apfelkuchen backen. Umso größer war die Überraschung, als nun ein Schreiben der Stadt Georgsmarienhütte einging. Darin wird die Entfernung der beiden Bäume angekündigt. Als Begründung werden unter anderem mögliche Gefahren durch herabfallendes Obst und Wespen genannt. Für die Anwohnerinnen und Anwohner ist diese Begründung schwer nachvollziehbar. Natürlich müssen Spielplätze sicher sein. Doch angesichts zunehmender Sommerhitze stellt sich zugleich die Frage, wie Kinder besser vor intensiver Sonneneinstrahlung geschützt werden können. Natürliche Schattenspender wie Bäume könnten dabei langfristig eine wichtige Rolle spielen.
Dieser Sommer macht erneut deutlich, wie sehr sich unser Klima verändert. Gerade deshalb erscheint es vielen Anwohnerinnen und Anwohnern sinnvoll, heute Bäume zu pflanzen, die in Zukunft Schatten spenden können. Die Diskussion um die beiden Apfelbäume ist deshalb längst mehr als eine Frage der Gestaltung eines Spielplatzes. Sie berührt die Frage, wie wir unsere öffentlichen Räume angesichts zunehmender Hitze für Kinder, Familien und ältere Menschen gestalten wollen. Die Bitte der Anwohnerinnen und Anwohner ist daher klar: Die Bäume sollen bleiben und wachsen dürfen: Für die Kinder von heute und für die kommenden Generationen.












