„Bei Digitaler Gewalt den Ernst der Lage nicht erkannt“

Landkreis Osnabrück: Olbricht und Bossmann kritisieren übrige Fraktionen

Lange bevor der Fall Collien Fernandez in die Schlagzeilen geraten ist, hat sich der Kreistag mit dem Thema Digitale Gewalt beschäftigt. Denn zum wiederholten Male beantragte die Frauenberatungsstelle beim Landkreis Osnabrück eine finanzielle Unterstützung für die Beratung von betroffene Frauen und zum wiederholten Male wurde der Antrag mehrheitlich abgelehnt.

„Wir waren die einzige Fraktion, die geschlossen für eine Unterstützung der Beratung bei Digitaler Gewalt gestimmt haben,“ hebt Jutta Olbricht, Vorsitzende der SPD-Kreistagsfaktion hervor. „Wir sind von der Notwendigkeit der Aufklärungsarbeit bei Digitaler Gewalt schon lange überzeugt.“ „Auch der Besuch der Frauenberatungsstelle in Osnabrück machte deutlich, wie wichtig die Beratung von Frauen ist, die von Digitaler Gewalt betroffen sind“, erläutert Gerd Bossmann, Mitglied der Ausschuss für Soziales, Senioren und Gleichstellung.

Eine ernsthafte Auseinandersetzung mit diesem Thema hätte den anderen Fraktionen im Kreistag, aber auch der Kreisverwaltung gutgetan. Die ablehnende Haltung der übrigen Abgeordneten gegenüber der Beratung bei Digitaler Gewalt und auch die Stellungnahme des Landkreises Osnabrück, die lediglich auf die in Schulen stattfindenden Veranstaltung hingewiesen haben, zeige, dass der Ernst der Lage nicht erkannt wurde und die Augen vor der Wirklichkeit verschlossen worden sind.

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