Gegen Faschist*innen – egal, ob gegen deutsche oder gegen türkische …

Antifaschistische Mitmach-Kampagne „Den Rechten die Räume nehmen“ widmet sich den „Grauen Wölfen“

Die antifaschistische Mitmach-Kampagne „Den Rechten die Räume nehmen“ hat seit dem 19.Oktober eine Übersicht zu den sogenannten „Grauen Wölfen“ veröffentlicht. Bei den Grauen Wölfen handelt es sich um türkische extreme Rechte, welche in vielen Städten Deutschlands aktiv sind, auch in Osnabrück, und nach der AfD die größte rechtsradikale Bewegung darstellen. Ziel der Veröffentlichung ist es, Öffentlichkeit und Bewusstsein über diese Bewegung, ihre Netzwerke und Aktivitäten sowie ihrer Ideologie zu schaffen.

Pressesprecher Markus Löwekamp dazu: „Die Grauen Wölfe tauchen in der öffentlichen Debatte meist nicht auf, obwohl sie personell wie organisatorisch eine Bedrohung für viele Menschen sind. Das hängt natürlich nicht zuletzt auch damit zusammen, dass sie insbesondere andere Minderheiten in der Bundesrepublik angehen, bspw. Kurd*innen und Armenier*innen, das bekommen viele überhaupt nicht mit“. Zum zentralen Feindbild der türkischen Faschist*innen zählen insbesondere Kurd*innen, Armenier*innen, Alevit*innen, Juden und Jüdinnen, Griech*innen sowie linke Türk*innen.

Die Kampagne stellt heraus, dass die Grauen Wölfe durch ihre Arbeit in Kultur- und Moscheevereinen versuchen einen starken Einfluss auf die türkische Community auszuüben. Dabei kooperieren sie häufig mit städtischen und zivilgesellschaftlichen Akteuren, indem sie ihre Präsenz als kulturelle Vielfalt darstellen. „Die Bewegung der türkischen Faschist*innen ist leider ziemlich bewandert darin, ihre Organisationen in der deutschen Mehrheitsgesellschaft als kulturelle Bereicherung zu präsentieren. Menschenfeindliches Gedankengut ist das aber niemals, egal welche Herkunft seine Träger*innen haben. Gerade wegen dieser Strategie ist Aufklärung so wichtig“, so Löwekamp weiter.

Die Kampagne stellt dabei heraus, dass eine klare antifaschistische Haltung dabei auch bedeutet, einer rassistischen Deutung von türkischem extremen Rechten zu widersprechen. „Die Grauen Wölfe sind zu bekämpfen, weil sie Faschist*innen sind, nicht aufgrund ihrer Herkunft. Gerade weil ihre Opfer meist Migrant*innen sind, ist hat es aber nichts mit Solidarität zu tun, dazu zu schweigen.“

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