Drittes offene Treffen der Initiative „Aktion NOZ-kritisch“
Das dritte Offene Treffen der Initiative „Aktion NOZ-kritisch“ (ANK) am 19.Mai in der Lagerhalle Osnabrück fand erneut guten Zuspruch. ANK-Mitglied Maximilian Hempel verwies in seiner Begrüßung auf die wachsende Verbreitung der Initiative, was sich unter anderem an Teilnehmern aus Lingen und Hameln zeigte. Gleich zu Beginn konnten die Anwesenden ihre Kritik am populistischen Kurs der Neuen Osnabrücker Zeitung schriftlich äußern: auf vorbereiteten Bögen stellten sie der Zeitung ein „Zwischenzeugnis“ aus, entwarfen einen „Wunschzettel“ für besseren Journalismus oder schrieben einen „Abschiedsbrief“ zur Kündigung ihres NOZ-Abos.
ANK-Mitglied Stefan Rümmele präsentierte anschließend die Funktionsweise der neuen Website der Aktionsgruppe. Auf https://noz-kritisch.de werden die bisherigen Aktivitäten der Initiative und ihr politisches Selbstverständnis wiedergegeben. Auch Informationen über weitere öffentliche Treffen der ANK, bereits publizierte Dokumente, Partner und geplante Aktionen der Initiative lassen sich dort finden.

Der NOZ-Blogger Timm Reichl berichtete von seinen Erfahrungen mit der NOZ-Leserbrief-Redaktion und der offensichtlichen Weigerung des neu eingerichteten Leserbriefportals der NOZ, mit sachlich begründeter Kritik am populistischen Rechtskurs der Zeitung umzugehen. Die beiden aus Lingen und Hameln angereisten Teilnehmer ergänzten diesen Bericht mit eigenen Vor-Ort-Erfahrungen.
Nach einer kurzen Pause, die zu lebhaften Gesprächen genutzt wurde, stellte ANK-Mitglied Stefanie Hempel die Aktion „Mantelrückgabe“ vor. Der aufgrund seiner rechtslastigen Kommentare stark kritisierte politische Mantelteil der Zeitung solle gesammelt und dann unter dem Hinweis „Annahme verweigert“ zurück an den Absender geschickt werden, passend zur Sticker-Aktion der Initiative unter dem Motto: „NOZ – lass deinen Mantel fallen!“

Die ANK-Mitglieder Chistoph Schnare und Petra Voss-Schnare berichteten von der für den Herbst des Jahres geplanten „Aktion-Infostand“ in der Osnabrücker Fußgängerzone. Hier soll die Öffentlichkeit darüber informiert werden, wie die NOZ zunehmend rechtspopulistische Inhalte in ihre Publikationen einbaut und der AfD mehr und mehr dazu verhilft, wie eine ganz normale Partei zu wirken. Aus dem Kreis der TeilnehmerInnen kam gerade hierzu eine Vielzahl von guten Ideen und positiven Rückmeldungen.
Gegen Ende der Veranstaltung berichteten die ANK-Mitglieder Annette und Stefan Rümmele von der Kündigung ihres NOZ-Abos nach einem die AfD erneut verharmlosenden Kommentar von Chefredakteur Burkhard Ewert. Ihnen sei daraufhin von der Zeitung ein neues Abo mit einem Preisnachlass von 10 Euro angeboten worden. Sie schlugen vor, von dieser Möglichkeit, bares Geld zu sparen, massenhaft Gebrauch zu machen.
Das vierte Offene Treffen der Aktion NOZ-kritisch wird am Dienstag, den 18. August um 19 Uhr ebenfalls in der Lagerhalle stattfinden.












