Kinder- und Jugendbibliothek: SPD-Fraktion präsentiert konkrete Prüfaufträge

Zentrale Fragen warten unverändert auf ihre Beantwortung

Nach Auffassung der SPD-Fraktionsvorsitzenden, Susanne Hambürger dos Reis, und dem stellv. SPD-Fraktionsvorsitzenden und OB-Kandidaten, Robert Alferink, müssen vor der Einrichtung einer Kinderbibliothek in der Krahnstraße 43 zwingend zentrale Fragen geklärt werden. Bisherige Ankündigungen hinterlassen nach SPD-Meinung immense Erklärungslücken.

„Wir unterstützen ausdrücklich das Ziel, in Osnabrück eine moderne und attraktive Kinder- und Jugendbibliothek zu schaffen. Kinder brauchen einen sicheren, gut erreichbaren und zeitgemäßen Ort zum Lesen, Lernen und Begegnen“, erklären Susanne Hambürger dos Reis, Vorsitzende der SPD-Ratsfraktion, und Robert Alferink, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und SPD-Oberbürgermeisterkandidat.

„Bei der Immobilie sind jedoch noch zu viele zentrale Fragen offen. Statik, Brandschutz, technische Sicherheit und baurechtliche Genehmigungsfähigkeit müssen zweifelsfrei geklärt sein. Auch die räumlichen Möglichkeiten sind begrenzt, insbesondere für große Veranstaltungen von Schulklassen, Kitagruppen und pädagogischen Angeboten.
Wenn die Krahnstraße 43 schon bei diesen grundlegenden Anforderungen an ihre Grenzen stößt, müssen wir uns ehrlich fragen, ob sie tatsächlich der richtige Standort ist“, erklärt Susanne Hambürger dos Reis.

„Kinder und Jugendliche verdienen einen Ort, der ganz auf ihre Bedürfnisse ausgerichtet ist. Und gerade, weil wir das Ziel einer guten Kinder- und Jugendbibliothek unterstützen, erwarten wir auch einen Entscheidungsprozess, der diesem Anspruch gerecht wird. Es ist daher unverständlich, dass bislang keine Alternativen geprüft wurden. Lassen Sie mich deutlich sagen: Kaufleute würden so nicht vorgehen. Keine Bürgerin und kein Bürger würden eine größere Investition tätigen ohne Preise zu vergleichen“, betont Robert Alferink.

Ebenso fehle bislang eine vollständige und belastbare Darstellung aller indexierten Kosten. Neben der Miete müssen auch Nebenkosten, Energie, Umbau, Ausstattung, Instandhaltung und mögliche weitere Sanierungen berücksichtigt werden. Bevor die Stadt einen langfristigen Mietvertrag abschließe, müssen die finanziellen Risiken vollständig auf dem Tisch liegen.

„Darüber hinaus sollten wir die Chance nutzen, langfristig ein zentrales Haus des Wissens zu entwickeln, das Bibliothek, Bildung, Kultur und Begegnung an einem Ort zusammenführt. Wir wollen keine teure Zwischenlösung in einem möglicherweise ungeeigneten Gebäude. Unsere Kinder und Jugendlichen verdienen eine sichere, moderne und zukunftsfähige Lösung. Deshalb gilt für uns: erst alle Fakten prüfen, dann verantwortungsvoll entscheiden“, so die beiden SPD-Sprecher abschließend.

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