Nach erstem Workshop am 31. Mai geht es weiter
Neuer Raum, geschaffen für einen Austausch auf Augenhöhe: Die Osnabrücker Theatergruppe Polithea veranstaltet mit Blick auf die anstehenden Kommunalwahlen im September das Projekt Legislatives Theater und möchte weitere Interessierte zur Teilnahme einladen.
Die Theaterform entstammt dem „Theater der Unterdrückten“ des Brasilianers Augusto Boal und dient der Demokratieförderung, indem ein Raum geschaffen wird für einen Austausch auf Augenhöhe zwischen Bürgerinnen und Bürgern und den (potenziellen) politischen Entscheider:innen. In dem Projekt werden an verschiedenen Terminen Szenen zu Problemen, Konflikten und Diskriminierung erarbeitet und am 14. August in der Lagerhalle der Bevölkerung und eben auch Politiker:innen vorgeführt.
Nach dem Spielen einer Szene dürfen Zuschauende in diese eingreifen und verändern, um den gezeigten Konflikt aufzulösen. Dieses Format ermöglicht Bürger:innen, ihren Wünschen, Sorgen und Bedürfnissen buchstäblich eine Bühne zu bieten, gleichzeitig ergeben sich für Politiker:innen wertvolle Einblicke, welche idealerweise bei zukünftigen Entscheidungen Berücksichtigung finden.
Selbst bei bester Absicht ist die Wirkung von Gesetzen nicht garantiert und trifft Menschen auf verschiedene Arten. In Zeiten, in denen das Vertrauen in die Demokratie Risse bekommt und Menschen sich vermehrt von der Politik übersehen fühlen, kann das Legislative Theater eine Möglichkeit darstellen, über Theater in den öffentlichen Diskurs einzugreifen. Demokratie lebt schließlich von der Beteiligung der Zivilgesellschaft an Willensbildung und Entscheidungsprozessen.
Die Termine für die einzelnen Workshops sind zweimal monatlich von 13-17 Uhr in der Bergkirche (Bergstraße 16, großer Saal): Nach dem 31. Mai stehen nun der 14. und 20. Juni sowie der 18. und 25. Juli an. Alle interessierten Menschen sind willkommen, schauspielerische Vorerfahrungen sind absolut nicht notwendig. Die Aufführung wird am 14. August um 18 Uhr in der Lagerhalle stattfinden, zu welcher die Vertreter der relevanten Parteien in Osnabrück eingeladen sind.











