Robert Alferink: Persönliche Herabwürdigung ist keine politische Auseinandersetzung

OB-Kandidat der Osnabrücker SPD distanziert sich scharf von frauenfeindlichen und diskriminierenden Äußerungen Frank Hennings gegen angesehene Journalistin

Die Äußerung von Frank Henning über die Journalistin Sandra Dorn ist respektlos und persönlich herabwürdigend. Sie überschreitet eine Grenze, die in der politischen Auseinandersetzung nicht überschritten werden darf. Als Vorsitzender der SPD Osnabrück und als Oberbürgermeisterkandidat sage ich deshalb klar: Davon distanziere ich mich ausdrücklich.

Über journalistische Berichterstattung darf und muss gestritten werden. Politikerinnen und Politiker dürfen Medien und einzelne Beiträge kritisieren, auch deutlich. Persönliche Abwertungen haben mit einer inhaltlichen Auseinandersetzung jedoch nichts zu tun. Journalistinnen und Journalisten müssen ihrer Arbeit nachgehen und Politik kritisch begleiten können, ohne persönlich herabgewürdigt zu werden. Gerade Menschen in öffentlichen Ämtern tragen eine besondere Verantwortung dafür, wie politische und gesellschaftliche Debatten geführt werden. Dieser Maßstab gilt für mich unabhängig davon, ob es um einen politischen Mitbewerber oder um jemanden aus den eigenen Reihen geht. Wir müssen an uns selbst dieselben Maßstäbe anlegen, die wir von anderen erwarten.

Ich habe gestern auch persönlich mit Sandra Dorn über den Vorgang gesprochen. Mir war wichtig, ihr meine Haltung dazu unmittelbar deutlich zu machen und nicht nur öffentlich Stellung zu beziehen. Als Vorsitzender der SPD Osnabrück habe ich gemeinsam mit dem Unterbezirksvorstand, Frank Henning kurzfristig zu einem persönlichen Gespräch einbestellt. Wir werden die Äußerung und die entstandene Situation mit ihm aufarbeiten. Dem Ergebnis dieses Gesprächs möchte ich nicht vorgreifen.

Meine Bewertung der Äußerung ist jedoch eindeutig: Sie war falsch und respektlos und hätte nicht getätigt werden dürfen. Politik lebt von Auseinandersetzung, gerade im Wahlkampf. Unterschiede müssen deutlich werden und Debatten dürfen hart geführt werden. Aber hart in der Sache bedeutet niemals respektlos gegenüber Menschen. Dafür stehe ich als Vorsitzender der SPD Osnabrück und als Kandidat für das Amt des Oberbürgermeisters.

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