Universität Osnabrück trauert um Prof. Dr. Klaus Busch

Prägend als Hochschullehrer und Vizepräsident

Die Universität Osnabrück trauert um Prof. Dr. Klaus Busch, der am 7. April verstarb. Der Politikwissenschaftler war von 1974 bis zum Eintritt in den Ruhestand am damaligen Fachbereich Sozialwissenschaften tätig. Von 1999 bis 2004 amtierte er darüber hinaus als Vizepräsident der Universität.

Als Vizepräsident hat Klaus Busch insbesondere den Umbau der Lehrerbildung in die seinerzeit neue Bachelor- und Masterstruktur vorangetrieben und sich darüber hinaus bei der Einführung neuer Studiengänge mit internationalen Abschlüssen engagiert. „Sowohl als Hochschullehrer als auch als Vizepräsident hat Professor Busch die Universität maßgeblich mitgeprägt; unser Mitgefühl gilt seiner Familie“, so die Präsidentin der Universität Osnabrück, Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl.

1945 in Brake an der Unterweser geboren, studierte Klaus Busch ab 1965 Volkswirtschaftslehre und Politikwissenschaften an der Freien Universität Berlin. Nach seinem Diplom arbeitete er als wissenschaftlicher Assistent am Otto-Suhr-Institut für Politische Wirtschaftslehre und schloss dort 1974 seine Promotion ab.

Im selben Jahr wechselte der Wissenschaftler an die Universität Osnabrück und wurde 1986 im Fachbereich Sozialwissenschaften zum außerplanmäßigen Professor ernannt. 1995 erhielt Prof. Busch den Jean-Monnet-Chair der Kommission der Europäischen Union. Der Politologe war maßgeblich an der Einrichtung des interdisziplinären Studiengangs Europäische Studien an der Universität Osnabrück beteiligt und ab 1997 Sprecher des von der Hans-Böckler-Stiftung getragenen Promotionskollegs „Europäische Integration – Möglichkeiten und Grenzen der Vertiefung und Erweiterung“. Im selben Jahr wurde er außerdem zum Vorsitzenden des Kooperationsbeirates „Hochschulen und Gewerkschaften Osnabrück“ gewählt. Prägendes Charakeristikum seiner Lehrveranstaltungen war sein stets menschlicher und nahbarer Umgang.

„Klaus Busch hat das Forschungsprofil des damaligen Fachbereichs durch seine großen europa- und wirtschaftspolitischen Kenntnisse in einem hohen Ausmaß mitgestaltet und zugleich ganze Studierendengenerationen mit seiner humorvollen Art begeistert. Dafür, und für seine jahrzehntelange Kollegialität schulden wir ihm tiefen Dank“, so der Dekan des Fachbereichs Kultur- und Sozialwissenschaften, Prof. Dr. Daniel Mertens.

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