Wie überstehen Pflanzen Hitze und Trockenheit?

Neuen Mittelmeerhaus im Botanischen Garten wurde feierlich eröffnet

Der Botanische Garten der Uni Osnabrück hat – finanziell gefördert durch den Freundeskreis des Gartens – ein Gewächshaus eingerichtet, um Pflanzenarten der mediterranen Gebirge zu zeigen. Am Donnerstag, 7. Mai, wurde es um 15 Uhr im Helikoniensaal des Botanischen Gartens, Albrechtstraße 29, von PD Dr. Stefan Abrahamczyk in Verbindung mit einer Führung vorgestellt.

Zum Hintergrund: Die Pflanzen des Mittelmeerraumes brauchen Sonne und Wärme. Aufgrund ihres Vorkommens in den lokalen Gebirgen kommen viele mediterrane Pflanzenarten erstaunlich gut mit kurzen und zum Teil auch stärkeren Frostperioden zurecht. Deutlich problematischer für diese Arten sind hingegen die kühlen aber nassen Wetterbedingungen Norddeutschlands, besonders im Winter. In dem neu eingerichteten unbeheizten Gewächshaus kann die Boden- und Luftfeuchte optimal an die Bedürfnisse der Pflanzen angepasst werden und die Glasscheiben mildern die stärksten Minustemperaturen etwas ab.

Dadurch überstehen die gezeigten mediterranen Arten unsere norddeutschen Winter problemlos und beginnen oft schon im zeitigen Frühling zu wachsen. Im Sommer ist es im Mittelmeerraum sehr heiß und trocken, welches spezielle Herausforderungen für die dortige Pflanzenwelt darstellt.

„Der neue Kustos des Botanischen Gartens, PD Dr. Stefan Abrahamczyk, hat eine interessante Auswahl an Pflanzenarten mit vielfältigen Anpassungen an Wärme und Trockenheit ausgewählt“, erklärt Prof. Dr. Sabine Zachgo, die Direktorin des Botanischen Gartens. „Zwiebelpflanzen, etwa treiben erst mit den ersten Regenfällen im Herbst Blätter und lassen diese im späten Frühling mit Beginn der Sommertrockenheit wieder absterben.“

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