IGM: Arbeitgeberseite hat Lösungschancen vertan
Nach Ansicht der Verantwortlichen der Gewerkschaft IG Metall haben die örtlichen Metall-Arbeitgeber im Tarifgebiet Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim die Chance auf eine Lösung innerhalb der Friedensplicht vertan. Die Metaller bereiten sich deshalb auf Warnstreiks vor und planen für Mittwoch, 4. November 2026, zwei Demonstrationen und eine Kundgebung in Osnabrück.
Folgender Ablauf ist dabei vorgesehen:
- Beginn der Demonstration 1: 09:45 Uhr von KME, Klosterstr. 29, 49074 Osnabrück.
- Beginn der Demonstration 2: 09:30 Uhr von VW Osnabrück, Karmannstr. 1, 49074 Osnabrück
- Kundgebung: ca. 10:30 Uhr vor dem Gewerkschaftshaus, August-Bebel-Platz 1, 49074 Osnabrück
- Haupt-Rednerin: Nadine Boguslawski, IG Metall-Tarifvorständin !!!
Die IG Metall ruft die Beschäftigten aus 17 Betrieben zur Beteiligung am Warnstreik auf. Wörtlich heißt es: „Wir rechnen vor Ort mit ca. 1.700 Teilnehmern.“ Nadine Boguslawski, Tarif-Vorständin der IG Metall, sagte: „Wir haben ein ausgewogenes und flexibles Tarifpaket auf den Tisch gelegt, doch die Arbeitgeber haben mit einem frechen Minus-Angebot provoziert. Wir wollen Gerechtigkeit und Zukunft für alle Beschäftigten in allen Unternehmen zwischen Krise und Boom. Die Arbeitgeber fahren mit ihrem Verhalten den Karren an die Wand: Sparen und Streichen sind keine Zukunftsstrategie – das Land braucht Innovationen und Investitionen! Mit dem geforderten Reallohn-Verzicht und weniger Kaufkraft würden die Arbeitgeber den eigenen Konjunktur-Motor abwürgen.“
Die IG Metall hat den Arbeitgebern ein Tarifpaket unterbreitet, das die unterschiedlichen wirtschaftlichen Lagen berücksichtigt: 5 Prozent höhere Entgelte, die tarifliche Sicherung von Arbeitsplätzen und eine tarifliche Gewinnbeteiligung für Boom-Unternehmen. Die Arbeitgeberverbände boten dagegen für 20 Monate keine tabellenwirksame Entgelterhöhung, eine streichbare Einmalzahlung im Juli 2027 und 1,3 Prozent höhere Entgelte ab Juli 2028 an. Laufzeit 31.12.2028. Zudem fordern sie automatische und dauerhafte Differenzierungen von einzelnen Tarifbestandteilen. Die bisherige Offerte der Arbeitgeber würde aus Sicht der IGM auf deutliche Kaufkraftverluste hinauslaufen. Im Tarifgebiet Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim wird für rund 15.500 Beschäftigte regional verhandelt.












