Fünf Jahre Osnabrücker Rundschau!
Wir wünschen allen ein putin- und trumpfreies neues Jahr und so haben wir Mitte Januar 2021 unsere Leser:innen auf Facebook begrüßt:
„Ein großes Dankeschön mit Herzchen 🥰 und Blümchen 🌺 an alle!

Danke dafür, aber empfehlt uns bitte unbedingt weiter, denn das ist nur ein sehr guter Anfang, mehr nicht.
Pressemitteilungen bilden zwar einen Teil des täglichen Contents der OR, doch am wichtigsten ist uns die Qualität unserer eigenen Beiträge, die auch tatsächlich am meisten gelesen werden.
„Wir“, das sind mehr als zwanzig Journalist:innen, Autor:innen, Fotograf:innen oder sonstige kreative Menschen aus den verschiedensten Bereichen (zu finden unter „Unser Team“ in der Rubrik „Über die OR“).
Seit dem „offiziellen“ Start mit stark gebremstem Schaum am 3. Januar dieses Jahres verdoppelt sich etwa alle drei, vier Tage die Menge der Seitenaufrufe (single pageviews).
Wir freuen uns riesig über diesen mehr als gelungenen Kaltstart, der eigentlich erst zum 1. Juli dieses Jahres geplant war.“
Gestartet sind wir übrigens im Januar 2021 mit 22 Leuten, mittlerweile haben über 60 Autor:innen für die Rundschau geschrieben.
Aus anfänglich knapp 1.000 Aufrufen im Januar 2021 sind mittlerweile stabile 45.000 bis 50.000 Single Views täglich geworden und zwischen 8.000 und 12.000 sogenannte Sessions (längere Aufenthalte) am Tag. Ein entscheidender Durchlauferhitzer waren gleich Anfang 2021 die Kolumnen über das unsägliche Auftreten Niko Grieserts und seiner OB-Familie im ätzenden RTL-Format „Der Bachelor“. Die Artikel gingen – auch bundesweit – allesamt durch die Decke und trugen rasch zu einer enormen Erhöhung unseres Bekanntheitsgrads bei.
Unsere täglichen Corona-Berichte und Veröffentlichungen offizieller Daten schufen rasch viel Vertrauen in unsere Arbeit und unsere regelmäßigen Berichte über das rechtsradikale Treiben der unsäglichen Querdenkerszene trugen ihren Teil dazu bei. Bombendrohungen und Hasskommentare waren die Folge. Der Staatsschutz wurde dankenswerterweise aktiv und wir haben bis heute etwa 1.500 AfDler:innen, Verschwörungstheoretiker:innen und Russenbots blockiert und es werden fast täglich mehr.
Dass wir nicht jeden Polizeibericht zu einer Sensationsmeldung aufgebauscht haben, unterschied uns von Anfang an von unserer immer weiter nach rechts tendierenden Konkurrenz, die wir mit unseren elektronischen Satirebeilagen „Igelpost“ und der „Kleinen Osnabrücker Zeitung“ (KOZ) regelmäßig durch den Kakao ziehen.
Moment mal!
Konkurrenz? Haben wir die überhaupt? Nein, denn wir sind nicht von Werbepartnern abhängig und mit der kompromisslosen Behauptung unseres rechts-freien Raums ohnehin allein auf weiter Flur. Zwar freuen wir uns über die ständig steigenden Klickzahlen, haben es aber nie darauf abgesehen. Wir haben von Anfang an eine großartige Kinderseite, etliche Literatur-, Theater und Kunstreportagen und die regelmäßigen politischen Analysen und Berichte von Rolf Wortmann suchen ihresgleichen. Wir arbeiten alle ehrenamtlich und finanzieren sämtliche Kosten durch den Verkauf von Büchern und hin und wieder durch lokale Werbung aus den Bereichen Kultur und Politik.
Bücher als logische Folge intensiver Redaktionsarbeit
Einen unerwarteten Erfolg erzielte die Rundschau auch mit der Artikelfolge über den „Widerstand im Osnabrück der NS-Zeit“. Die OR-Redakteur:innen Martina Sellmeyer, Dieter Przygode, Heiko Schulze und Hartmut Böhm veröffentlichten als „ILEX-Gruppe“, die um Michael Schwarzwald und Reiner Wolf erweitert wurde, 36 Biografien Osnabrücker Widerständler:innen. Das gleichnamige Buch befindet sich nach zwei Jahren bereits in der 5. Auflage. Derzeit arbeitet die stark erweiterte ILEX-Gruppe an den Biografien Osnabrücker „Täter, Hetzer & Profiteure“, das dazugehörige Buch ist für den Herbst dieses Jahres geplant.
Heiko Schulzes Bücher „Fast vergessene Osnabrücker Stadtgeschichte“ (2024) und „Roter Stadtrundgang“ (2025) erfreuen sich genauso großer Beliebtheit wie Rolf Wortmanns „Kant gegen Möser“. Dass das Osnabrücker Möchtegernwörterbuch „Kär, Kär, Kär!„ seit der Erstausgabe von 2015 mit über 21.000 verkauften Exemplaren nach der Bibel und „Mein Kampf“ das meistverkaufte Buch in Osnabrück ist, ist zumindest zu vermuten.
Die regelmäßige Herausgabe von Büchern ist jedenfalls ein fester Bestandteil unserer Redaktionsarbeit geworden. Alle Bücher erscheinen im Hardcover-Format und unterstreichen den Qualitätsanspruch der Rundschau auf Form und Inhalt. Für den Herbst 2026 sind bereits drei neue Bücher geplant.
Natürlich ist der VfL in Osnabrück ein großes Thema für die OR
Der Aufstieg des VfL in die 2. Bundesliga brach sämtliche Klickzahlrekorde. Einige Artikel wurden allein auf Facebook bis zu 80.000-mal aufgerufen und bedenkt man, dass unsere Berichte damals nur zu 20 % über Facebook aufgerufen wurden – mittlerweile sogar nur noch zu 12 % – erreichte die OR ungeahnte, auch bundesweite Aufmerksamkeit.
Seit Juli 2021 Jahr produzieren wir neben dem täglichen Online-Magazin Jahr für Jahr um die 100 Podcasts über Literatur, Politik bis hin zum VfL, die allesamt auf OS-Radio 104,8 ausgestrahlt werden.
Hier der erste VfL-Podcast vom 21. Juli 2021
Hier der erste Kallas Einwurf vom 14. Oktober 2022
Sämtliche Podcasts der Rundschau können hier aufgerufen werden.
Wir werden übrigens im Laufe der nächsten Wochen und Monate den ein oder anderen Podcast zum Thema „Fünf Jahre Osnabrücker Rundschau“ mit allen möglichen Schwerpunkten produzieren.
Und das antwortet Google-Gemini auf die schlichte Frage:
„Wie ist die Osnabrücker Rundschau einzuschätzen?“
- Journalistischer Anspruch: Die Redaktion bezeichnet sich selbst als „kompetent, kostenlos, kritisch“ und versteht sich als Nonprofit-Magazin. Ein zentrales Motto der Plattform ist der Anspruch, ein „rechts-freier Raum“ zu sein, was hier im Sinne einer klaren Abgrenzung gegen rechtspopulistische oder rechtsextreme Inhalte zu verstehen ist.
- Themenschwerpunkte: Die Berichterstattung umfasst lokales Zeitgeschehen, Kultur, Sport (z. B. ein regelmäßiger VfL-Podcast) sowie historische Themen mit Fokus auf Widerstand und NS-Zeit in Osnabrück.
- Politische Einordnung: Die OR positioniert sich oft als kritisches Korrektiv zur lokalen Medienlandschaft, insbesondere zur Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ), der sie teilweise Einseitigkeit vorwirft. Die Inhalte spiegeln häufig eine engagierte, eher progressiv-linke oder liberale Grundhaltung wider, unter anderem durch Beiträge über soziale Gerechtigkeit, Gewerkschaften und Antifaschismus.
- Redaktion: Das Medium wird von einer Gruppe lokaler Akteure getragen, zu denen unter anderem Martina Sellmeyer, Heiko Schulze und Kalla Wefel gehören.
- Finanzierung: Als Nonprofit-Projekt ist die Osnabrücker Rundschau werbefrei und finanziert sich nicht über Abonnements.














