Donnerstag, 18. Juli 2024

Ein Zustandsbericht mit einem Blick in die Zukunft

 

Liebe Leserinnen und Leser,

zunächst einmal vielen Dank für 8.000 Abonnements und fast 7.200 Likes allein auf Facebook. Das ist nach dreieinhalb Jahren eine ganze Menge, zumal die Internetpräsenz der Rundschau zu gut 80 Prozent ohne den Umweg über die sozialen Medien wie Facebook oder Instagram direkt aufgerufen wird.

Wir haben längst einen Redaktionsstab ehrenamtlicher Mitarbeiter:innen von über zwanzig Leuten, die in unregelmäßiger Regelmäßigkeit Artikel schreiben, mehr als doppelt so viele haben bereits Gastbeiträge für die Rundschau verfasst. Darunter sind etliche Journa­list:innen und Expert:innen aus allen möglichen Fachrichtungen, für die die Rund­schau längst zur Herzenssache geworden ist und eine Chance, den größtenteils konservativen bis rechten lokalen Medien etwas entgegenzusetzen.

Kaffeemaschinen in der Gerüchteküche

Das schlägt sich nicht nur in unsereren redaktionellen Beiträgen nieder, sondern zeigt sich auch darin, dass unsere Kommentarspalten bei Facebook oder auch Instagram im Gegensatz zu den meisten anderen Medien völlig frei von Hass und Hetze sind – nicht ohne Grund bezeichnen wir unsere Zeitung als „rechts-freien Raum“.  Unseren Twitter-Account haben wir nach der Übernahme von Elon Musk sofort aufgelöst, TikTok kommt derzeit nicht in Frage und unsere nach wie vor in den Kinderschuhen steckende Instagram-Präsenz wird in den nächsten Wochen und Monaten professionell ausgebaut.

Wir haben von Beginn an alle hetzenden und/oder rechtsradikalen User:innen, Bots und Fake-Acounts konsequent blockiert. Dazu bedarf es auch keiner künstlichen Intelligenz, sondern allein logischen Denkens, werte NOZ. Aber auch ein weniger wertes virtuelles Anzeigenblatt namens „Hasepost“ lässt AfD- und sonstige Fans aus dem rechtsradikalen Spektrum in seinen Kommentarspalten fast nach Belieben gewähren.

Seit der ersten Ausgabe vom 01.01.2021 hat sich die Rundschau innerhalb weniger Monate nach der NOZ und der „Hasepost“ zur drittstärksten News-Plattform in Osnabrück und Umgebung ent­wickelt. Wir müssen auf niemand falsche Rücksicht nehmen, weil wir ein Non-Profit-Unternehmen sind und im Gegensatz zur Konkurrenz rein gar nichs zu verlieren haben.

Das Erstellen von Podcasts und auch die Zusammenarbeit mit OS-Radio 104,8 führten zu einem weiteren Bekanntheitsschub. Wir produzieren in unserem professionell ausgestatteten Küchenstudio seit nunmehr drei Jahren neben unserer redaktionellen Arbeit um die 15 Podcasts im Monat, die allesamt über unsere Seite und u. a. auf Spotify oder YouTube abrufbar sind. Zu Gast waren und sind Osnabrücker Persönlichkeiten aus Kunst, Politik und Gesellschaft. Dass der wöchentliche „VfL-Podcast“ und „Kallas Einwurf“ (montags und freitags) dabei die größte Fanbase haben, dürfte kaum verwundern, aber auch die literarischen (BUKK) und politischen Podcasts (Extra-PC der OR) erfreuen sich großer Beliebtheit.


Nur die Zukunft ist gewiss

Und was wir für die Zukunft planen? Tatsache ist, dass eigene Artikel aus der OR-Redaktion um ein Vielfaches häufiger gelesen werden als gewöhnliche Pressemitteilungen (PMs) oder Veranstaltungshinweise. Auf die zeitraubende Veröffentlichung von ohnehin zigfach im Internet zu findenden PMs oder Veranstaltungstipps werden wir zukünftig größtenteils verzichten, zumal man dazu nur auf os-kalender.de klicken muss. Was PMs angeht, werden wir diesbezüglich täglich eine übersichtliche Linksammlung veröffentlichen – hier ein Beispiel -, demnächst zu finden in der allmorgendlichen 6.00-Uhr-Rubrik „Guten Morgen! Kurznachrichten aus OS & Umzu“.

Die journalistische Peinlichkeit, aus jeder noch so unwichtigen Meldung von Polizei und Zoll eine Extrameldung zu machen, haben wir schon immer anderen überlassen. Die stets sachlich abgefassten Pressemitteilungen der Polizei erscheinen bei uns jeden Morgen um 5.00 Uhr im Original, und das ganz unaufgeregt ohne Tatütata, also ohne sensationsheischende Überschriften und/oder voyeuristische (Unfall)-Fotos.

Warum das alles? Wir wollen mit Beginn der Sommerferien den Fokus auf eigene Artikel und wirklich wichtige Pressemitteilungen aus der Lokalpolitik und -kultur legen, wobei wir wie üblich vor keinem Thema zurückschrecken. Schwerpunkte bleiben natürlich – neben weltpolitischen und -kulturellen Ausflügen – die Lokalpolitik, die Stadtgeschichte, sämtliche Facetten des Kulturlebens, der VfL und einfach alles, was mit dieser wunderbaren Stadt und seiner herrlichen Umgebung zusammenhängt, begleitet von Kolumnen, Glossen und der leider immer noch unvermeidlichen virtuellen Satirebeilage „Igelpost“ (Wirklich unvermeidlich? Wir sind es, ehrlich gesagt, langsam leid, auf die stereotypen Hasstiraden einzugehen, nur weil ein Hase mit einem Möchtegernmöser im Schlepptau mit der sich stetig ändernden Welt hadert und dabei intellektuell völlig überfordert ist.)

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Ein höchst erfreuliches Produkt unserer journalistischen Arbeit ist das im Herbst 2023 erschienene Rundschau-Buch des ILEX-Kreises „Widerstand im Osnabrück der NS-Zeit“, das umgehend zum lokalen und von der Kritik (NOZ, NDR Radio & TV, TAZ, OS-Radio) einhellig gelobten Bestseller wurde.

Weitere OR-Buchprojekte sind in Planung. So erscheinen im Herbst von Professor Dr. Rolf Wortmann „Kant gegen Möser“ und von Heiko Schulze „Verloren geglaubte Osnabrücker Stadtgeschichten“. Von Kalla Wefel sind in Arbeit „Isso! Muss man wissen …“ und fürs nächste Jahr im Herbst „Kär, Kär, Kär! Das endgültige Osnabrücker Möchtegernwörterbuch 4.0“. Geplant sind langfristig von Martina Sellmeyer ein Buch über das jüdische Leben in Osnabrück und vom ILEX-Kreis „Die Täter im Osnabrück der NS-Zeit“.

Die komplette OR-Redaktion wünscht allen Leserinnen und Lesern erholsame Ferien- oder Urlaubstage und bleibt uns gewogen …

Titel Kär, Kär, Kär, 3.0 - 10-2020 X1.1.indd
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