Donnerstag, 19 Uhr: Erste Zwischenbilanz des ILEX-Kreises
Widerstand im Osnabrück während der NS-Zeit von 1933 bis 1945: Ende 2023, gut 90 Jahre nach der Machtübergabe an die Nationalsozialisten, hatte der Ilex-Kreis seinen Sammelband mit 36 Einzelbiografien mutiger Menschen veröffentlicht. Im Begleitprogramm der Ausstellung „Parolen aus dem Koffer“ von Manfred Blieffert, die noch bis Ende März im Friedenszentrum gezeigt wird, stellt der ILEX-Kreis jetzt neue Forschungsergebnisse zum Widerstand in Osnabrück während der NS-Zeit vor.
Ein wichtiger Begleitaspekt der Forschung: Im Buch waren rund 70 weitere Menschen des Osnabrücker Widerstands aufgeführt worden, über die es bislang noch keine ausreichende Quellenlage gab. Hier konnten mittlerweile, zumindest bei bei einzelnen Biografien, neue Wissenslücken geschlossen werden. Aber auch über bereits ausgearbeitete Biografien gibt es immer wieder Neues.
Ein anderer Aspekt: Beachtlich viele Besuchende verzeichnet mittlerweile eine Ausstellung zum Thema, die der Bildende Künstler Manfred Blieffert gemeinsam mit den Ilex-Aktiven auf die Beine gestellt hat. Auch diese Ausstellung hat so manche Diskussionen gefördert und Aktivitäten entfacht. Gibt es hier Ideen für eine Fortsetzung?
Wie wird die Forschung selbst künftig weitermachen? Welche Chancen bestehen beispielsweise, die Erkenntnisse zukünftig auch auf das Thema „Gemeinsamer Widerstand in niederländisch-deutscher Zusammenarbeit“ auszuweiten? Welche Rolle könnte dabei zum Beispiel die Euregio als grenzüberschreitender geografischer Zusammenschluss spielen?
Zum Ablauf
Das Publikum erwartet keine klassische, rein passiv beizuwohnende Vortrags- oder Leseveranstaltung. Abwechslungen und Medienwechsel sind eingeplant. Einleitend bietet der Künstler Manfed Blieffert eine Führung durch die Ausstellung. Danach werden sich ILEX-Mitglieder und andere Beteiligte mit aktuellen Arbeitsergebnissen in die Diskussion einbringen – die auch, wie angedeutet, das deutsch-niederländische Grenzgebiet einbeziehen.
Günter Gall sorgt mit seinen Liedern für einen würdigen musikalischen Rahmen. Überdies darf gern gefragt und auch rege diskutiert werden – zumal das Anwachsen rechtsextremer Kräfte in Deutschland, Europa, in Lateinamerika wie in den USA zahlreiche traurige Anlässe bieten dürfte, aktuelle Gefahren mit historischen Erfahrungen abzugleichen und darüber aktiv zu debattieren. Wann und wo? Donnerstag, 6. März,19:00 – 21:00 Uhr im Remarque-Friedenszentrum am Markt.