Neuer „Katzentempel“ in Osnabrück eröffnet

Fünf Fellnasen finden ein Zuhause

Am 28. September feierte das Gastronomie-Konzept „Katzentempel“ das Pre-Opening seiner mittlerweile 18. Filiale in der Osnabrücker Georgstraße 10. In den Räumlichkeiten des ehemaligen orientalischen Restaurants „Mosaik“ erlebten 20 eingeladene Gewinnerinnen und Gewinner aus der eigenen „Cats & Friends App“ einen ersten exklusiven Einblick in das neue Zuhause von fünf der 4- 5 Monate jungen Kitten aus dem Tierschutz. Wir sprachen mit dem Betreiber Maximilian Lieder über Herausforderungen, Ziele und das Konzept vom Katzentempel.

Bei einem Gratisgetränk stand das Kennenlernen zwischen Mensch und Tier im Mittelpunkt eines emotionalen Nachmittags, der die Herzen von Katzenfreunden höherschlagen ließ. Nach einer knapp zweimonatigen Umbauphase schuf Inhaber Maximilian Lieder gemeinsam mit seinem Team ein Refugium, das Gastronomie und Tierschutz auf besondere Weise verbindet. Für die fünf Samtpfoten bedeutet die Eröffnung den Beginn eines neuen Lebensabschnitts fernab von Tierheimkäfigen, geprägt von Klettermöglichkeiten, Rückzugsorten und liebevollen Zuwendungen. Der Fokus der Kette liegt seit jeher darauf eine sichere Umgebung auf Lebenszeit zu bieten und Besuchern zeitgleich ein entschleunigendes Erlebnis bei pflanzlichen Speisen zu ermöglichen.

Im Vergleich zu den bisherigen 17 Standorten deutschlandweit fügt sich das Osnabrücker Lokal nahtlos in die Philosophie der Reihe ein, setzt jedoch mit der Wahl des Standortes in der Georgstraße eigene Akzente. Die Kombination aus veganer Gastronomie und dem Kontakt zu geretteten Tieren stößt bundesweit auf kontinuierlich wachsende Resonanz und unterstreicht den Wandel in der modernen Systemgastronomie hin zu mehr Tierwohl und Nachhaltigkeit.

Eine der fünf Hauptakteure im neuen Katzentempel: Die junge Katze Asuna schaut sich neugierig um. Foto: Grötemeyer


„Ein Ort der Ruhe für alle, die Katzen mögen“

Ein Interview mit Betreiber Maximilian Lieder


Warum haben Sie sich für diesen Standort und genau dieses Konzept entschieden?

Ich habe Anfang des Jahres in der Zeitung gelesen, dass der vorherige Betreiber abgesprungen war. Daraufhin habe ich mich einfach beworben. Ich habe das Konzept schon vor fünf Jahren in Hamburg kennengelernt und fand es damals schon klasse. Da ich selbst aus der Systemgastronomie komme, vegan lebe und eigene Katzen zu Hause habe, war die Entscheidung für mich sehr leicht.


Welche Herausforderungen ergaben sich durch die kurzfristige Übernahme?

Die erste große Hürde war die Beantragung der Finanzierung. Erst als diese stand, konnte das Projekt überhaupt anrollen. Danach ging es an die Umbauarbeiten. Bei den Handwerkern und Kontakten immer wieder nachzuhaken, hat schlichtweg am meisten Zeit gekostet.


Wie würden Sie jemandem, der noch nie in einem Katzentempel war, dieses besondere Erlebnis beschreiben?

Es ist ein Ort der Einkehr und Ruhe. Man kann sich hier mit Katzen umgeben und sie streicheln – vorausgesetzt, die Tiere möchten das in dem Moment auch. Wer Katzen mag, wird sich hier rundum wohlfühlen.


Was ist Ihr wichtigstes Ziel für die ersten Monate nach der Eröffnung?

Wir möchten einen reibungslosen Ablauf im Betrieb etablieren. Mir ist wichtig, dass wir von den Osnabrücker:innen und Osnabrückern gut angenommen werden und den Gästen so begegnen, dass sie gerne wiederkommen. Wir wollen von Anfang an zeigen, wie viel Herzblut in diesem Projekt steckt.


Vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg!


Was Gäste erwartet

Auf einer Gesamtfläche von circa 200 Quadratmetern bietet der neue Katzentempel Platz für 65 Gäste und beschäftigt zehn Mitarbeitende. Für das kommende Jahr sind bereits Yogakurse anvisiert, und ab April oder Mai soll nach Genehmigung durch die Stadt Osnabrück zudem eine Außengastronomie angeboten werden.
Die befragten Gäste empfanden den ersten Eindruck als durchweg positiv und bekräftigten, den Katzentempel künftig wieder besuchen zu wollen und ihn auch an Freunden weiterzuempfehlen.
Trotz der enormen Herausforderungen im Vorfeld gelang es dem Team um Inhaber Maximilian Lieder, den Gästen durch die Anwesenheit der Fellnasen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern und eine wohltuende Atmosphäre zu schaffen. Für alle, die eine gute Zeit suchen und mal vom hektischen Alltag abschalten möchten, ist dieser Ort eine uneingeschränkte Empfehlung.


Regeln für das Miteinander: Der Katzentempel-Knigge

Damit sich Mensch und Tier im Tempel gleichermaßen wohlfühlen, gilt für alle Besucherinnen und Besucher ein verbindlicher Verhaltenskodex. Das Wohlbefinden und die Bedürfnisse der vierbeinigen Bewohner stehen dabei an oberster Stelle. Kätzchen dürfen während ihrer Schlaf- und Ruhephasen nicht gestört oder geweckt werden, da ausreichender Rückzug für ihr gesundes Wohlbefinden essentiell ist. Zudem ist das Hochheben der Tiere ausdrücklich untersagt, um Stresssituationen zu vermeiden; Annäherung und Kontaktaufnahme geschehen stets auf Initiative der Katzen. Auch beim Füttern unterscheidet sich der Tempel strikt zwischen Mensch und Tier.

Das Mitbringen oder Verfüttern von eigenen Speisen und Leckerlis ist streng verboten, da die Samtpfoten eine speziell abgestimmte und gesundheitsfördernde Ernährung erhalten. Um eine ruhige Atmosphäre zu gewährleisten, achten Gäste auf eine angemessene Lautstärke und vermeiden hektische Bewegungen. Beim Fotografieren bleibt der Blitz grundsätzlich ausgeschaltet, um die empfindlichen Katzenaugen zu schonen. Kinder sind im Katzentempel herzlich willkommen, stehen jedoch unter der ständigen Aufsicht ihrer Erziehungsberechtigten, die für die Einhaltung der Regeln Sorge tragen. Derzeit sind schon viele Reservierungen eingegangen. Laut Betreiber sind spontane Besucher stets willkommen.

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