Vielfältiges Programm und digitale Zukunft: Fachstelle Senioren eröffnet die 52. Erlebniswochen 60plus

Auftakt im Café Garbo setzt Startschuss für mehrwöchiges Veranstaltungsangebot – Wahlen zum Seniorenbeirat stehen bevor

Mit einem gemeinsamen Frühstück im Café Garbo im Cinema Arthouse fiel am vergangenen Freitag der Startschuss für die 52. Osnabrücker Erlebniswochen 60+. Die Fachstelle Senioren der Stadt Osnabrück richtete die Eröffnungsveranstaltung aus, bei der den Gästen neben kulinarischen Angeboten auch ein zentraler Markt der Möglichkeiten mit Informationsständen zur Verfügung stand. Neben Vertreterinnen und Vertretern des Senioren- und Pflegestützpunkts sowie der Altenhilfe nutzten die Anwesenden die Gelegenheit zum direkten Austausch mit den beiden Quartiersmanager: Innen vom Johannis- und des Nette-Quartier, die die Fragen der Gäste beantworteten.

In seiner Begrüßung betonte Ulrich Freisel, Leiter des Sachgebiets Bürgerbeteiligung, Freiwilligenmanagement und Senioren der Stadt Osnabrück, die immense Bedeutung des ehrenamtlichen und hauptamtlichen Engagements hinter den Kulissen. Ein besonderer Dank galt der Organisatorin Birgit Hehmann-Linnemeyer von der Fachstelle Senioren, ohne die das Programm mit den über 50 Programmpunkten nicht entstanden wäre. Besonders hob Ulrich Freisel das Engagement von Anette Herlitzius aus der städtischen Fachstelle Senioren hervor. Unter ihrer Federführung wurde das umfangreiche Programm zur Förderung der digitalen Teilhabe ins Leben gerufen, das 14 dezentrale Digital-Treffs im Stadtgebiet umfasst. In diesem Rahmen begleiten über 80 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer ältere Bürgerinnen und Bürger aktiv im Alltag beim Umgang mit Smartphones, Tablets und digitalen Medien. Als direkte Anerkennung dieses Einsatzes wurde die Stadt Osnabrück mit dem Prädikat „Kommune im Digitalpakt Alter“ ausgezeichnet – eine Auszeichnung, die bundesweit bislang an lediglich zehn ausgewählte Kommunen vergeben wurde.

Im Rahmen der Erlebniswochen nehmen die digitalen Schulungsmöglichkeiten einen prominenten Stellenwert ein. Insgesamt 17 spezialisierte Formate widmen sich der Vermittlung digitaler Kompetenzen. Das Angebot reicht von vertiefenden Workshops zur Optimierung der Einstellungen des Nachrichtendienstes WhatsApp über Anleitungen zur sicheren Nutzung der DB-Navigator-App für Bus und Bahn bis hin zu praxisnahen Einführungen in das Online-Banking und die Handhabung städtischer Online-Anträge unter dem Motto „Sofa statt Stadthaus“.


Aktiv und voller Energie im Ruhestand

Paul Meimberg, Vorsitzender des Seniorenbeirates der Stadt Osnabrück, rief in seinen Grußworten zu aktiver Lebensgestaltung im Alter auf. Die Angebote der Erlebniswochen bieten eine hervorragende Gelegenheit, Geist, Körper und Kopf anzuregen. Meimberg unterstrich, wie wichtig Eigeninitiative und eine positive Grundeinstellung für den Ruhestand seien, um auch nach dem Renteneintritt flexibel und aufmerksam in der eigenen Umgebung zu bleiben. Bis zum 8. Oktober dauernde Programm deckt ein breites Spektrum ab. Zu den ausgewählten Veranstaltungen gehörten viele interessante Angebote. Für Radsportbegeisterte wird eine ungewöhnliche Stadtrundfahrt per Fahrrad angeboten, bei der verborgene Orte der Friedensstadt angesteuert werden. Besonderes Augenmerk liegt zudem auf Informationsveranstaltungen zu Rechts- und Vorsorgefragen, beispielsweise durch Vorträge zu Vorsorgevollmachten und Patientenverfügungen.

Paul Meimberg, Vorsitzende des Seniorenbeirats © Pascal Grötemeyer


Richtungsweisende Entscheidung: Neuwahl des Seniorenbeirates im November

Ein zentraler Themenschwerpunkt der diesjährigen Erlebniswochen betrifft die anstehende Neuwahl des Osnabrücker Seniorenbeirates am 20. November. Bei dem Gremium handelt es sich um eine überparteiliche und politisch unabhängige Vertretung, die sich gezielt für die Belange der Bürgerinnen und Bürger über 60 Jahre einsetzt. Der Seniorenbeirat vertritt die Interessen der älteren Generation gegenüber Politik und Verwaltung, bringt sich aktiv in die Stadtentwicklung ein und gestaltet Themenbereiche wie barrierefreies Wohnen, den Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs, Maßnahmen gegen Einsamkeit im Alter sowie die Pflegeinfrastruktur mit.

Die Wahl des Beirates erfolgt über ein Delegiertensystem. Stimmberechtigt sind Delegierte, die von lokalen Seniorengruppen, Vereinen, Wohlfahrtsverbänden, Nachbarschaftstreffs oder Kirchengemeinden benannt werden. Interessierte Personen ab dem 60. Lebensjahr, die sich aktiv in die Kommunalpolitik einbringen möchten, können für einen Sitz im Beirat kandidieren. Die Fachstelle Senioren der Stadt Osnabrück nimmt Bewerbungen entgegen und stellt Informationen zu den formellen Anforderungen bereit. Weitere Informationen zur Wahl finden Sie unter folgendem Link. https://staerkt.osnabrueck.de/de/beratung-und-unterstuetzung/senioren/seniorenbeirat/

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