Der VfL kann auch 90.+5: In der letzten Spielminute erzielt Riesselmann die 2:1 Führung

Dieses Mal braucht der VfL womöglich eine Minute weniger zum Aufstieg, denn er kann auch 90.+5 dank Riesselmanns Treffer zum 2:1. Sollte Cottbus morgen in Köln verlieren, wäre der VfL bereits aufgestiegen.

„Der VfL liefert mit stoischer Gelassenheit und mannschaftlicher Geschlossenheit gespickten Punktefußball und den Beweis, dass erfolgreicher Fußball hin und wieder bei aller Spannung und Begeisterung eine durchaus dröge und zähe Veranstaltung sein kann, um am Ende gerade deshalb zu gewinnen“. (aus „Noch vier Spieltage bis zum Aufstieg)

Nächste Woche geht es nach Wiesbaden, dann kommt Ulm und zum Schluss muss der VfL bei Stuttgart II antreten. Die genauen Termine gibt es hier.

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Zur Information: Unsere Spielberichte werden wie ein Liveticker direkt am Laptop verfasst und gleich nach Schlusspfiff ohne Netz und doppelten Boden ins Internet gesetzt. Die Rubrik „Zahlen, Daten, Fakten“ wird, falls notwendig, mitunter erst einige Stunden nach dem Spiel vervollständigt, dasselbe gilt für Korrekturen von Tippfehlern.

Vorspiel im Wohnzimmer: VfL gegen SC Verl

Vor dem Spiel

Hier eine kleine Erinnerung an die großaritge Idee der Osnabrücker Fanszene, Weihnachten in Verl zu feiern, die bundesweit auf viel Sympathie traf.

 

Der VfL tritt heute mit dieser Startelf an:
Jonsson – Karademir, Müller, Wiemann – Kammerbauer, Jacobsen, Wagner, Christensen – Kopacz, Meißner, Kehl

Das Spiel ist im Heimbereich natürlich ausverkauft und es werden 14.800 Zuschauer:innen erwartet, darunter etwa 500 Fans aus Verl.


Beginn

Der erfahrene Schiedsrichter Tobias Reichel (40) aus Sindelfingen pfeift bei kaum bewölktem Himmel und Temperaturen um die 15 Grad an.

Der VfL hat Anstoß und spielt zunächst in Richtung Ostkurve. Beide Teams greifen früh an, wobei die Verler in den ersten zehn Minuten sehr viel mehr Ballbesitz haben.

Nach zehn Minuten kommt zum ersten Mal so etwas wie Stimmung auf, zwar noch verhalten, doch dazu steht heute schlichtweg zu viel auf dem Spiel und zudem lädt die Partie noch nicht zu Begeisterungsstürmen ein.


Nach einer Viertelstunde …

… entwickelt sich ein schöner Angriff über links, als Meißner den Ball gegen drei Verler behauptet, aber sein Flankenwechsel kann von Kopacz nicht verarbeitet werden. Dennoch kommt der VfL nun zu einigen vielversprechenden Offensivaktionen.

Im Grunde passiert viel, ohne dass etwas passiert. Das ändert sich schlagartig in der 25. Minute nach einem langen Pass von Wiemann auf Meißner, der sich an der Strafraumkante in Position bringt, nach einer Drehung abzieht, aber Verls Keeper Schulze kann exzellent klären.

Und dann passiert das, was nicht passieren darf: Ein fataler Rückpass von Wagner landet im Torraum, wo Taz und Müller gleichzeitig zum Ball grätschen, der für Jonsson unhaltbar ins Tor geht.

Der VfL sammelt sich und übernimmt allmählich die Spielkontrolle, kommt zu einigen Abschlussmöglichkeiten, was für die zweite Hälfte hoffen lässt.

Halbzeitfazit

Die glückliche Führung der Verler täuscht ein wenig über den tatsächlichen Spielverlauf hinweg, da sich im Grunde beide Teams neutralisieren. Nach der Verler Führung besann sich der VfL seiner Offensivfähigkeiten, die nun in der zweiten Hälfte durchaus für eine Wende sorgen könnten.


Beide Mannschaften gehen unverändert in die zweite Hälfte …

… und die beginnt für den VfL optimal: Auf der linken Seite hat Christensen viel Zeit und Raum, um nach innen zu flanken. Dort fliegt nach altbewährten Manier Air Jacobsen durch den Strafraum und verwandelt per Flugkopfball zum 1:1.

Die Verler schütteln sich kurz und übernehmen dann die Spielkontrolle, sind unentwegt im Vorwärtsgang und bringen den VfL arg in die Bredouille und tauschen auch noch drei Offensivkräfte ein.

Kammerbauers Torjubel zum 1:1 durch Jacobsen


Nach 60 Minuten …

… kommt der erwartete Wechsel Badjie für Kehl. Die Stimmung im Stadion ist nach wie vor noch nicht wild entfesselt und auch auf dem Feld passiert erstaunlich wenig, weil beide Teams auf den Fehler des anderen hoffen.

Das wilde Anstürmen der Verler ist vorerst dahin und der VfL startet einige ordentliche Angriffe, aber die Angst vor Patzern merkt man beiden Mannschaften an.

Der VfL spielt nicht mit aller Konsequenz nach vorn und wartet wohl ab, bis Verl alle Leinen löst, da den Gästen nur ein Sieg weiterhilft.

In der 77. Minute zieht der eingewechselte Pröger nach einer guten Einzelaktion aus 15 Metern ab, doch Schulze kann ohne Probleme klären. Die Verler lassen nicht nach und ein Taz-Schuss aus 25 Metern verfehlt nur knapp das Tor.

Verl drängt und drängt. Und dann in der 87. Minute ein heftiger Jonssonpatzer: Erst lässt er eine harmlose Linksflanke nach vorn abklatschen und dann muss Wiemann in letzter Sekunde vor Ens klären. Das war mehr als knapp.

Fünf Minuten Nachspielzeit.

Dramatische Szenen vor dem Osnabrücker Tor, aber der VfL behält die Nerven. Und dann einer der größten Glücksmomente in dieser Saison, das dieses Mal 90.+5 heißt. Riesselmann wird von Pröger mit einem Traumpass auf die Reise geschickt, stürmt ab der Mittellinie 50 Meter aufs Tor zu, lässt Torwart Schulze aussteigen und verwandelt eiskalt zum umjubelten Endstand von 2:1. Das Stadion steht Kopf.

Der Schlusspfiff geht im allgemeinem Jubel unter, die Brücke bebt und das Aufsteigerlied ertönt …

Foto: Marc Niemeyer

Fazit

Dieses Mal braucht der VfL womöglich eine Minute weniger zum Aufstieg, denn er kann auch 90.+5 dank Riesselmanns Treffer zum 2:1. Sollte Cottbus morgen in Köln verlieren, wäre der VfL bereits aufgestiegen.

„Der VfL liefert mit stoischer Gelassenheit und mannschaftlicher Geschlossenheit gespickten Punktefußball und den Beweis, dass erfolgreicher Fußball hin und wieder bei aller Spannung und Begeisterung eine durchaus dröge und zähe Veranstaltung sein kann, um am Ende gerade deshalb zu gewinnen.“ (aus „Noch vier Spieltage bis zum Aufstieg)

Nächste Woche geht es nach Wiesbaden, dann kommt Ulm und zum Schluss muss der VfL bei Stuttgart II antreten. Die genauen Termine gibt es hier.


Zahlen, Daten & Fakten

 

Zuschauer*innen: 14.842, davon 500 aus Verl

Tore:
0:1 Müller/Eigentor (27.)
1:1 Jacobsen (46.)
2:1 Riesselmann (90.+5)

Gelbe Karten:
(40.) Kijewski
(59.) Y. Otto
(66.) Wagner
(90.+1) Riesselmann

Gelb-Rote Karten:
(.)

Rote Karten:
(.)

VfL Osnabrück:
Jonsson – Karademir, Müller, Wiemann – Kammerbauer, Jacobsen, Wagner, Christensen (88. Lesueur) – Kopacz (72. Pröger), Meißner (88. Riesselmann), Kehl (61. Badjie)
Trainer: Timo Schultz

SC Verl
Schulze – Mhamdi, Ens, F. Otto, Kijewski – Taz, Waidner, Wessig, Stark – Stöcker, Wörner
Trainer: Tobias Strobl

Schiedsrichter:  Tobias Reichel (40) aus Sindelfingen




Statistik:
Insgesamt trafen die beiden Clubs seit dem 21. September 2008 zehnmal in Pflichtspielen aufeinander. Die Bilanz lautet 9-1-4.  Hier geht es zur kompletten Statistik von weltfussball.de“.

Tabellarisches:
In der Kicker-Formtabelle steht der VfL mit einem Notendurchschnitt von 3,06 auf Platz 2 und der SC Verl (3,05) auf Platz 1. Tatsächlich spielt der VfL als 1. der 3. Liga gegen den 6. des 34. Spieltags.


Ergebnisse und Tabelle der 3. Liga

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